Hnefatafl war das beliebteste Brettspiel unserer Ahnen. Es ist ein Kriegsspiel, bei dem
es zwei ungleich starke Mannschaften gibt.
Spielbretter wurden in den verschiedensten Größen gefunden, von 7x7 bis 19x19 Felder.
Die Mannschaft des Königs steht in der Mitte des Brettes und muss versuchen den Rand des
Spielfeldes zu erreichen.
Die andere Mannschaft steht rund um den König herum und muss versuchen ihn daran zu
hindern den Spielfeldrand zu erreichen und ihn gefangen setzen.
Grundaufstellung |
Bei einem Brett mit 11x11 Feldern, besteht die Mannschaft des Königs aus zwölf Spielsteinen |
zusätzlich dem König (dessen Figur größer sein sollte als die anderen), die Mannschaft der
Angreifer aus 28 Spielsteinen.
So wird das Spielbrett aufgebaut, die Markierten Felder und das auf dem der König steht,
dürfen nur vom König betreten werde.
Es wird immer abwechselnd gezogen wobei Zugzwang besteht, der Angreifer beginnt das Spiel.
Die Figuren dürfen in Horizontaler und vertikaler Richtung soweit gezogen werden wie der
Spieler es möchte bzw. das Spielfeld es zulässt. Die Züge sind immer nur in eine Richtung
zulässig, um die Ecke ziehen ist nicht erlaubt.
Dabei dürfen weder fremde noch eigene Steine übersprungen werden. Wie gesagt dürfen die
markierten Felder nur vom König betreten werden, über das mittlere markierte Feld dürfen
jedoch beide Mannschaften hinwegziehen.
Geschlagen wird indem die Figuren von zwei anderen gefangen werden, wobei der König keine |
Grün schlägt weiß |
Grün schlägt 2 |
Figur schlagen kann, das soll heißen, der gegnerische Stein muss von zwei normalen Steinen |
eingefangen werden. In meinem Beispiel wird der weiße von den grünen geschlagen. |
Grün in der Ecke |
In der Regel wird immer ein Stein geschlagen, es gibt aber auch Situationen in denen
man es schafft gleich mehrere Figuren zu schlagen.
Die markierten Eckfelder haben noch eine beim schlagen.
Wenn sich ein Spieler direkt vor das Eckfeld stellt kann er geschlagen werden indem das
Eckfeld als gegnerischer Stein zählt.
Diese Eigenschaft können sich beide Mannschaften zu nutzen machen. Das Eckfeld stellt also
immer eine Figur der jeweils gebrauchten Farbe dar.
Wenn jedoch z.B. ein weißer Stein zwischen zwei grüne zieht, ist der weiße nicht geschlagen,
die Gefangennahme muss von dem Fänger aktiv ausgeführt werden.
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Der König hat gewonnen wenn er eines der vier Eckfelder erreicht hat.
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Der König hat eines der vier Eckfelder erreicht und damit gewonnen |
Die Angreifer haben gewonnen wenn sie den König von allen Seiten eingekesselt haben oder die Mannschaft des Königs nicht mehr bewegungsfähig ist.
Geschlagener König |
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Geschlagener König |
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Tip: Die Angreifende Mannschaft muss so schnell wie möglich versuchen die Mannschaft
des Königs einzukreisen und ihn daran hindern sich zu bewegen.
Wobei das schlagen der Königlichen Figuren nicht immer unbedingt sinnvoll ist.
Der König sollte versuchen so schnell wie möglich eine Seite aufzureißen um durchzukommen.
Wobei es hilfreich ist so schnell wie möglich ein paar Steine an den Spielfeldrand zu
bekommen, weil es bei einer Einkesselung nur so möglich ist sich noch aus der Umklammerung
zu befreien.
Solltet ihr mit anderen Brettgrößen experimentieren, müsst ihr ausprobieren mit wie vielen
Steinen am besten gespielt wird, bis ein ausgewogenes Verhältnis erreicht ist, das heißt
es für beide Mannschaften möglich ist zu gewinnen.