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Heil


Prunkschwert

Goldgriff Sparta

Unsere Ahnen glaubten nicht an Glück oder Unglück, sie hatten Heil in den Dingen

die ihnen gelangen und Unheil in den Dingen die ihnen Misslangen.
Jeder Mensch hatte Heil, egal ob Mann, Frau, Kind oder Greis, nur halt der eine weniger und der andere mehr davon. Aber auch in Dingen sammelte sich das Heil, dadurch das sie lange im Sippenbesitz befanden wurden sie durch das Heil der Sippe durchdrungen und somit zum Träger des Heils, wie z.B., ein Schwert, ein Schmuckstück oder eine Brünne.
Andere Dinge wiederum hatten schon von Natur aus viel Heil in sich, so das es das Heil des Besitzers noch mehrte, so gab es unzählige Siegesschwerter, die ein jeder sicherlich gerne besessen hätte.

Wenn die Äcker eines Mannes gute Ernten trugen, wenn seine Felder nur selten von Frost oder Dürre heimgesucht wurden, sagte man er habe ársæll, er besaß Ernteheil.
Wenn sein Vieh gedieh und sich vermehrte und immer wohlbehalten und vollzählig von den Sommerweiden heimkehrte, war er fésæll, er hatte Viehheil.
Die Olafs von Norwegen standen in dem Ruf Wetterheil zu haben.
Olaf Tryggvason hatte soviel mehr byrsæll als andere Männer das er an einem Tag so weit segelte wie andere Männer an drei Tagen.

Der schwedische König Erik Väderhat ( Wetterhut ) hatte seinen Namen daher das er

Torsberg Kittel

Gürteltasche aus dem Schiffsgrab von Sutton Hoo

in seinem Hut byrsæll hatte, er konnte den Wind drehen indem er seinen Hut drehte.
Berufsmäßige Krieger wie Arnlhjot Gellini verließen sich auf ihr sigrsæli, ihr Siegesheil.

Das Heil, im nordischen Hamingja, ist die Kraft im Manne die ihn geistig trägt und die von seiner Person ausgeht, seine Worte und seine Taten erfüllt, es umfasst die Macht der Sippe, ihre Fertigkeiten und ihre Eigentümlichkeiten.
Alle Eigentümlichkeiten des Menschen rühren von der Art seines Heiles her. Halsstarrigkeit, Mut, Stolz, so wie die Neigung dem größeren zu dienen, Gewaltsamkeit und Unumgänglichkeit wie auch Furchtlosigkeit. Das Heil ist die Sinnesart, der Charakter, so wie der Wille.

Das Sippenheil hatte immer einen Träger in dem es geballt gesammelt war, sei es in, einer Waffe, einem Schmuckstück, den Hochsitzpfeilern oder gar einem Vieh.
Das Heil konnte einen eigenen individuellen Hochsitz im Haus haben. Auf Thord Gellirs Hofe, Hvamm, lag mitten in der Stube ein Stein, der kein gewöhnlicher Felsblock war, denn auf ihm wurden große Schwüre abgelegt.




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