{"id":866,"date":"2013-04-20T23:53:59","date_gmt":"2013-04-20T23:53:59","guid":{"rendered":"http:\/\/schiffsmond.net\/?p=866"},"modified":"2024-09-02T18:54:40","modified_gmt":"2024-09-02T18:54:40","slug":"berlin-colln-im-mittelalter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/berlin-colln-im-mittelalter\/","title":{"rendered":"Berlin &#8211; C\u00f6lln im Mittelalter"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin &#8211; C\u00f6lln und Umgebung im Mittelalter<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>B<\/strong><\/span>erlin C\u00f6lln und Umgebung deshalb, weil mir irgendwann aufging das ich im Mittelalter gar nicht in Berlin, sondern in einem damals vor Berlin liegenden Dorf gelebt h\u00e4tte. Heute geh\u00f6rt das Dorf zu Berlin und der Bezirk hie\u00df bis vor kurzem immer noch genauso wie das mittelalterliche Dorf.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong> D<\/strong><\/span>eshalb will ich im folgenden, auch aus pers\u00f6nlicher Betroffenheit, nicht nur auf Berlin eingehen sondern auch auch die um Berlin gelegenen D\u00f6rfer die inzwischen zur Stadt Berlin geh\u00f6ren. Obwohl sich \u00fcber die D\u00f6rfer nur sehr wenig Material finden l\u00e4sst. Denn das einzige was die Umwelt, also Berlin C\u00f6lln, den Markgrafen und ein paar Adlige an den D\u00f6rfern interessierte, war die H\u00f6he der Abgaben die sie von ihnen erwarten konnten. Und dementsprechend finden sich eigentlich nur Angaben \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe der bewirtschafteten Fl\u00e4che, wie \u00fcber die H\u00f6he der Abgaben.<\/p>\n<div id=\"attachment_980\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hochaltar-Marienkirche-1470-08.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-980\" class=\"size-medium wp-image-980\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hochaltar-Marienkirche-1470-08-300x199.jpg\" alt=\"Schnitzerei aus dem Hochaltar der Marienkirche 1470\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hochaltar-Marienkirche-1470-08-300x199.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hochaltar-Marienkirche-1470-08-600x400.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hochaltar-Marienkirche-1470-08.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-980\" class=\"wp-caption-text\">Schnitzerei aus dem Hochaltar der Marienkirche 1470<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ieses wenige Material findet sich vor allem in dem Landbuch Kaiser Karls IV von 1375. Vom 9. bis zum 18. Jahrhundert war es \u00fcblich die zu bewirtschaftende Feldfl\u00e4che in Hufen einzuteilen. Wobei die Grundfl\u00e4che einer Hufe stark variierte, wohl je nach Beschaffenheit des Bodens. Die Spannweite der Hufen reichte von 7,5 bis 10 Ha.<br \/>\nDiese Hufen &#8222;geh\u00f6rten&#8220; in den wenigsten F\u00e4llen den Bauern welche in den D\u00f6rfern ans\u00e4ssig waren.&nbsp; Ein paar Hufe geh\u00f6rten dem Pfarrer, ein paar irgendeinem Ritter, wieder andere einem B\u00fcrger in einer der vier St\u00e4dte, manche auch einem Kloster oder Hospital. Nur die wenigsten Hufen geh\u00f6rten den ans\u00e4ssigen Bauern selbst. Das war von Dorf zu Dorf verschieden.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>W<\/strong><\/span>eiter werden die Hufen in freie Hufen, Pachthufen und Zinshufen unterteilt. Die freien Hufen geh\u00f6rten meist Rittern und Pfarrern, bzw. kirchlichen Stiften, manchmal aber auch Personen die sich dieses Privileg verdient, oder daf\u00fcr bezahlt hatten. Aber es gab auch ein paar freie Bauernhufen. Bei den Zinspflichtigen Hufen war genau geregelt wie viele Scheffel welcher Feldfrucht wem als Zins zustanden. Aber auch Zins in Form von Geld, H\u00fchnern, Fleisch und anderen Dingen wurde gefordert.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">L<\/span><\/strong>eider l\u00e4sst sich aus der Anzahl der Hufen nicht auf die Anzahl der Dorfbewohner schlie\u00dfen. Denn anhand der Rudower Besitzverh\u00e4ltnisse, die hier als Beispiel dienen sollen, sehen wir das die Hufen ungleich verteilt waren.<br \/>\nDer Schulze hatte 6 Hufen, die Bauern Specht und Lomen 5 Hufen, Smet und Grotzkop jeder 4 Hufen, Jakob Wilken und Tideken jeder nur 3 Hufen und Bauer Bruggekalp, Hans Wilken und der Kr\u00fcger 2 Hufen.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">D<\/span><\/strong>a ich den m\u00e4rkischen Dialekt des sp\u00e4ten Mittelalters sehr gerne mag, habe ich des \u00f6fteren hinter die heutige Bezeichnung, z.B. Berufen die mittelalterliche Bezeichnung hinterher gesetzt. Was mir nat\u00fcrlich nur m\u00f6glich war wenn diese auch in den entsprechenden Quellen genannt wurde. Im Berliner Stadtbuch wurden sie nat\u00fcrlich genannt, in Quellen aus der heutigen Zeit eher selten.<\/p>\n<p><strong>Das Leben auf dem Lande<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>V<\/strong><\/span>iele D\u00f6rfer wurden im Laufe der Zeit umgesiedelt. Was verschieden Ursachen hatte. Hauptgrund war meist die Ver\u00e4nderung der Feld wirtschaftlichen Methoden. So beackerte man in alten Tagen eher sandige B\u00f6den da sich diese mit den d\u00fcrftigen Ackerger\u00e4t besser bearbeiten lie\u00dfen,&nbsp; einen fetten schweren Boden zu bearbeiten war mit dem Holzger\u00e4tschaften einfach noch nicht m\u00f6glich. Jedoch gab der sandige Boden nicht so viel Ertrag her. Mit der Weiterentwicklung der Feldwirtschaftlichen Arbeitsger\u00e4te, wurde es m\u00f6glich auch fettere B\u00f6den zu bearbeiten, die mehr Ertrag versprachen. So das die D\u00f6rfer oft von Standorten mit sandigem Boden, zu Standorten mit fetterem Boden verlegt wurden.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>A<\/strong><\/span>ber auch das Christentum war ein Grund f\u00fcr Umsiedlungen. War doch der Vorsto\u00df nach Osten nicht nur Wirtschaftlich sondern auch religi\u00f6s motiviert. Man wollte den alten Glauben an die G\u00f6tter und Geister ausrotten (\u00fcbel aber wahr). So war ein Mittel dies zu erreichen das man neue D\u00f6rfer gr\u00fcndete, ein paar Slawen darin ansiedelte und den Rest des Dorfes mit deutschen Siedlern auff\u00fcllte, um die Heiden mit Christen zu versetzen. Und sie so an den neuen Glauben zu gew\u00f6hnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_975\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dueppel_22.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-975\" class=\"size-medium wp-image-975\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dueppel_22-300x199.jpg\" alt=\"Die Rekonstruktion eines Bauernhauses im Museumsdorf D\u00fcppel\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dueppel_22-300x199.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dueppel_22-600x400.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dueppel_22.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-975\" class=\"wp-caption-text\">Die Rekonstruktion eines Bauernhauses im Museumsdorf D\u00fcppel<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie D\u00f6rfer bei denen die H\u00e4user im Dorfkern noch Hufeisen f\u00f6rmig angeordnet sind, lassen auf einen slawischen Ursprung schlie\u00dfen.<br \/>\nDas Leben auf dem Land war an die Tageszeit gebunden. Wenn es hell war wurde gearbeitet und wenn es dunkel war geschlafen.<br \/>\nDie freien Bauern welche in den D\u00f6rfern ans\u00e4ssig waren bestellten die Felder f\u00fcr sich selbst, waren jedoch Abgabe pflichtig. Diese Abgaben wurden an die Ritter, B\u00fcrger, Kl\u00f6ster, oder wer immer gerade im Besitz des Grund und Bodens war abgef\u00fchrt. Nicht zu vergessen der Kirche, die immer die Hand aufhielt wenn es etwas zu bekommen galt.<br \/>\nDie Koss\u00e4ten dagegen verf\u00fcgten \u00fcber kein eigenes Land und bearbeiteten das Land eines Herren, wof\u00fcr sie Naturalien oder vielleicht auch geringen Lohn erhielten. Sie bildeten die unterste soziale Schicht.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>I<\/strong><\/span>n den H\u00e4usern, welche aus Lehmflechtwerk gebaut waren, ein tief gezogenes Schilfdach und einen gestampften Erdboden hatten, herrschte selbst Tags\u00fcber nur Zwielicht. Denn als Lichtdurchlass dienten einzig die T\u00fcr, die beiden Rauchabz\u00fcge an den Giebel enden und ein kleines Fenster welches h\u00f6chstens 30 x 40cm betrug. Aufgrund der damit einhergehenden schlechten Lichtverh\u00e4ltnisse, wurden meisten Arbeiten im freien verrichtet.<br \/>\n<strong><span style=\"color: #be0000;\">D<\/span><\/strong>ie H\u00e4user waren einst\u00f6ckig und verf\u00fcgten \u00fcber einen, manchmal auch zwei R\u00e4ume. Abends wurde das Haus nur durch Kiensp\u00e4ne und das Feuer des aus Feldsteinen und Lehm gebauten Herdes beleuchtet. So blieb den Bauern als abendliche Besch\u00e4ftigung nicht viel mehr als das Gespr\u00e4ch oder das erz\u00e4hlen von Geschichten.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">D<\/span><\/strong>er Rauch des Herdfeuers, welcher eigentlich st\u00e4ndig unter dem Dach stand, wurde genutzt um Lebensmittel zu r\u00e4uchern. So versorgten die Bauern sich mit Rauchh\u00fchnern und G\u00e4nsen sowie Schinken. Auf dem Speiseplan standen vor allem Gr\u00fctze, daneben Brot welches in Milch oder Suppe ein getunkt wurde, R\u00e4ucherfleisch, K\u00e4se und Eier. Getrunken wurden Wasser, Milch, Bier, Wein und Met.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie Bauern um Berlin lebten von der Feldarbeit und der Viehzucht. Angebaut wurden Roggen, Hafer, Gerste und Hirse, welche im 14. Jahrhundert verschwindet, sowie Flachs und Mohn.<br \/>\nAn Vieh hielt man sich Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, G\u00e4nse, H\u00fchner, und Enten als Schlacht und Handelsgut. Aber auch Pferde, Hunde und Katzen bev\u00f6lkerten die D\u00f6rfer.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>J<\/strong><\/span>eder Hof verf\u00fcgte auch \u00fcber einen Garten in welchem Gem\u00fcse angebaut wurde. Dort wuchsen M\u00f6hren, Pastinaken, Wei\u00dfkohl, Gr\u00fcnkohl, Knoblauch, Kolrabi, Sellerie, Petersilie, Kopfsalat, Gartenkresse, Gartenmelde, Dill, Flaschenk\u00fcrbisse und Melonen.<br \/>\nMan pflanzte auch Erbsen und Bohnen, doch diese wurden nicht auf separaten Feldern ges\u00e4t, sondern sie wuchsen zwischen dem Roggen.<br \/>\nObst kam in Form von \u00c4pfeln und Pflaumen auf den Tisch.<\/p>\n<p><strong>Das Leben in der Stadt<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_984\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Kaufhaus-Klein.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-984\" class=\"size-medium wp-image-984\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Kaufhaus-Klein-300x213.jpg\" alt=\"Kaufhaus-Klein\" width=\"300\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Kaufhaus-Klein-300x213.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Kaufhaus-Klein-600x428.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Kaufhaus-Klein.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-984\" class=\"wp-caption-text\">Darstellung eines St\u00e4dtischen Kaufhauses in einer Handschrift<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>I<\/strong><\/span>n den St\u00e4dten verlief das Leben ein wenig anders. Hier bestellte niemand Felder sondern man verdiente sein Geld im allgemeinen durch Handel, Grundbesitz oder Handwerk. Zumindest wenn man das B\u00fcrgerrecht besa\u00df.<br \/>\nDie gr\u00f6\u00dften Gewinne in Berlin C\u00f6lln wurden mit dem Export von G\u00fctern wie Holz, Feldfr\u00fcchten und auch Wein erzielt. Aber nat\u00fcrlich wurden auch Dinge f\u00fcr den heimischen Bedarf importiert.<br \/>\nDenn die Stadtbev\u00f6lkerung musste mit den Dingen des t\u00e4glichen Bedarf versorgt werden. Aber nicht nur dinge des t\u00e4glichen Bedarfs wurden importiert und hergestellt. Auch Luxusg\u00fcter erfreuten sich sehr gro\u00dfer Beliebtheit wie man den Kleiderverordnungen wieder der Prunksucht entnehmen kann. Da diese des \u00f6fteren wiederholt wurden, schienen diese Verordnungen nicht all zu viel genutzt zu haben. Was auch f\u00fcr andere St\u00e4dte, au\u00dferhalb der Mark Brandenburg belegt ist.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>W<\/strong><\/span>elche Berufe in Berlin und C\u00f6lln ausge\u00fcbt wurden, erfahren wir aus den Stadtb\u00fcchern der beiden St\u00e4dte. Wobei ich davon ausgehe das nicht alle ausge\u00fcbten Berufe erw\u00e4hnt werden. Folgende Berufe werden dort genannt: Schumacher (Schumeker) Gerber (gerwer), Oltbuter, Kr\u00e4mer (kremer), (wantsnyder), sleise niger rade, Schreiber (schriver), Schl\u00e4chter (knokenhover), Schl\u00e4chtermeister (knokenhouwermeisters), Wurstmacher (worstmeker), (wandmeker), Schuhmacher (schuhmeker), B\u00e4cker (beckerer), Salzmeister (soltmeters),&nbsp; (ekelers), Tuchschneider (lakenscheres), H\u00f6ckerer (hokeschen), Ziegeler (tygeler), Erdgr\u00e4ber (erden gropers), Gewandschneider (lynwantsnyderschen), (schotelers), (hude?)&nbsp; Holzmeister, Zuh\u00e4lter, Anwalt, Schulrektor, Lehrer, Kannengie\u00dfer, Apothekerinen, Hure, Thorw\u00e4rter, Marktmeister, Ratsmannen, B\u00fcrgermeister, B\u00f6tcher, Schlosser, Goldschmied, Tischler, Zimmermann, Wundarzt, Kr\u00fcger, Schieferdecker, Hebammen, Totengr\u00e4ber, B\u00fcttel, Gerichtsdiener, Torw\u00e4chter, Heideritter, Wachmeister, Musterrer, Armbrustier, Zeugwart, Richter, Kuhhirten, Schweinehirten, Knechte, Diener, Stadtschreiber, Gerichtsschreiber, Gerichtsbote, Sch\u00f6ffen, Arzt, Apotheker, Stadtmusikant, Scharfrichter, Ziegelbrenner, Kalkbrenner, Prahmf\u00fchrer, Holzsetzer, Kohlentr\u00e4ger, Hopfenmesser, W\u00e4chter, Totengr\u00e4ber (Dodegrever), Wagenmeister, Viergewerke; (Knochenhouwer, B\u00e4cker, Schuhmacher, Tuchmacher), Wundarzt und Boten. Pergamentmacher, Messingschl\u00e4ger, Fuhrmann, Fischer, Seigermacher, M\u00fchlknappe, Gerber, Rademacher, Tagel\u00f6hner, Zimmermann Wundarzt, Kr\u00fcger, Schieferdecker, Hebammen, Totengr\u00e4ber, B\u00fcttel, Gerichtsdiener, Torw\u00e4chter, Heideritter, Wachmeister, Musterrer, Armbrustier, Zeugwart, Richter, Kuhhirten, Schweinehirten, Knechte, Diener, Stadtschreiber, Gerichtsschreiber, Gerichtsbote, Sch\u00f6ffen, Arzt, Apotheker, Stadtmusikant, Scharfrichter, Ziegelbrenner, Kalkbrenner, Prahmf\u00fchrer, Holzsetzer, Kohlentr\u00e4ger, Hopfenmesser, W\u00e4chter, Totengr\u00e4ber (Dodegrever), Wagenmeister, Viergewerke; (Knochenhouwer, B\u00e4cker, Schuhmacher, Tuchmacher), Wachsetzer, Stuhlmacher, Bader, Filzer, Kachelmacher, Dehlschl\u00e4ger, Seilenmacher, Senkler, Barbier, K\u00fcrschner, Beckenschl\u00e4ger,&nbsp; T\u00e4schner, G\u00fcrtler, Maurer, Auffspieler, Korbmacher, B\u00f6tticher, Bleizieher, Beutler, Hutmacher und B\u00fcchsenmacher.Wundarzt und Boten.<\/p>\n<div id=\"attachment_974\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Wanmalerei-01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-974\" class=\"size-medium wp-image-974\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Wanmalerei-01-300x199.jpg\" alt=\"Dalm-Wanmalerei-01\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Wanmalerei-01-300x199.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Wanmalerei-01-600x400.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Wanmalerei-01.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-974\" class=\"wp-caption-text\">Wandmalerei in der Dalmer Dorfkirche<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>S<\/strong><\/span>tadtluft macht frei. Das Sprichwort kommt nicht von ungef\u00e4hr. Waren die Menschen erst mal in der Stadt ans\u00e4ssig, waren sie der Leibeigenschaft entflohen. St\u00e4dte lieferten den D\u00f6rfern entflohenen Leibeigene nur sehr selten aus. Die St\u00e4dte waren den Launen der M\u00e4chtigen nicht ganz so schutzlos ausgeliefert wie die Landbewohner.<br \/>\nDas kam zu einen daher das die St\u00e4dte eine gewisse wirtschaftliche Macht darstellten und ein gewisses milit\u00e4risches Potential hatte. Sicherlich konnte man die milit\u00e4rische Schlagkraft der St\u00e4dte nicht mit der eines Heeres aus Rittern und S\u00f6ldnern gleichsetzen. Aber man konnte das milit\u00e4rische Potential auch nicht v\u00f6llig ignorieren.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie St\u00e4dte welche durch eine wehrhafte Stadtmauer, nebst T\u00fcrmen, Gr\u00e4ben und was sonst noch dazu geh\u00f6rt gesch\u00fctzt waren und \u00fcber ein B\u00fcrgerheer verf\u00fcgten, waren nicht so leicht einzunehmen. Anfangs bestand diese Mauer noch aus Holzpalisaden, welche jedoch im Laufe der Zeit durch Mauern aus Feld, bzw. und Backstein ersetzt wurden. Zur Aufstellung des B\u00fcrgerheeres war jeder B\u00fcrger verpflichtet Waffen und R\u00fcstzeug zu Hause zu haben. Um im Bedarfsfall die Stadt verteidigen zu k\u00f6nnen. Die Waffen wurden regelm\u00e4\u00dfig vom Stadtrat \u00fcberpr\u00fcft, und ich denke wir k\u00f6nnen auch davon ausgehen das die B\u00fcrger im Umgang mit den Waffen nicht unge\u00fcbt waren. So ist f\u00fcr den C\u00f6llner Stadtrat ein Fechtmeister belegt, der vielleicht nicht der einzige in den St\u00e4dten war und ebenfalls vielleicht, die Ausbildung der St\u00e4dter \u00fcbernommen hat. Die Aussage das St\u00e4dte durch eine Stadtmauer gesch\u00fctzt waren trifft zwar meist zu, aber wie K\u00f6penick zeigt nicht immer. Dort l\u00e4sst sich n\u00e4mlich keinerlei Stadtmauer nachweisen. Den gr\u00f6\u00dften Schutz der St\u00e4dte stellten nicht ihre Befestigungen und B\u00fcrgerheere dar, sondern ihre wirtschaftliche Macht. Waren die Adligen und Landesherren doch stets pleite und auf der Suche nach Geldgebern. Was es den St\u00e4dten welche urspr\u00fcnglich unter Herrschaft und Verwaltung der Landesherrn standen, immer mehr Rechte abzukaufen. Auf diese Weise erhielten sie nach und nach das Recht M\u00fcnzen zu pr\u00e4gen, Gericht zu halten, Z\u00f6lle zu erheben und vieles mehr.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>E<\/strong><\/span>in Zeuge der nach und nach erworbenen Rechte und ihrer damit einhergehenden Unabh\u00e4ngigkeit von den&nbsp; Landesgewalten ist der Roland, den man noch in ein paar m\u00e4rkischen St\u00e4dten findet. Er ist das Symbol der st\u00e4dtischen Rechtsprechung. Der Berliner Roland stand am Molkemarkt, an dem das erste Berliner Rathaus stand.<\/p>\n<div id=\"attachment_976\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/gerichtslaube.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-976\" class=\"size-medium wp-image-976\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/gerichtslaube-300x199.jpg\" alt=\"gerichtslaube\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/gerichtslaube-300x199.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/gerichtslaube-600x400.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/gerichtslaube.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-976\" class=\"wp-caption-text\">Die Berliner Gerichtslaube. Aus Teilen des Originalbaus rekonstruiert<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>urch den Ausverkauf der adligen Rechte und Privilegien an den St\u00e4dten schrumpfte der adlige Einflu\u00df immer mehr und die St\u00e4dte wurden immer selbstbewusster. Das ging so weit das die Landesverwalter die gr\u00f6\u00dften Schwierigkeiten hatten ihre Forderungen gegen\u00fcber den St\u00e4dten durchzusetzen. Es gibt gen\u00fcgfend Beispiele in welchen von der Landeshoheit st\u00e4dtische Aufgebote angefordert wurden, die St\u00e4dte das jedoch einfach ignorierten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>E<\/strong><\/span>s war jedoch nicht nur das Gef\u00fchl von Freiheit, welches das Leben in der Stadt erstrebenswert machte. Auch das wohnen war ein ganz anderes.<br \/>\nDie H\u00e4user in den St\u00e4dten boten den Menschen wesentlich mehr Lebensqualit\u00e4t als die auf dem Lande. Zwar gab es auch in der Stadt noch ein paar H\u00e4user welche aus Holz gebaut waren&nbsp; (am Anfang der Stadtgr\u00fcndung waren die meisten H\u00e4user noch einfache H\u00fctten), aber der Fachwerkbau setzte sich immer mehr durch. Mache Geb\u00e4ude wie Kirchen oder Rath\u00e4user waren sogar g\u00e4nzlich aus Stein errichtet. Bis sich schlie\u00dflich die Steinbauweise immer mehr durch setzte. In der zweiten H\u00e4lfte des 14. Jahrhunderts bestanden in Berlin C\u00f6lln bereits die meisten H\u00e4user aus Stein.<br \/>\n<strong><span style=\"color: #be0000;\">D<\/span><\/strong>as errichten von Steinh\u00e4usern wurde von der Stadt sogar gef\u00f6rdert. Schlie\u00dflich brannten Steinh\u00e4user nicht so leicht. Vor allem Stroh gedeckte H\u00e4user konnten leicht daf\u00fcr sorgen das ein Brand auf die ganze Stadt \u00fcbergriff. Was auch des \u00f6fteren geschehen ist. Deshalb wurden den B\u00fcrgern steuerliche Vorteile gew\u00e4hrt, wenn sie ein Haus aus Stein errichteten.<br \/>\nDie meisten der Fachwerkh\u00e4user waren schon zweigeschossig. Die untere Etage verf\u00fcgte meist \u00fcber zwei R\u00e4ume. Beide R\u00e4ume lassen sich \u00fcber einen Flur betreten von welchem aus eine Treppe ins obere Geschoss f\u00fchrt. Dabei diente meist eine der unteren Stuben als Wohn- und Arbeitsstube, die andere fand als K\u00fcche Verwendung. Die K\u00fcche verf\u00fcgte \u00fcber eine Herdstelle welche etwa einen Meter hoch aus Feldsteinen gemauert war. Als Rauchabzug diente ein Loch in der Giebelwand und manchmal auch noch ein Fenster.<br \/>\nDas K\u00fcchenmobiliar bildeten eine Tafel, B\u00e4nke die an den W\u00e4nden entlang aufgestellt waren und mehrere Regale welche mit Holzgeschirr und Tont\u00f6pfen belegt waren.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie Wohnstube verf\u00fcgte oft schon \u00fcber einen Kamin, welcher seinerseits \u00fcber einen Schornstein verf\u00fcgte. Somit stand der Rauch nicht mehr unter dem Dach in der Stube. Es sei denn das Holz war nass oder der Wind dr\u00fcckte auf den Schornstein. Manche H\u00e4user verf\u00fcgten aber auch schon \u00fcber Kachel\u00f6fen welche noch mal eine wesentlich effektivere Heizung erm\u00f6glichen als ein einfacher Kamin und auch die Brandgefahr gesenkt haben d\u00fcrften.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>S<\/strong><\/span>ie verf\u00fcgte \u00fcber B\u00e4nke welche an den W\u00e4nden entlang aufgestellt waren und eine Tafel, die auf B\u00f6cken ruhte und zur Seite ger\u00e4umt werden konnte wenn man Platz brauchte. Ab ungef\u00e4hr dem 14. Jahrhundert gewann die M\u00f6blierung an Umfang, es kamen M\u00f6bel wie Anrichten und Schr\u00e4nke hinzu. Die Anrichten wurden&nbsp; gern benutzt um das wertvolle Zinngeschirr und die Gl\u00e4ser welche man besa\u00df her zu zeigen.<br \/>\nAuch enthielt die Wohnstube ein, zwei Truhen in denen verschiedenes unter kam. Zur Stra\u00dfenseite hin gab es zwei Fenster\u00f6ffnungen, die Abends oder wenn es kalt war durch Holzl\u00e4den verschlossen werden konnten. Bei \u00e4rmeren B\u00fcrgern wurde die Stube wie auf dem Lande durch Kiensp\u00e4ne beleuchtet. Bei reicheren jedoch, wovon es einige gab, wurden die Stuben auch durch Fackeln, Talglichter oder Kerzen erhellt, was ein deutliches mehr an Licht ausbeute bedeutete.<\/p>\n<div id=\"attachment_972\" style=\"width: 269px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Bude.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-972\" class=\"size-medium wp-image-972\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Bude-259x300.jpeg\" alt=\"Bude\" width=\"259\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Bude-259x300.jpeg 259w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Bude-600x695.jpeg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Bude.jpeg 660w\" sizes=\"auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-972\" class=\"wp-caption-text\">Ein Hutverk\u00e4ufer in einer Bude<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>I<\/strong><\/span>m Obergeschoss gab es meist drei R\u00e4ume. einen gro\u00dfen und zwei kleinere.&nbsp; Der Gro\u00dfe diente oft als Waren oder Materiallager. Die beiden kleinen dienten den Bewohnern als Schlafzimmer. Wobei die Wohnverh\u00e4ltnisse dennoch recht beengt waren, da anders als heute oft auch die Eltern bis zu ihrem Tod in dem Haus wohnten. Womit die Schlafzimmer durch drei Generationen bewohnt wurden und somit ganz sch\u00f6n voll gewesen sein d\u00fcrften. M\u00f6bliert waren die Schlafstuben jeweils mit einem Bett welches aus Holz bestand, mit Stroh gepolstert, und mit Decken belegt wurde. Geschlafen wurde nackt und mit so vielen Familienmitgliedern im Bett wie hinein passten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>W<\/strong><\/span>as den Durchschnitt der H\u00e4user darstellen d\u00fcrfte. Nat\u00fcrlich gab es auch gr\u00f6\u00dfere H\u00e4user reicherer B\u00fcrger. Diese hatten wesentlich gr\u00f6\u00dfere H\u00e4user und damit mehr Platz. Womit die Betten nicht so voll waren wie der \u00e4rmeren B\u00fcrger. Ebenso gab es nat\u00fcrlich auch kleinere H\u00e4user, die von \u00e4rmeren B\u00fcrger oder Nichtb\u00fcrgern bewohnt wurden. In den Stadtb\u00fcchern wurde zwischen Buden und H\u00e4usern unterschieden. Diese Unterscheidung wurde nicht anhand ihrer Gr\u00f6\u00dfe vorgenommen, sondern daran welches Recht mit deren Bewohnung einherging. Die Bewohner der H\u00e4user hatten Beispielsweise das Recht Bier zu brauen. Die Bewohner der Buden dagegen nicht.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>A<\/strong><\/span>uf den Speisetisch gelangten zum Fr\u00fchst\u00fcck Hirsebrei und Brot, zum Mittag gab es vor allem Fleisch. Fleisch war damals in den St\u00e4dten billig und wurde in gro\u00dfen Mengen verzehrt. Dazu gab es Gem\u00fcse und Brot, als Nachtisch wurden \u00c4pfel und Pflaumen gereicht.<br \/>\nZum Abend gab es dann Brot, Wurst und K\u00e4se zu essen. Dazu trank man Bier und bei reicheren B\u00fcrgern Wein.<\/p>\n<div id=\"attachment_979\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hlg-Geist-Kapelle_23.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-979\" class=\"size-medium wp-image-979\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hlg-Geist-Kapelle_23-300x199.jpg\" alt=\"Hlg-Geist-Kapelle_23\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hlg-Geist-Kapelle_23-300x199.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hlg-Geist-Kapelle_23-600x400.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hlg-Geist-Kapelle_23.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-979\" class=\"wp-caption-text\">Deckenmalerei in der Heilig Geist Kapelle<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>M<\/strong><\/span>an glaubt es kaum, aber es gab auch schon ein ausgebildetes soziales Netz in den St\u00e4dten. Es gab Hospit\u00e4ler in denen Kranke versorgt wurden. Altenheime in denen die Alten, welche keine Verwandten mehr hatten ihren Lebensabend verbrachten. Im Gegensatz zur heutigen Zeit lebten die Bewohner der Altenheime nicht abgeschottet vom Rest der Stadtbev\u00f6lkerung, sondern beteiligten sich durch aus noch am Stadtleben. Sie halfen bei Geburten oder im Krankheitsfall in den Familien aus, wenn eine zus\u00e4tzliche Hand ben\u00f6tigt wurde.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>R<\/strong><\/span>egiert wurden die St\u00e4dte anf\u00e4nglich von einem Schulze, der vom Landesherrn eingesetzt wurde. Durch den oben schon angesprochenen Kauf von Rechten, aber auch deren Verleihung durch den Landesherrn, \u00e4nderte sich das im Laufe der Zeit. So das die St\u00e4dte sich selbst verwalteten und f\u00fcrderhin durch einem Rat regiert wurden. Der Zeitpunkt ab wann die einzelnen St\u00e4dte sich selbst verwalteten ist recht unterschiedlich und auch nicht alle schafften es sich vom Landesherrn unabh\u00e4ngig zu machen.<br \/>\nEine sehr sch\u00f6ne Regel in den St\u00e4dten war das die \u00dcberwachung der Qualit\u00e4t von Handwerksprodukten, wie Brot, Schuhe, Tuch usw. Fing ein Geselle aus Schlampigkeit oder Gier an zu pfuschen, wurden seine Produkte an arme verschenkt oder vernichtet. Und er hatte eine Strafe entrichten.<br \/>\nW\u00fcrde man das heute noch so handhaben w\u00e4ren die meisten Firmen wahrscheinlich Pleite :-)<\/p>\n<p><strong>Berlin &#8211; C\u00f6lln<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_982\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE_BERLIN_KLEIN.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-982\" class=\"size-medium wp-image-982\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE_BERLIN_KLEIN-300x212.jpg\" alt=\"KARTE_BERLIN_KLEIN\" width=\"300\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE_BERLIN_KLEIN-300x212.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE_BERLIN_KLEIN-600x425.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE_BERLIN_KLEIN.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-982\" class=\"wp-caption-text\">Rekonstruktionskarte von Berlin<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie Stadt heutige Berlin ist wie man an dem mittelalterlichen Namen unschwer ablesen kann, eine Doppelstadt, welche durch das zusammenlegen der St\u00e4dte Berlin und C\u00f6lln entstand (Wozu sich sp\u00e4ter noch K\u00f6penick und Spandau gesellten). Aber schon bevor die beiden St\u00e4dte sich zusammen schlossen und sp\u00e4ter, 1709 zu einer Stadt, der Stadt Berlin wurden, agierten die St\u00e4dte des \u00f6fteren bei gemeinsamen Interesse zusammen. Sei es in Milit\u00e4rischer, Gesch\u00e4ftlicher, oder anderer weise. So brachte z.B. das Schulzenamt in Berlin auch Eink\u00fcnfte aus C\u00f6lln mit sich, so den Martinszins der C\u00f6llner B\u00e4cker, K\u00fcrschner und Schuhflicker<br \/>\nDer Verkehr zwischen den St\u00e4dten Berlin und C\u00f6lln fand \u00fcber den M\u00fchlendamm und die Lange Br\u00fccke statt.<br \/>\nBereits Ende des 13. Jahrhunderts muss Berlin Gesellschaftlich und Wirtschaftliche eine gro\u00dfe Rolle gespielt haben. Darauf deutet zumindest der Umstand hin das sich in ihr der gesamte Adel der Altmark, der Prignitz und der Mittelmark 1280 in Berlin zum ersten m\u00e4rkischen Landtag trafen.<br \/>\nIm Jahr 1391 erwirbt Berlin durch die Zahlung einer Abfindesumme das bis dato landesherrliche Stadtgericht.<br \/>\n<strong><span style=\"color: #be0000;\">D<\/span><\/strong>er Handel scheint in Berlin-C\u00f6lln floriert zu haben. Im Schuldbuch der Stadt Hamburg wurden unter anderem auch Handelsschulden festgehalten. Das funktionierte \u00e4hnlich wie einem Schuldschein. Wenn Gesch\u00e4fte auf Pump gemacht wurden gingen die beiden Gesch\u00e4ftspartner ins Rathaus und lie\u00dfen den Handel und die dadurch entstehenden Schulden ins Schuldbuch eintragen. Nach Begleichung der Schuld wurde die Passage gestrichen.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>J<\/strong><\/span>edenfalls l\u00e4sst sich dem Buch entnehmen das Berliner Gro\u00dfkaufleute zwischen 1288 und 1311 regen Handel mit Hamburg, den Niederlanden und Flandern betrieben. Aus Berlin wurden vor allem Roggen und Eichenholz geliefert.<br \/>\nDer Handel scheint f\u00fcr Berlin C\u00f6lln gut gelaufen zu sein und den B\u00fcrgern nach und nach Reichtum beschert zu haben. Darauf deuten Grabungen hin bei denen nachgewiesen wurde das bereits in der zweiten H\u00e4lfte 14. Jahrhunderts die meisten Fachwerkh\u00e4user durch Steinbauten ersetzt worden sind.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>A<\/strong><\/span>ber auch an der 1335 erlassenen Kleiderordnung, in welcher der Berliner Stadtrat die Prunk sucht der Berliner unterbinden wollte, kann man ablesen das es einigen Reichtum in der Stadt gegeben hat.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">W<\/span><\/strong><em>ir Ratsleute zu Berlin und C\u00f6lln, alte und neue bekennen offenbar mit diesem Brief das wir in gemeinem Rat \u00fcbereingekommen sind das wir k\u00fcnftig solche St\u00fccke und Dinge g\u00e4nzlich halten wollen die hiernach in dieser Urkunde geschrieben sind:<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>Z<\/strong><\/span><em>um ersten wollen wir das weder eine Ehefrau noch eine Jungfrau \u00c4rmelspangen oder Geschmeide tragen soll, die mehr als eine halbe Mark wiegen, und Perlen sollen sie nur tragen wenn sie nicht wenn sie nicht mehr als eine halbe Mark wert sind. Auch soll weder eine Ehefrau noch eine Jungfrau Gold durch wirkte T\u00fccher oder goldene Reifen tragen. Keine Jungfrau soll einen Kranz tragen der mehr als eine Mark kostet.<\/em><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">A<\/span><\/strong><em>u\u00dferdem wollen wir das weder Ehefrauen noch Jungfrauen Zobel oder Pelzbesatz an ihren Kleidern oder M\u00e4nteln tragen. Auch wollen wir das ein jeglicher, sei es Frau oder Mann, bei geschworenen Eiden, zu einer Hochzeit nicht mehr B\u00fcrger laden soll, als man zu 40 Sch\u00fcsseln setzt, und zehn Sch\u00fcsseln soll es f\u00fcr diejenigen geben die aufwarten, und drei Sch\u00fcsseln f\u00fcr die Spielleute. Es sollen auch nur sechs Spielleute genommen werden und nicht mehr, und f\u00fcnf Gerichte soll man zu den Hochzeiten geben und zwei Leute zu einer Sch\u00fcssel setzen und nicht mehr. Wir wollen auch, das wenn eine Jungfrau verheiratet wird oder eine Frau nochmals heiratet, das sie das was ihnen zu diesem Anlass gegeben wird, behalten d\u00fcrfen und es niemand zur\u00fcckgeben solen. Das g\u00f6nnen wir ihnen. Aber wenn die Mutter eines Kindes zur Kirche geht, so soll diese nicht mehr Frauen als zu drei Sch\u00fcsseln bitten, und niemand soll ihr etwas geben.<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>A<\/strong><\/span><em>u\u00dferdem wollen wir das niemand nach dem letzten Glockenschlag zechen oder Bier ausschenken soll. Wenn man jemanden dabei ertappt, dann soll man den Wirt mit den G\u00e4sten pf\u00e4nden. Nach dem letzten Glockenschlag soll auch niemand mehr auf der Stra\u00dfe tanzen, egal ob Frau oder Mann. Auch soll niemand um mehr als f\u00fcnf Schilling kegeln oder w\u00fcrfeln.<\/em><br \/>\n<em>Schlie\u00dflich wollen wir, falls jemand eine Ehefrau oder Jungfrau von au\u00dferhalb unserer Stadt nimmt und die Frau oder Jungfrau gro\u00dfes Geschmeide in unsere St\u00e4dte bringt, das diese das einen Monat lang tragen k\u00f6nnen, das sind vier Wochen und nicht mehr. Wer diese Statuten bricht, soll den Ratsleuten zehn Mark geben, und wer f\u00fcr jemanden F\u00fcrbitte einlegt, soll auch soviel geben.<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_987\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stadtschloss-Grabungen_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-987\" class=\"size-medium wp-image-987\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stadtschloss-Grabungen_01-300x199.jpg\" alt=\"Stadtschloss-Grabungen_01\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stadtschloss-Grabungen_01-300x199.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stadtschloss-Grabungen_01-600x400.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stadtschloss-Grabungen_01.jpg 899w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-987\" class=\"wp-caption-text\">Grabungen unter dem Berliner Stadtschloss<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>B<\/strong><\/span>ei dem Erlass solcher Regelungen k\u00f6nnen wir immer davon ausgehen das sie nicht erlassen wurden Ausnahmef\u00e4lle zu unterbinden. Sondern um Ausuferungen zu vermeiden die immer mehr um sich griffen und von einer Vielzahl betrieben werden.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie beiden Stadtkerne von Berlin und C\u00f6lln stellen jeweils das Zentrum der dortigen Siedlung und damit auch die \u00e4ltesten Stadtbereiche dar.<br \/>\nIn&nbsp; Berlin ist das der Bereich um die Nikolaikirche. In C\u00f6lln der um die Petrikirche. Wobei beide Stadtkerne wohl lange vor 1230 gebildet wurden.<br \/>\nBei Grabungen unter der Nikolai- als auch unter der ehemaligen Petrikirche stie\u00df man auf \u00e4ltere Siedlungsreste. Es zeigte sich das beide Kirchen auf alten Friedh\u00f6fen erbaut wurden, die \u00e4lter als die Kirchen sind. Somit kann man nicht unbedingt von dem Alter der Kirchen auf das Alter der Orte schlie\u00dfen, da die Friedh\u00f6fe schon eine geraume Zeit verwendet wurden ehe die Kirchen obenauf gebaut wurden.<\/p>\n<div id=\"attachment_989\" style=\"width: 173px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Totentanz1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-989\" class=\"size-medium wp-image-989\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Totentanz1-163x300.jpg\" alt=\"Totentanz1\" width=\"163\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Totentanz1-163x300.jpg 163w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Totentanz1.jpg 327w\" sizes=\"auto, (max-width: 163px) 100vw, 163px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-989\" class=\"wp-caption-text\">Figur aus dem Berliner Totentanz in der Berliner Marienkirche<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>E<\/strong><\/span>s wird davon ausgegangen das die Besiedlung Berlin-C\u00f6llns bereits am Anfang des 12. Jahrhunderts begann. Unl\u00e4ngst wurde f\u00fcr Berlin sogar eine Steinzeitliche Besiedlung nach gewiesen. Jedoch hat sie die Theorie das es sich bei Berlin und C\u00f6lln um ehemalige slawische Siedlungen handelt, als falsch erwiesen. Es haben sich bei Grabungen in beiden St\u00e4dten keinerlei Spuren slawischer Besiedlung nachweisen lassen.<br \/>\nEin weiterer Trugschluss ist die Ansicht das Berlin von Albrecht dem B\u00e4ren gegr\u00fcndet wurde. Daf\u00fcr gibt es keinen Hinweis, vielmehr ist man inzwischen der Meinung das die Askanier zwar F\u00f6rderer und Schutzherren der Doppelstadt Berlin C\u00f6lln waren. Aber nicht die Gr\u00fcnder der Doppelstadt. So ist auch Albrecht der B\u00e4r nicht Namensgeber von Berlin. Was oft mit der Hypothese vertreten wird, das aus B\u00e4rlein sp\u00e4ter Berlin wurde. Sondern wahrscheinlich kommt es von den zwei slawischen Worten \u201ebrl\u201c, f\u00fcr Sumpf, Morast oder feuchte Stelle und \u201ein\u201c als Bezeichnung f\u00fcr einen Platz oder eine Stelle. Woraus sich dann zun\u00e4chst der Name Birlin bildete, der sp\u00e4ter zu Berlin wurde.<br \/>\nDer Stadtname C\u00f6lln hingegen geht wahrscheinlich auf Siedler zur\u00fcck welche vom Rhein an die Spree siedelten.<br \/>\nGesprochen wurde in Berlin C\u00f6lln Mittelniederhochdeutsch, was dem Plattdeutschen ein wenig \u00e4hnelt. Erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde das&nbsp; Mittelniederhochdeutsch durch das Hochdeutsch verdr\u00e4ngt.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>B<\/strong><\/span>eide St\u00e4dte wurden von jeweils einem einem Rat regiert aus dem die B\u00fcrgermeister gew\u00e4hlt wurden. Zeitweilig wurden die St\u00e4dte auch von einem Gemeinsamen Rat regiert. Es wurde mehrere Versuche unternommen die beiden St\u00e4dte zu einer zu vereinen, die jedoch immer wieder scheiterten diese, woraufhin sich die R\u00e4te wieder trennten. Bis es dann irgendwann klappte.<br \/>\nDer gemeinsame Rat der St\u00e4dte Berlin und C\u00f6lln bestand aus 12 Berlinern und 6 C\u00f6llner Ratsmitgliedern. Wobei jeweils Berlin und C\u00f6lln einen B\u00fcrgermeister zu stellen hatten. Auch die Sch\u00f6ffen des Gerichts setzten sich aus Berlinern und C\u00f6llnern zusammen, vier Sch\u00f6ffen aus Berlin und drei aus C\u00f6lln. Die Innungen der Handwerker blieben weiterhin eigenst\u00e4ndig in den jeweiligen St\u00e4dten.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">D<\/span><\/strong>as gemeinsame Rathaus der St\u00e4dte stand bis zu seinem Abriss, der durch den Stadtschlossbau begr\u00fcndet war, auf der Langen Br\u00fccke. Dennoch wurden auch das alte Berliner und C\u00f6llner Rathaus weiterhin genutzt. Alle Gesch\u00e4fte welche nur die St\u00e4dte Berlin oder C\u00f6lln betrafen wurden nach wie vor weiterhin in den heimischen Rath\u00e4usern, von den jeweiligen R\u00e4ten abgewickelt. Nachdem das Rathaus auf der neuen Br\u00fccke abgerissen war, tagte man bei gemeinsamen Gesch\u00e4ften zwei Jahre im Berliner Rathaus und das Dritte Jahr im C\u00f6llner usw. Urspr\u00fcnglich wurden im Rat nur einflussreiche Patrizier aufgenommen, sp\u00e4ter, im laufe des 15. Jahrhundert auch Vertreter der Handwerksgilden.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>V<\/strong><\/span>ielfach herrscht das Vorurteil Berlin \u2013 C\u00f6lln, bzw. die Mark Brandenburg w\u00e4ren eine kulturelle Ein\u00f6de inmitten von S\u00fcmpfen gewesen. Dagegen spricht aber die \u00c4u\u00dferung Tannh\u00e4users, eines bekannten Dichters. Dieser pries Mitte des 13. Jahrhunderts die markgr\u00e4flichen Br\u00fcder Johann und Otto als M\u00e4zene der Kunst. Und Johanns Sohn Otto mit dem Pfeil, trat selbst als Dichter von Minneliedern hervor. Auch existieren einige sehr sch\u00f6n und kunstvoll gearbeitete Madonnen welche im 14. und 15. Jahrhundert in der Mark Brandenburg gefertigt wurden.<br \/>\nIn der Stadt wohnten aber nicht nur B\u00fcrger, sondern auch eine Anzahl von nicht B\u00fcrgern. Der Unterschied zwischen den beiden waren die Rechte die sie inne hatten. So hatte der B\u00fcrger gegen\u00fcber dem Nichtb\u00fcrger eine ganze Handvoll Vorteile.<\/p>\n<p><strong>Die B\u00fcrgerschaft<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_973\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Wanmalerei-00.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-973\" class=\"size-medium wp-image-973\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Wanmalerei-00-300x199.jpg\" alt=\"Dalm-Wanmalerei-00\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Wanmalerei-00-300x199.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Wanmalerei-00-600x400.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Wanmalerei-00.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-973\" class=\"wp-caption-text\">Wandmalerei in der Dalmer Dorfkirche<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>U<\/strong><\/span>m an allen Vorteilen des Stadtlebens teilhaben zu k\u00f6nnen, bedurfte es der B\u00fcrgerschaft. Diese konnte man erwerben wenn man nicht von unehrbarem Stand war. Zu den unehrbaren z\u00e4hlten Sch\u00e4fer, Gaukler, uneheliche Kinder, Huren, Totengr\u00e4ber, u\u00e4., oder andere zwingende Gr\u00fcnde der B\u00fcrgerschaft widersprachen. Weiterhin musste der Rat der entsprechenden Stadt einverstanden sein und zwei B\u00fcrgen f\u00fcr den guten Leumund des B\u00fcrgerschaftsanw\u00e4rters b\u00fcrgen. Denn von einem B\u00fcrger wurde erwartet das er seiner Stadt zur Ehre gereicht.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>E<\/strong><\/span>rf\u00fcllte man alle Voraussetzungen musste man auf dem Rathaus den B\u00fcrgereid schw\u00f6ren und das B\u00fcrgergeld von, 1370 zehn Schillingen bis hin zu im 15. Jahrhundert 2 \u00bd&nbsp; Gulden, bezahlen. Von einem B\u00fcrger wurde erwartet das er sich ein Grundst\u00fcck in der Stadt kaufte. Bis er dies tat genoss er noch nicht das volle B\u00fcrgerrecht und wurde als Anz\u00fcgler betrachtet.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>urch die B\u00fcrgerschaft erwarb man das Recht zum Erwerb von erblichen Grundst\u00fccken, das Recht eine T\u00e4tigkeit in einer Zunft auszu\u00fcben, das Recht die Gemeindeg\u00fcter zu nutzen und verschiedenste Verg\u00fcnstigungen was das verzollen von ein uns ausgef\u00fchrten G\u00fctern betrifft.<br \/>\nAber er erwarb auch Pflichten, wie z.B. die Pflicht Waffen zu besitzen die er auch f\u00fchren kann und die Stadt zu bewachen und zu verteidigen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie Struktur der Wehranlage und <span style=\"color: #eb0000;\"><a title=\"Artikel \u00fcber das Berliner Aufgebot\" href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/?p=520\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #eb0000;\">die Organisation des Aufgebotes f\u00fcr den Verteidigungsfall, k\u00f6nnt Ihr in diesem gesonderten Beitrag finden<\/span><\/a>.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_981\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE-BERLIN_COELLN_BEFESTIGUNG-KLEIN.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-981\" class=\"size-medium wp-image-981\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE-BERLIN_COELLN_BEFESTIGUNG-KLEIN-300x211.jpg\" alt=\"KARTE-BERLIN_COELLN_BEFESTIGUNG-KLEIN\" width=\"300\" height=\"211\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE-BERLIN_COELLN_BEFESTIGUNG-KLEIN-300x211.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE-BERLIN_COELLN_BEFESTIGUNG-KLEIN-600x422.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE-BERLIN_COELLN_BEFESTIGUNG-KLEIN.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-981\" class=\"wp-caption-text\">Die Wehranlage der St\u00e4dte Berlin und C\u00f6lln<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>A<\/strong><\/span>us Berlin ist uns leider kein B\u00fcrgereid erhalten geblieben. Aber im C\u00f6llner Stadtbuch ist der dortige verzeichnet. Wir k\u00f6nnen aber denke ich ruhig davon ausgehen das der Berlinische B\u00fcrgereid dem C\u00f6llnischen zu mindest im gro\u00dfen und ganzen entspricht.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span><em>y Borgermeistere vraghet: Bystu der Borgherschapp Begherende?<\/em><br \/>\n<em> So sprekt he: Ik bin.<\/em><br \/>\n<em> Denne seth dy Borgermeister: Hestu ennige zake up dy, dy sich thu hader unde krighe thin muchte dar af desse Stad mughe unde arbeyt krygen muchte, dy schaltu Irst von dy legghen, men nempt dy anders nicht thu eynen Borgher.<\/em><br \/>\n<em> Denne so spreckt he: Ik eu weyt nicht wen alle gut up desse tyt. Ick gelave unde swere mynen genedigen herren getruve unnd gewere tho syede, sinen schaden tho wenden und fromen tho werffen unnd in keyner sake weder syner gnade und dy herschap weszen alsze my goth helpe unnd dy hilgen. Ock wyl deme rade getrive unnd gewere syen wan my dy rath vorbodeth, by dach edder nacht&nbsp; wyl ik gerne tho deme rade komen unnd eyn gehorsam burger syen by myen trwen unnd eren.<\/em><\/p>\n<p>Worte der B\u00fcrgermeisters zur Gewinnung der B\u00fcrgerschaft<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span><em>y borgermeister tu Berlin scolen vororloven di burscap dengenen dy sy wynnen alsus:<\/em><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">I<\/span><\/strong><em>ch vororlove juwe von der radmannen wegen di borgerscap und die burscap, eyn horsam medeborger scole gi sin, water und weide scole gi geniten, tolfrie scole gi varen glik anderen unsen borgeren. Ok scole gi hebben rechte wicht, rechte mate eyen rechten schepel und eyn virt. Und alle dar gi met umme gan dat sal rechtverdich syn. Und hebbe gi vor wat up juwe, dat legget ave. Hirna wil wi juwe vorbedingen juwes rechten glich anderen unsen borgeren.<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>A<\/strong><\/span>ber es lebten auch Nichtb\u00fcrger in der Stadt. Sei es weil sie nur vor\u00fcbergehend in Berlin C\u00f6lln verweilten, weil sie sich das B\u00fcrgergeld nicht leisten konnten oder weil sie einem unehrbahrem Beruf angeh\u00f6rten. Genau genommen w\u00e4re die Stadt ohne diese Nichtb\u00fcrger mit ihren zum Teil unehrbaren Berufen gar nicht lebensf\u00e4hig gewesen. Denn auch wenn die Berufe unehrbar waren, ben\u00f6tigt wurde deren Erledigung unbedingt.<\/p>\n<p><strong>Der Stadtrat<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>B<\/strong><\/span>erlin und auch C\u00f6lln wurden von einem Stadtrat verwaltet. Im Laufe der Jahrhunderte \u00e4nderte sich die Rolle des Stadtrates und seine Befugnisse.<br \/>\nNach der Gr\u00fcndung der St\u00e4dte und der Einsetzung der Stadtr\u00e4te welche zun\u00e4chst von dem Kurf\u00fcrsten eingesetzt wurden, waren diese vom Landesherrn voll abh\u00e4ngig, hadelten auf dessen Anweisung und schuldeten im Abgaben.<br \/>\nNach und nach erwarben die St\u00e4dte aber immer mehr Rechte. Sei es durch Kauf dieser oder aber auch durch den h\u00e4ufigen Wechsel der F\u00fcrsten in der Mark Brandenburg bei denen diese oft bem\u00fcht waren sich die Gunst der St\u00e4dte zu erwerben und diesen vermehrte Rechte zugestanden.<\/p>\n<div id=\"attachment_966\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Bank-13.-Jarhundert_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-966\" class=\"size-medium wp-image-966\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Bank-13.-Jarhundert_01-300x225.jpg\" alt=\"Die Bank ist auf das 13. Jahrhundert datiert und stand in der Berliner Gerichtslaube. Heute steht sie im M\u00e4rkischen Museum\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Bank-13.-Jarhundert_01-300x225.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Bank-13.-Jarhundert_01-600x452.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Bank-13.-Jarhundert_01.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-966\" class=\"wp-caption-text\">Die Bank ist auf das 13. Jahrhundert datiert und stand in der Berliner Gerichtslaube. Heute steht sie im M\u00e4rkischen Museum<\/p><\/div>\n<p>Anf\u00e4nglich verf\u00fcgte jede Stadt \u00fcber einen eigenst\u00e4ndigen Rat der nur f\u00fcr seine Stadt zust\u00e4ndig war. Nach der ersten Vereinigung der St\u00e4dte 1307 wurde ein gemeinsamer Rat gew\u00e4hlt.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>er Berlinische Rat bestand aus zw\u00f6lf Ratsmannen von denen zwei zu \u00c4lterm\u00e4nnern (B\u00fcrgermeistern) gew\u00e4hlt wurden. Der C\u00f6llnische Rat bestand aus sechs Ratmannen von denen einer zum \u00c4ltermann gew\u00e4hlt wurde.<br \/>\nDas Amt der Lehnsherrn, der Bauherrn, der Polizeiherrn und der K\u00e4mmerer wurde unter den \u00fcbrigen Ratsmitgliedern verteilt.<br \/>\nF\u00fcr die gemeinsamen Gesch\u00e4fte des Rates wurde ein neues Rathaus auf der langen Br\u00fccke zwischen den St\u00e4dten gebaut. Diejenigen Gesch\u00e4fte welche nur Berlin betrafen wurden weiterhin vom Berlinischen Teil des Rates auf dem Berliner Rathaus behandelt, die Gesch\u00e4fte der C\u00f6llner auf dem C\u00f6llner Rathaus.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie Ratsmitglieder wurden jedes Jahr neu gew\u00e4hlt. Der alte Rat blieb jedoch noch ein Jahr im Amt um den neuen zu unterst\u00fctzen. Wodurch sich die Anzahl der Ratsmitglieder verdoppelte. Da sich der Rat zun\u00e4chst nur aus den reichen B\u00fcrgern der Stadt zusammensetzte und es von diesen nicht unz\u00e4hlig viele gab, bestand der Rat wahrscheinlich jedes Jahr den mehr oder weniger aus gleichen B\u00fcrgern.<br \/>\nDas ging so bis 1442. Das entspann sich ein gro\u00dfes Zerw\u00fcrfnis zwischen dem Rat von Berlin \u2013 C\u00f6lln und den B\u00fcrgern der St\u00e4dte. Zu dieser Zeit muss der Rat die St\u00e4dte recht eisern regiert haben und nur auf den eigen Vorteil, aber nicht auf den der B\u00fcrgerschaft bedacht gewesen sein. So das diese beim Kurf\u00fcrsten vorsprachen und um Hilfe gegen den Rat baten.<br \/>\nWelche er gew\u00e4hrte. Er erlie\u00df folgende Verordnung:<\/p>\n<p>1.) Das der Rat sich nicht mehr ausschlie\u00dflich aus Kaufleuten sondern auch aus der Gemeinde und den Verordneten der Viergewerke zusammensetzen solle.<br \/>\n2.) Das niemand zum Rat gew\u00e4hlt werden darf der mit einem schon vorhandenem Ratsmitglied verwandt ist.<br \/>\n3.) Das die gew\u00e4hlten Ratsmitglieder nicht eher in den Ratsstuhl gehen d\u00fcrfen, bevor sie vom Kurf\u00fcrsten best\u00e4tigt sind. Und das dieser die Wahlen verwerfen und Neuwahlen verlangen darf.<br \/>\n4.) Das der alte Rat bei der j\u00e4hrlichen \u00dcbergabe des Amtes, dem neuen Rat und der B\u00fcrgerschaft redliche Rechenschaft \u00fcber die Verwaltung der Stadt im letztem Jahr zu geben hat.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>er Ratswechsel geschah jedes Jahr um die selbe Zeit und wurde durch das dreimalige L\u00e4uten der Ratsglocke bekannt gegeben. Dann versammelten sich der Rat und die B\u00fcrgerschaft vor dem Rathaus. Dort gab der scheidende Rat Rechenschaft \u00fcber die Verwaltung des letzten Jahres und der neue Rat wurde vereidigt.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>W<\/strong><\/span>obei nicht zwingend der gesamte Rat ausgetauscht wurde. Es war wohl eher so das stets nur einige Ratsmitglieder ersetzt wurden. Eine Verweigerung der Wahl zum Ratsmitglied war nicht m\u00f6glich. Der Kurf\u00fcrst drohte bei der Verweigerung der Ernennung in den Rat mit der Einziehung aller G\u00fcter des Verweigerers.<\/p>\n<p><strong>Berlin<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_985\" style=\"width: 248px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Scharren00.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-985\" class=\"size-medium wp-image-985\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Scharren00-238x300.jpg\" alt=\"Ein st\u00e4dtischer Fleischscharren aus einer Handschrift\" width=\"238\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Scharren00-238x300.jpg 238w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Scharren00.jpg 451w\" sizes=\"auto, (max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-985\" class=\"wp-caption-text\">Ein st\u00e4dtischer Fleischscharren aus einer Handschrift<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>B<\/strong><\/span>erlin, wird urkundlich das erste mal am 26. Januar 1244 erw\u00e4hnt und lag auf der \u00f6stlichen Seite der Spree. Inzwischen ist aber durch Arch\u00e4ologische Bodenfunde nachgewiesen das sowohl Berlin und C\u00f6lln wesentlich \u00e4lter sind als die ersten in Dokumenten ersichtlichen<\/p>\n<p>Erw\u00e4hnung dies vermuten lassen. Wahrscheinlich sind beide St\u00e4dte, sp\u00e4testens in der zweiten H\u00e4lfte des 12. Jahrhunderts entstanden. Die \u00e4lteste nachweisbare Stadtmauer Berlins bestand aus Feldstein. Nat\u00fcrlich wird die erste Stadtmauer aus Holzpallisaden bestanden haben. Bereits ab dem 13. Jahrhundert kam man beim Bau der Stadtmauer von der Verwendung von Feldstein ab und verwendete satt dessen Ziegel.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie meisten Informationen \u00fcber Berlin findet man im Berliner Stadtbuch und in den Schriften antiker Geschichtsschreiber. Wobei man diese mit Vorsicht genie\u00dfen muss. Denn sie sind nicht immer frei von Propaganda. So sagt man z.B. Engelbert von Wusterwitz nach das er eine leicht penetrante Abneigung gegen die Quitzos hatte und ihnen deshalb den Ruf der Raubritter andichtete. Die Quitzows waren aber keine Raubritter (die es ehe nicht gab). Vielmehr hatten sie wohl durchaus berechtigte Gr\u00fcnde sich dem Markgrafen zu widersetzen. Und das Fehedewesen war ein legales Mittel der damaligen Zeit gewesen sich Reich zu r\u00e4ubern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Berliner Stadtbuch<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie Aufzeichnungen des Berliner Stadtbuchs beginnen am Ende des 13. Jahrhunderts und enden am Ende&nbsp; des 15. Jahrhunderts. Im folgenden werde ich versuchen einige Passagen daraus zu \u00fcbersetzen, wobei ich den m\u00e4rkischen Dialekt recht schwierig finde. Leider sind auch nicht wirklich alle Worte erkl\u00e4rbar, zum Gl\u00fcck aber die meisten schon. Die Worte welche nicht rekonstruiert werden k\u00f6nnen werde ich einfach<\/p>\n<div id=\"attachment_967\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berliner-Stadtbuch_00.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-967\" class=\"size-medium wp-image-967\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berliner-Stadtbuch_00-300x199.jpg\" alt=\"Eine Seite aus dem Berliner Stadtbuch (Faksimile)\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berliner-Stadtbuch_00-300x199.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berliner-Stadtbuch_00-600x400.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berliner-Stadtbuch_00.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-967\" class=\"wp-caption-text\">Eine Seite aus dem Berliner Stadtbuch (Faksimile)<\/p><\/div>\n<p>unver\u00e4ndert \u00fcbernehmen. Aber auf jeden Fall ist das Berliner Stadtbuch, ebenso wie das C\u00f6llner Stadtbuch eine wahre Fundgrube an Informationen. Die beiden St\u00e4dte waren anscheinend von Anfang an (soweit man Informationen dazu findet) stark organisatorisch mit einander verwoben. So findet man Spenden aus Berlin f\u00fcr Alt\u00e4re in C\u00f6lln, einige Gewerke aus C\u00f6lln sind in Gilden aus Berlin organisiert,&nbsp; beiden zahlen gemeinsam Abgaben und beide hatten gemeinsame Einnahmen aus den gleichen D\u00f6rfern oder \u00e4hnlichem. Und dennoch war die Vereinigung der beiden St\u00e4dte zu einer anscheinend nicht ganz einfach, da sie erst im dritten Anlauf klappte. Die beiden male zuvor trennten sich die beiden St\u00e4dte nach der Vereinigung auf eigenen Wunsch wieder voneinander.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>W<\/strong><\/span>as wir in den Stadtb\u00fcchern finden sind vor allem Verwaltungstechnische Angaben. So erfahren wir was f\u00fcr Angestellte die St\u00e4dte hatten, was ihre Aufgaben waren, welchen Eid sie zur Amtserhebung sprechen mussten und was sie verdienen. Wie finden das Recht welches in Berlin und somit auch in C\u00f6lln gesprochen wurde, wir erfahren was die einzelnen Gewerke an Abgaben zu leisten haben und somit auch gleich was f\u00fcr Gewerke es in den St\u00e4dten gab, wir finden Grundst\u00fccksteuern und finden, da die Lage dieser Grundst\u00fccke beschrieben wird, auch gleich einige der damaligen Stra\u00dfennahmen. Wobei aber auch viele Orte mit der N\u00e4he zu anderen Geb\u00e4uden wie&nbsp; einem Stadttor, einer Kirche, oder \u00e4hnlichem beschrieben sind. Welche Einnahmen und Ausgaben die St\u00e4dte hatten, welche Privilegien, wie sie die eigene Gerichtsbarkeit und M\u00fcnze erhielten und anderes in dieser Richtung.<\/p>\n<p><strong>Die Einnahmen der Stadt Berlin<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>a eine jede Stadt Ausgaben hat, muss sie nat\u00fcrlich auch Einnahmen haben um diese zu bestreiten.<br \/>\nDer Rat von Berlin erhob verschiedene Abgaben um die Ausgaben der Stadt zu bestreiten. Viele der erhobenen Z\u00f6lle gingen urspr\u00fcnglich an den Landesherrn. Nach und nach erwarb die Stadt Berlin jedoch die Rechte an den Z\u00f6llen, sei es durch Pacht, Kauf oder andere Vorgehensweisen. Bei den Z\u00f6llen gab es Abstufungen um die Interessen der Stadt und ihrer B\u00fcrger zu f\u00f6rdern. So waren B\u00fcrger von Berlin teilweise von Abgaben befreit oder beg\u00fcnstigt. Und manche Ware die in der Stadt verblieb war von Abgaben befreit. Folgende Abgaben wurden erhoben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_969\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Marienkirche_26.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-969\" class=\"size-medium wp-image-969\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Marienkirche_26-300x225.jpg\" alt=\"Die Berliner Marienkirche\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Marienkirche_26-300x225.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Marienkirche_26-600x450.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Marienkirche_26.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-969\" class=\"wp-caption-text\">Die Berliner Marienkirche<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>er Herrenzoll (herentol) &#8211; Der Herrenzoll wurde auf durchgef\u00fchrte Handelsg\u00fcter erhoben. Je nach Menge, Stand des H\u00e4ndlers, B\u00fcrger oder Nichtb\u00fcrger und anderer Kriterien wurde die H\u00f6he des Zolls festgelegt. Wobei noch mal zwischen Einfuhr, Ausfuhr und Verkaufsz\u00f6llen unterschieden wurde.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie Niederlage &#8211; Berlin hatte das Niederlagerecht. Das hei\u00dft das H\u00e4ndler die ihre Waren \u00fcber Berlin transportierten entweder ihre Waren zun\u00e4chst auf den Berliner M\u00e4rkten anbieten mussten bevor sie damit weiter reisen durften, oder wenn sie das vermeiden wollten, eine ziemlich hohe Summe zahlen mussten. Die Niederlage wird schon 1298 im Urkundenbuch als altes Recht von Berlin erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>M<\/strong><\/span>artinszins (Mertens tyns) &#8211; Der Martinszins wurde nur auf Artikel des t\u00e4glichen Bedarfs wie Tuche, T\u00f6pferwaren, Tr\u00f6del. Stroh, Kohl, Erbsen N\u00fcsse, Knoblauch usw. erhoben.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>as St\u00e4ttegeld&nbsp; (stedegeld) &#8211; Das St\u00e4ttegeld war eine Abgabe die von den H\u00e4ndlern genommen wurde. Welche ihre Waren auf den M\u00e4rkten der Stadt, wie den Wochen, Holz- und Jahrm\u00e4rkten ver\u00e4u\u00dferten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>H<\/strong><\/span>\u00e4user und Budenzins () &#8211; Wie der Name schon sagt wurde diese Abgabe auf Geb\u00e4ude erhoben. Wobei eine Bude und ein Haus eigentlich fast das selbe sind. Sie unterscheiden sich lediglich darin das H\u00e4user meist im Besitz eines B\u00fcrgers sind und das Haus im Gegensatz zu einer Bude \u00fcber einen Garten und das Braurecht verf\u00fcgt.<br \/>\nDie Buden waren im Besitz der Stadt und wurden z.B. an Nichtb\u00fcrger vermietet. Hier finde ich sehr interessant das die in Berlin stehenden Geb\u00e4ude namentlich genannt werden. Teilweise wird sogar der Ort beschrieben wo sie in der Stadt gestanden haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_994\" style=\"width: 221px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Konstanzer_Richental_Chronik_Die_Papstw\u00e4hler_betreten_das_Kaufhaus_92v.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-994\" class=\"size-medium wp-image-994\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Konstanzer_Richental_Chronik_Die_Papstw\u00e4hler_betreten_das_Kaufhaus_92v-211x300.jpg\" alt=\"St\u00e4dtisches Kaufhaus aus den Chroniken des Konstanzer Konzils\" width=\"211\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Konstanzer_Richental_Chronik_Die_Papstw\u00e4hler_betreten_das_Kaufhaus_92v-211x300.jpg 211w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Konstanzer_Richental_Chronik_Die_Papstw\u00e4hler_betreten_das_Kaufhaus_92v.jpg 422w\" sizes=\"auto, (max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-994\" class=\"wp-caption-text\">St\u00e4dtisches Kaufhaus aus den Chroniken des Konstanzer Konzils<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>H<\/strong><\/span>uven-, cavelen-, garden- und wesentyns &#8211; Berlin hatte auch Einnahmen aus Grundst\u00fccken, D\u00f6rfern , Feldern und Wiesen. Namentlich vor Berlin, C\u00f6lln (Kolen), Wedding, Stralow, Neuenhofen (Nyenhove), Reinikendorf (Reynkendorp), Lichtenberg und Wiesental (Wesendal). Vor dem Stralauer Tor (Vor dat Stralosche dor), Im Buchshagen (Jn deme Buchshagen), Vor dem Oderberger Tor (Vor dat Oderbergesche dor),Vor dem Spandauer Tor (Vor dat Spandowesche dor), Auf dem Werder (Up den Werder), Vor der Spandauer Heide (Vor die&nbsp; Spandowesche heide), Auf dem Wolfsberg? (Up den Wulvesberg). Die Felder wurden entweder von Bauer bewirtschaftet die bei der Stadt angestellt waren oder sie wurden verpachtet.<br \/>\nAuf den Wiesen wurde das Stadteigene Vieh, das der B\u00fcrgergemeinschaft geh\u00f6rte geweidet.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>A<\/strong><\/span>ber auch D\u00f6rfer, oder wenigstens Teile davon geh\u00f6rten Berlin, C\u00f6lln und manche auch beiden gemeinsam. So bezogen die St\u00e4dte Abgaben aus Wiesental (Wesendal), Lichtenberg, Stralow, Neuenhofen (Nienhove), Reinikendorf (Reynkendorp) und dem Wedding (Weddinge).<br \/>\nDie Abgaben bekamen die St\u00e4dte in Form von Roggen, Geldzahlungen, H\u00fchner, Pfeffer, Gerste und Hafer. Stralow zahlte auch eine regelm\u00e4\u00dfige Summe f\u00fcr einen Altar zu C\u00f6lln.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>E<\/strong><\/span>in sehr interessanter Nebeneffekt der Aufz\u00e4hlung der verschiedenen Steuern im Berliner Stadtbuch ist das auch einige der zu versteuernden Waren mit aufgez\u00e4hlt werden. Daher wissen wir das zumindest folgende Waren in Berlin umgesetzt wurden.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>H<\/strong><\/span>eringe (heringes), B\u00fccklinge (bukkinge), andere gro\u00dfe Fische (ander droge wissche),Kochfisch (koker visches), Stockfisch (stokvisches),Krapfenartiges Geb\u00e4ck (kropelinge), Baumoel oder anderes Oel (bomoels oder ander oel), (manes), Gr\u00fctze grutte, Hirse (herse), Erweten (erweten), Linsen (lynsen), (wicken), Hanf (henpes), (edervissche), K\u00e4se (kese), Nordischer K\u00e4se (norenscher kese), Butter (boter), Wein (wyn), Bier (byr), Eier (eyger), H\u00fchner (hunre), Enten (enden), Kohl (kol), Kraut (krut), (warpe), Wolle (wullen), Fell (vellen), Kahn (kan), Konfekt (confett), Erde (erde), Kalkstein (kalksteyn), Mauerstein (mursteyn), Dachstein (daksteyn), Unterdachstein (underdagsteyn), \u00dcberstein (oversteyn),&nbsp; Kalk&nbsp; (kalk), Unterstein (understeyn), Leinen Kleider (lynen kleder), Stroh (stro), (kyenkannedelen), (netten), Holzwerk (holtwerk), Eisenwerk (yserwerk), Schwerter (swerde), Harnisch (harnitz), Waffen (wapen), (veile), Obst (ovet), Honig (honnich), Zwiebeln? (sybollen), Knoblauch (knovelloch), Brote (brode), Salz (solte), (konfekt), Pfeffer (peper), Ingwer (engever), Safran (soffran), Lorbeeren (lorberen), (vigenkorf), Reis (riez), (parchan), (twelg), (ceterlisg), (gogeler), gewaschene Wolle (gewaschen vulle), (meydeborges), Schaf (schep), (getungede) (moyse), (meyse), (hope), (Rundershude), (deker), Haut (hud), (tymmer), Otterfell (Otterbalg), (hershud), Wolfshaut (Wulveshud), B\u00e4renfell (Bevervel), (voshud), Hermelin (tymmer hermelen), Buntwerk (bundwerk), (smaschin), Kuhhaut (kuhude), Pferdehaut (pferdeshute), R\u00fcckenleder (ruggenleder), Gro\u00dfes Eisen (grot ysers), (bogelyser), (dulysers), Hufeisen (hufysers), Blankwaffen (blekwapen), Blei (blies), Zinn? (tennes), Messing (myssinges), Eisen (ysers), (sekelen), Eisendraht (yserdrat), Schwert (swerd), Harnisch (pantzer), Eisenhut (ysenhud), Helm (helm), Ganzer Harnisch (gantz harnisg bleibt der Harnisch im Lande kostet es keinen Zoll), Spie\u00dfe (spise), Glocke (klocke), Wagen (wagen), R\u00e4der (rade), Gebundenes Heu (gebundes houwes), Grappe (Grope), Honig (honges), Stein (steyn), (smer), Talg (talges), Garn (garnes), Flachs (vlas), Hanf (henp), \u00c4pfel (appele), Flocken (vlocken), (hoppen), Blei (blies), K\u00fcmmel (komel), (engevers, (parchems), (stales), Rohwolle (ryvols), (salsmer), Gew\u00e4nder (gewandes), Beschlagene Gew\u00e4nder (gewandes beslagen), Mollenstein (molenstein), Schleifstein (slipstein), Glas (glase), Keule (kruse, Eisen(p)feile (yser veile), Malz (malt)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>A<\/strong><\/span>nscheinend wurde wie aus dem folgenden zu ersehen ist auch mit gebrauchter Kleidung gehandelt. (Burrad), Gebrauchte Kleidung (olde kleder), Mantel (mantel), (rok), Pelze (peltze), (old fuder), (olde jope), Kinderkleidung (kyndes rok), Bruche (bruke), Hemden (hemden), (kussen), Alte Kittel (old ketel), (becken), (old zadel), Leinentuch (lynwandes).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_995\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Nikolaiviertel_Berlin_1880.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-995\" class=\"size-medium wp-image-995\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Nikolaiviertel_Berlin_1880-300x236.jpg\" alt=\"Berliner Nikolaiviertel 1880\" width=\"300\" height=\"236\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Nikolaiviertel_Berlin_1880-300x236.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Nikolaiviertel_Berlin_1880-600x473.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Nikolaiviertel_Berlin_1880.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-995\" class=\"wp-caption-text\">Berliner Nikolaiviertel 1880<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>er Verkauf der Handelswaren fand verschiedener Orts statt. Viele der Waren wurden auf den Berliner Wochen- und Jahrm\u00e4rkten ( 1. Mai und 14. September) und C\u00f6llner Wochen- und Jahrm\u00e4rkten (1. Mai und 10. &#8211; 11. November) feil geboten. Einige der Berliner Handwerker verkauften ihre Waren z.B. auch aus dem Haus heraus, sozusagen aus ihrer Ladenwohnung. Andere Waren durften nur in den Kaufh\u00e4usern oder anderen st\u00e4dtischen Einrichtungen verkauft werden. Fleisch musste auf den Fleisch scharren , Schuhe an den Schuhb\u00e4nken (das Schuhhaus lag in C\u00f6lln zwischen der Petrikirche und dem C\u00f6llner Rathaus) , Tuche in der Kaufkammer und Brot auf den Brotb\u00e4nken der Stadt verkauft werden. In diesen Kaufh\u00e4usern konnten, oder besser mussten sich bestimmte Gewerke Kammern mieten (z.B. die Schuster und Gewandtschneider)&nbsp; um von dort heraus ihr Waren zu verkaufen. Die Kaufh\u00e4user waren in verschiedene Kammern unterteilt in welche sich Kaufleute ein mieten konnten\/mussten. Da der Handel mit bestimmten Waren nur in den Kaufh\u00e4usern gestattet war, hatten die sich dort eingemieteten H\u00e4ndler sozusagen ein Monopol auf die von ihnen feil gebotene Ware.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>E<\/strong><\/span>s ist nicht ganz klar ob es in Berlin nur ein Kaufhaus gab, oder mehrere davon. Aber durch die in letzter Zeit gemachten Grabungen konnte belegt werden das sich das Kaufhaus f\u00fcr die Tuche im Berliner Rathaus befand. Im freigelegten Keller des Berliner Rathauses fanden sich gr\u00f6\u00dfere Mengen an Stecknadeln auf dem Fu\u00dfboden so wie Faserreste von Stoffen.<\/p>\n<div id=\"attachment_993\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin_Stadtmauer_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-993\" class=\"size-medium wp-image-993\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin_Stadtmauer_01-300x225.jpg\" alt=\"Berlin_Stadtmauer_01\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin_Stadtmauer_01-300x225.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin_Stadtmauer_01-600x450.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin_Stadtmauer_01.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-993\" class=\"wp-caption-text\">Reste der Berliner Stadtmauer<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>\u00dc<\/strong><\/span>berhaupt war das Berliner Rathaus nicht nur ein Geb\u00e4ude f\u00fcr Verwaltungst\u00e4tigkeiten. Es beherbergte wie gesagt ein Kaufhaus. Dar\u00fcber hinaus befand sich in ihm aber auch der st\u00e4dtische Weinkeller in dem Weine wie Malvaster, Rival, Muskateller, Rheinwein, Frankenwein, Erfurter, Subener, J\u00fcterborkger, Erossener, Frankfurter, F\u00fcrstenberger, Kottbusser ausgeschenkt wurden. Es wurde Bier in ihm gebraut, es enthielt zumindest anf\u00e4nglich die R\u00fcstkammer, welche sp\u00e4ter ins Zeighaus ausgelagert wurde. Es verf\u00fcgte \u00fcber einen Tanzsaal f\u00fcr Feste. Nicht zu vergessen nat\u00fcrlich R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr den Stadtrat.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>as Rathaus hatte eine Grundfl\u00e4che von 39 mal 17 Metern. Verf\u00fcgte \u00fcber einen Keller, in dem sich das Lager befand und Bier gebraut wurde, ein Erdgeschoss in dem sich die Schankstube und die Verkaufsr\u00e4ume befanden und ein Obergeschoss in dem der Rat sa\u00df und sich der Tanzsaal befand.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>G<\/strong><\/span>leich an das Rathaus war die Gerichtslaube gebaut, in der wie der Name vermuten l\u00e4sst Gericht gehalten wurde. Direkt vor der Gerichtslaube befand sich ein Pranger. Die Hinrichtungen wurden an verschiedenen Orten ausgef\u00fchrt. Ehrenhafte Hinrichtungen wie das K\u00f6pfen wurden gleich vor der Gerichtslaube ausgef\u00fchrt. Verbrennungen wurden vor der Marienkirche vorgenommen. Auf dem Rabenstein am Strau\u00dfberger Platz wurde ger\u00e4dert, geh\u00e4ngt und lebendig begraben und in der Spree wurde ertr\u00e4nkt.<\/p>\n<div id=\"attachment_996\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Kaak_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-996\" class=\"size-medium wp-image-996\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Kaak_01-200x300.jpg\" alt=\"Kaak_01\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Kaak_01-200x300.jpg 200w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Kaak_01.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-996\" class=\"wp-caption-text\">Dieser Kaak befand sich an der Au\u00dfenseite der Berliner Gerichtslaube<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>S<\/strong><\/span>eit dem 15. Jahrhundert verf\u00fcgte das Rathaus auch \u00fcber einen Glockenturm. Wenn die Landesherrn in der Stadt weilten wohnten sie bis zum Bau des Berliner Stadtschlosses in C\u00f6lln im Hohen Haus in Berlin.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>A<\/strong><\/span>u\u00dfer dem Rathaus und den Wohnh\u00e4usern der B\u00fcrger und Nichtb\u00fcrger, verf\u00fcgte die Stadt nat\u00fcrlich noch \u00fcber weitere Geb\u00e4ude. Aus Urkunden wie dem Stadtbuch und von marginalen Resten die man in der Stadt noch findet, wissen wir das es zumindest folgende Geb\u00e4ude gegeben hat:<br \/>\nEinen St\u00e4dtischen Stall, ein Judenviertel, in der Stadtmauer befanden sich auch T\u00fcrme. Diese wurden aber nicht nur zur Verteidigung genutzt, sondern dienten auch als Wohnung f\u00fcr die W\u00e4chter und als Gef\u00e4ngnis. Weiterhin verf\u00fcgte Berlin \u00fcber eine Badestube, eine Apotheke (In den mittelalterlichen Apotheken gab es jedoch keine Medikamente, sondern Dinge wie Zucker, Farbpigmente f\u00fcr Maler, Konfekt und Gew\u00fcrze), eine Ziegelei, Kalkscheune, eine \u00f6ffentliche Waage, eine Wagenbude und eine Scheune. Mehrere Kirchenm\u00e4nner hatten H\u00e4user in Berlin und die Stadt besa\u00df auch ein Hurenhaus. Ein Franziskanerkloster befand sich in der Stadt und es gab zwei Hospit\u00e4ler. Das Heilig Geist Hospital und einen Kalandshof. Nicht zu vergessen die Kirchen. Die Nikolaikirche, die Heilig Geist Kapelle und die Marienkirche. In der Marienkirche kann man heute noch den im 15. Jahrhundert entstandenen Berliner Totentanz bewundern.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>N<\/strong><\/span>och ein anderes Zeugnis aus dem Mittelalter l\u00e4sst sich vor der Marienkirche bewundern. Ein weises Steinernes Kreuz steht links vom Eingang der Marienkirche. Dabei handelt es sich um ein S\u00fchnekreuz. Weil die Rede eines Bernauer Probstes die Berliner B\u00fcrger arg erz\u00fcrnte erschlugen sie diesen. Woraufhin sie mit dem Kirchenbann belegt wurden, was zur Folge hatte das keine Messen mehr gelesen wurden, keine christlichen Begr\u00e4bnisse vorgenommen werden konnte, niemand heiraten konnte, usw. Um wieder in den Schoss der Mutter Kirche aufgenommen zu werden mussten die Berliner unter anderem dieses Kreuz aufstellen. Urspr\u00fcnglich stand es auf dem neuen Markt.<br \/>\nNach den sakralen Bauten in Berlin waren auch die vier Stadtviertel benannt. Das Nikolaiviertel, das Marienviertel, das Heilig Geist Viertel und das Klosterviertel. Die einzelnen Handwerkszweige wohnten auch gruppiert in den verschiedenen Vierteln, in einzelnen Gassen konzentriert. So hie\u00df die Probstgasse vorher Kannengie\u00dfergasse, dort werden wohl die Kannengie\u00dfer gewohnt haben und in der Heidereitergasse hatte der Heidereiter seine Wohnst\u00e4tte.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie Wasserversorgung der Berliner wurde mittels mehrerer \u00f6ffentlicher Brunnen gew\u00e4hrleistet. Und was w\u00e4re eine Stadt die vom Handel lebt ohne Markt. Berlin hatte drei davon. Einen Holzmarkt, den neuen Markt an der Marienkirche und den Alten-, oder Molkemarkt an der Nikolaikirche.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>A<\/strong><\/span>uf dem neuen Markt befand sich auch die Stechbahn. Auf der die Turniere abgehalten wurden. Zumindest bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts, bzw. bis zur Fertigstellung des Berliner Stadtschlosses das in C\u00f6lln erbaut wurde. Seit dessen Fertigstellung fanden die Turniere vor dem Schloss statt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>a im Zuge der Verwaltung einer Stadt eine Menge Aufgaben zu bew\u00e4ltigen sind, hatte die Stadt auch angestellte. Welche im Stadtbuch nebst ihrer Verg\u00fctung aufgef\u00fchrt werden. Die Bezahlung der Dienste geschah auch in Form von Geld, aber nicht nur. Sie bekamen teilweise auch Sachleistungen f\u00fcr ihre Dienste.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>Z<\/strong><\/span>ur Amtseinf\u00fchrung mussten die Stadtangestellten einen Eid sprechen in dem sie schw\u00f6ren mussten ihre Aufgabe treu und gerecht zu erledigen und der Stadt stets die Treue zu halten. Wobei ein jeder Beruf seine eigene Eidesformel besa\u00df.<br \/>\nGenannt werden im Stadtbuch folgende Angestellte: Kohlentr\u00e4ger, Scharfrichter, Totengr\u00e4ber. Heidereiter, Wachsetzer, Wagenknecht, Unterwagenfahrer (underwagendryver), Marktknecht, Torw\u00e4rter vor dem Oderbergischen Tor, Torw\u00e4chter vor dem Stralowschen Tor, Torw\u00e4rter vor dem Spandauer Tor, Stadtschreiber, Guldenmeister und Knechte.<\/p>\n<p><strong>C\u00f6lln<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_983\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE_COELLN_KLEIN.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-983\" class=\"size-medium wp-image-983\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE_COELLN_KLEIN-300x223.jpg\" alt=\"KARTE_COELLN_KLEIN\" width=\"300\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE_COELLN_KLEIN-300x223.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE_COELLN_KLEIN-600x448.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE_COELLN_KLEIN.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-983\" class=\"wp-caption-text\">Rekonstruktionskarte von C\u00f6lln<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>C<\/strong><\/span>\u00f6lln ist der andere Teil der Doppelstadt Berlin-C\u00f6lln. Es lag auf einer Spreeinsel unterhalb von Berlin. Nicht ganz sicher ist ob es sich bei der Insel um eine nat\u00fcrlich entstandene Insel handelt, oder ob sie k\u00fcnstlich erschaffen wurde indem von der Spree ein Nebenarm gegraben wurde. Eine urkundliche Erw\u00e4hnung von C\u00f6lln findet sich das erste mal 1237. <span style=\"color: #be0000;\"><strong>J<\/strong><\/span>edoch wurde auch f\u00fcr C\u00f6lln durch Grabungen nachgewiesen, das der Ort sp\u00e4testens seit der zweiten H\u00e4lfte des 12. Jahrhunderts besiedelt war.<br \/>\nC\u00f6lln war etwas kleiner als Berlin und hatte dadurch, sowohl nach au\u00dfen als auch bei gemeinsamen Projekten mit Berlin immer den etwas kleineren Anteil.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>eshalb wurde zwischen Berlin und C\u00f6lln stets alles im Verh\u00e4ltnis zwei zu eins geteilt. Sei es bei der Anzahl der gemeinsamen Ratsmannen oder in finanziellen Angelegenheiten.<br \/>\nAnsonsten war C\u00f6lln, ebenso wie Berlin eine autarke Stadt. Das C\u00f6llner Rathaus verf\u00fcgte ebenso wie das Berliner \u00fcber eine angebaute Gerichtslaube in der Gericht gehalten wurde. <span style=\"color: #be0000;\"><strong>U<\/strong><\/span>nd auch vor der C\u00f6llner Gerichtslaube wurden Hinrichtungen vorgenommen. 1442 war sogar ein Fechtlehrer Mitglied im C\u00f6llner Rat. Jakob Ottens &#8211; Fechtlehrer und Ratmann, leider der einzige Fechtmeister auf Berliner \/ C\u00f6llner Boden von dem ich bisher gelesen habe.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>E<\/strong><\/span>benso wie das Berliner Rathaus, wurde auch das C\u00f6llner Rathaus als Mehrzweckgeb\u00e4ude genutzt. Es beherbergte die Stadtwaage, die C\u00f6llnische R\u00fcstkammer, den Bernauer Bierkeller (das Bernauer Bier war sehr beliebt), ein Kaufhaus und nat\u00fcrlich tagte hier auch der Rat.<br \/>\nSowohl das Rathaus als auch die Petrikirche standen auf dem Petriplatz welcher den Mittelpunkt C\u00f6llns darstellte.<br \/>\nGleich hinter der Petrikirche befand sich die Lateinschule. Bei ihr handelt es sich um die \u00e4lteste Schule in Berlin C\u00f6lln, die wahrscheinlich schon im 14. Jahrhundert existierte.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>W<\/strong><\/span>eiterhin verf\u00fcgte C\u00f6lln \u00fcber zwei Badestuben und eine Gark\u00fcche, eine Kalkscheune, ein Dominikanerkloster, einen Fleischscharren und ein Schuhkaufhaus, in dem auch die Berliner<\/p>\n<div id=\"attachment_1004\" style=\"width: 215px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Coelln_Petrikirche_00.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1004\" class=\"size-medium wp-image-1004\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Coelln_Petrikirche_00-205x300.jpg\" alt=\"Die C\u00f6llner Petrikirche\" width=\"205\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Coelln_Petrikirche_00-205x300.jpg 205w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Coelln_Petrikirche_00.jpg 513w\" sizes=\"auto, (max-width: 205px) 100vw, 205px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1004\" class=\"wp-caption-text\">Die C\u00f6llner Petrikirche<\/p><\/div>\n<p>Schuhmacher ihre Schuhe verkaufen mussten. Das Schuhkaufhaus stand zwischen der Petrikirche und dem C\u00f6llner Rathaus. Verkauft wurde im Schuhhaus nur einmal die Woche, immer Freitags.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>M<\/strong><\/span>itte des 15. Jahrhunderts wurde in C\u00f6lln auch ein Kurf\u00fcrstliches Stadtschloss errichtet, von dem die C\u00f6llner, und auch die Berliner B\u00fcrger allem Anschein nach nicht so begeistert waren.<br \/>\nDie C\u00f6llner versuchten den Schlossbau Friedrich II. mit allen Mitteln zu verhindern, da sie das Schloss als Zwingburg inmitten ihrer Stadt betrachten.<br \/>\n<strong><span style=\"color: #be0000;\">W<\/span><\/strong>as vielleicht gar nicht von der Hand zu weisen war. Denn Friedrich II. bem\u00fchte sich redlich die Autonomie der St\u00e4dte wieder abzuschaffen. Er l\u00f6ste den Zusammenschluss der beiden St\u00e4dte auf, verbot den St\u00e4dten an Hansetagen teil zu nehmen (Berlin und C\u00f6lln waren bis dahin Mitglied in der Hanse) und B\u00fcndnisse miteinander einzugehen. 1448 brach wegen der Beschneidung der st\u00e4dtischen Rechte und Privilegien auch ein Aufstand aus. In dem die C\u00f6llner und Berliner gemeinsam das Hohe Haus, die kurf\u00fcrstliche Residenz in Berlin st\u00fcrmten und dort haufenweise Urkunden vernichteten. Anschlie\u00dfend zerst\u00f6rten sie den Staudamm der f\u00fcr die Durchf\u00fchrung des Schlossbaus errichtet wurde und setzten so den Bauplatz unter Wasser. Aber es half nichts, das Schloss wurde gebaut und die C\u00f6llner und Berliner verloren einen Gro\u00dfteil ihrer Autonomie.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>A<\/strong><\/span>uch C\u00f6lln hatte zur Verrichtung der st\u00e4dtischen Aufgaben Stadtdiener angestellt. Den Stadtdienern wurden von der Stadt Wohnungen in den Torh\u00e4usern und den sich in der C\u00f6llner Stadtmauer befindlichen Wikh\u00e4usern zugewiesen. Einige der Stadtdiener hatten auch mehr als eine Aufgabe zu erf\u00fcllen. So fungierten die Stadthirten teilweise auch als Nachtw\u00e4chter und der W\u00e4rter am K\u00f6peniker Tor war zugleich Arbeiter bei den Kalk\u00f6fen.<\/p>\n<p><strong>Mittelalterliche Bauten<\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">L<\/span><\/strong>eider sind in Berlin nicht all zu viele mittelalterliche Bauten erhalten geblieben. Viel wurde im zweiten Weltkrieg zerst\u00f6rt und ein gro\u00dfer Teil der Bauetn die den Krieg \u00fcberstanden hatten, sind im Zuge der segensreichen Modernisierung beseitigt worden.<\/p>\n<div id=\"attachment_1000\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Marienkirche_06.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1000\" class=\"size-medium wp-image-1000\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Marienkirche_06-225x300.jpg\" alt=\"Das Berliner S\u00fchnekreuz\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Marienkirche_06-225x300.jpg 225w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Marienkirche_06.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1000\" class=\"wp-caption-text\">Das Berliner S\u00fchnekreuz<\/p><\/div>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">E<\/span><\/strong>inige wenige Reste haben die Zeit jedoch zum Gl\u00fcck \u00fcberdauert. Von der alten Stadtmauer sind noch ein paar Fragmente erhalten. Durch den Abriss einiger H\u00e4usern, welche gegen die alte Stadtmauer gebaut worden waren, ist ein Teil der alten Stadtmauer wieder freigelegt worden. Dieser befindet sich gegen\u00fcber der Parochialstra\u00dfe in der Littenstra\u00dfe. Teilweise hat sich die aus Feld- und Backstein gefertigte Stadtmauer in ihrer urspr\u00fcnglichen H\u00f6he von bis zu sechs Metern erhalten.<br \/>\nAuch die Marienkirche ist noch in Teilen auf ihren urspr\u00fcnglichen Bau zur\u00fcck zu f\u00fchren. So geh\u00f6rt der Chor noch dem 13. Jahrhundert an.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>L<\/strong><\/span>inks vor dem Portal der Marienkirche steht seit dem Jahr 1726 ein Steinkreuz. Dieses S\u00fchnekreuz Kreuz stammt aus dem 14. Jahrhundert und soll der Ermordung des Probstes von Bernau, im Jahre 1325 durch Berliner und C\u00f6llner B\u00fcrger gemahnen.<br \/>\nEin Teil des Eingangsportal des Markgr\u00e4flichen Wohnsitzes zu Berlin, welcher noch aus dem \u00e4ltesten Bau von 1261 stammt,&nbsp; findet sich heute im M\u00e4rkischen Museum in Berlin.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie alte Berliner Gerichtslaube die urspr\u00fcnglich neben dem Rathaus stand, wurde im Schloss Potsdam Babelsberg wieder errichtet. Teile der Gerichtslaube stammen noch aus dem Originalbau, der Rest wurde beim Aufbau in Babelsberg rekonstruiert.<br \/>\n<strong><span style=\"color: #be0000;\">N<\/span><\/strong>icht zu vergessen die C\u00f6llner Nikolaikirche und die Berliner Heilig Geist Kapelle. Im Lauge der Zeit wurden die Geb\u00e4ude des \u00f6fteren Repariert, bzw. dem Geist der Zeit entsprechend umgebaut. Der Kern der Bauten geht jedoch noch auf das Mittelalter zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Copenic<\/strong> (K\u00f6penick)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>C<\/strong><\/span>openic liegt auf einer Insel, welche urspr\u00fcnglich aus zwei Inseln bestand. Die Burg befand sich auf s\u00fcdlichen der beiden Inseln und der Ort auf der n\u00f6rdlichen Insel.<br \/>\n<strong><span style=\"color: #be0000;\">D<\/span><\/strong>ie erste schriftliche Nennung Copenics findet sich 1209 als Konrad II. dort verweilte und Urkunden ausstellte. 1245 wird ein askanischer F\u00fcrst als Vogt der Burg Copenic genannt. Arch\u00e4ologisch nachgewiesen ist das sich im 9. Jahrhundert am S\u00fcdende der heutigen Schlossinsel eine Wallanlage befand, welche einen Durchmesser von ca. 50 Metern hatte.&nbsp; Den Grabungen zufolge ging dise Wallanlage durch einen Brand zugrunde und wurde zwischen 925 und 1000 durch einen Neubau ersetzt. Leider fiel auch dieser Neubau einem Brand zum Opfer.<br \/>\nEin erneuter Bau der Burg l\u00e4sst sich auf 1240 datieren.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>U<\/strong><\/span>m die Mitte des 12. Jahrhunderts wurde Copenic von den Sreewanen, einem slawischen Stamm besiedelt. Hier befand sich die Hauptburg und Hauptansiedlung der weit verteilt lebenden Sprewanen. Ihr damaliger F\u00fcrst war Jaxa von K\u00f6penick.<br \/>\nUm diese Zeit herum muss auch die Stadt Copenic gegr\u00fcndet worden sein. Zumindest scheinen Grabungen diese Theorie zu st\u00fctzen. Urkundlich l\u00e4sst sich der Zeitpunkt der Stadtgr\u00fcndung nicht belegen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>I<\/strong><\/span>m Jahr 1323 ist Copenic Mitglied im mittelm\u00e4rkischen St\u00e4dtebund. Was Copenic ein Bisschen einzigartig macht ist das es weder \u00fcber eine Stadtmauer, noch \u00fcber ein Rathaus verf\u00fcgte.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">G<\/span><\/strong>rabungen um K\u00f6penick belegen Siedlungen verschiedener Epochen. Als da w\u00e4ren fr\u00fche Bronze zeitliche, fr\u00fche Eisen zeitliche, sp\u00e4t slawische und fr\u00fch deutschen Siedlungen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>L<\/strong><\/span>eider haben sich in K\u00f6penick keine Mittelalterlichen Bauten erhalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Spandove<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_1011\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Spandau_Marienkirche_06.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1011\" class=\"size-medium wp-image-1011\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Spandau_Marienkirche_06-300x225.jpg\" alt=\"Spandau_Marienkirche_06\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Spandau_Marienkirche_06-300x225.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Spandau_Marienkirche_06-600x450.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Spandau_Marienkirche_06.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1011\" class=\"wp-caption-text\">Die Spandauer Marienkirche<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_1001\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Nikolaikirche-11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1001\" class=\"size-medium wp-image-1001 \" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Nikolaikirche-11-300x199.jpg\" alt=\"Berlin-Nikolaikirche-11\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Nikolaikirche-11-300x199.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Nikolaikirche-11-600x400.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Nikolaikirche-11.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1001\" class=\"wp-caption-text\">Die Spandauer Nikolaikirche<\/p><\/div>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">S<\/span><\/strong>pandau verf\u00fcgt \u00fcber den \u00e4ltesten Stadtkern der auf heutigen Berliner Boden gelegenen St\u00e4dte und ist slawischen Ursprungs. Die \u00e4lteste urkundliche Erw\u00e4hnung Spandows im Jahr 1197, stammt aus einem Schutzbrief des Markgrafen Otto II.<br \/>\nSpandove ging aus einem zun\u00e4chst unbefestigten slawischem Dorf hervor welches wahrscheinlich seit dem 7. Jahrhundert bestand.<br \/>\n<strong><span style=\"color: #be0000;\">E<\/span><\/strong>s bildete sich im 8. Jahrhundert zun\u00e4chst ein befestigter Herrensitz mit einem danebenliegenden, ebenfalls befestigten Dorf. Die Siedlung wurde nach einem Brand anscheinend kurzzeitig aufgegeben, aber im 10. Jahrhundert neu besiedelt. Sch\u00e4tzungen zufolge wurde die Siedlung von etwas 350-400 Personen bewohnt. Die Bev\u00f6lkerung setzte sich aus slawischen Handwerkern und H\u00e4ndlern zusammen.<br \/>\n1157 wurde die Burg rundherum erneuert. Aus dem Herrensitz bildete sich die Burg Spandow heraus und aus der Siedlung neben ihr, die Stadt Spandow. Wann genau die Stadt Spandow das Stadtrecht erhielt ist nicht bekannt. Sie wurde aber in einer Urkunde von 1232 als Stadt angesprochen und darf sich somit sp\u00e4testens ab da als Stadt bezeichnen. Sie wird das Stadtrecht aber schon fr\u00fcher besessen haben.<br \/>\n1170 lie\u00dfen sich etwa anderthalb Kilometer Havel aufw\u00e4rts der damaligen Stadt Spandow deutsche Siedler nieder. Sie gr\u00fcndeten dort die Nikolai Siedlung.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\">E<\/span>twa zur selben Zeit begannen die dortigen Markgrafen damit auf dem Grund einer slawischen Siedlung welche an der Nordspitze der gleichen Insel lag, eine neue Burganlage zu bauen. Die Reste der slawischen Siedlung, welche nicht durch den Burgbau belegt wurde, bildete das Dorf Behns.<br \/>\nNoch vor 1200 war die Umsiedlung von der alten Burg in die neue Burg, welche sich auf dem Gel\u00e4nde der heutigen Zitadelle befand, abgeschlossen.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>A<\/strong><\/span>uch die B\u00fcrger aus dem alten Spandow siedelten mit auf die Insel \u00fcber und siedelten sich im Gebiet der heutigen Altstadt an.<\/p>\n<div id=\"attachment_1045\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Spandau-Burg-und-Stadt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1045\" class=\"size-medium wp-image-1045\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Spandau-Burg-und-Stadt-300x163.jpg\" alt=\"Stadt und Burg Spandau auf einem Stich von 1604\" width=\"300\" height=\"163\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Spandau-Burg-und-Stadt-300x163.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Spandau-Burg-und-Stadt-600x328.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Spandau-Burg-und-Stadt.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1045\" class=\"wp-caption-text\">Stadt und Burg Spandau auf einem Stich von 1604<\/p><\/div>\n<p>Um 1220 wurde die Stadt mit einer Palisade umgeben.&nbsp; Im Jahr 1240 wird noch das Dorf&nbsp; Behns urkundlich erw\u00e4hnt. Diese Erw\u00e4hnung findet sich in einer Urkunde in welcher die Markgrafen Otto und Johan der Stadt Spandove das Dorf Behns hinzugeben.<br \/>\nLaut Urkunde wurde im Jahr 1319 damit begonnen die Holzpalisade welche das Dorf und die Stadt umgab, durch eine Steinmauer zu ersetzen.<br \/>\nEs hei\u00dft dort: &#8222;das die B\u00fcrger solange sie ihre Mauern bauten frei von aller Landbehde und Kontribution sein.&#8220;<br \/>\nBis 1332 befanden sich die Burg und Stadt auf einer zusammenh\u00e4ngende Insel, welche erst 1332 durch einen k\u00fcnstlich gelegten Flusslauf voneinander getrennt wurden.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>S<\/strong><\/span>o das danach die Burg von Stadt und Dorf durch einen Wasserlauf getrennt war.<br \/>\n1349 wurde dann anscheinend auch zwischen der Behns und der Stadt ein k\u00fcnstlichen Wasserlauf gelegt. Wahrscheinlich wurde dieser Wasserlauf gestochen um durch ihn mittels eines Wasserrades eine M\u00fchle zu betreiben.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">B<\/span><\/strong>ei Grabungen auf dem Burggel\u00e4nde und in der Stadt um die Nikolaikirche herum, best\u00e4tigte sich das die jeweiligen Bewohner verschiedenen Bev\u00f6lkerungsgruppen angeh\u00f6rten. Auf der Burg lassen die Funde auf eine Bev\u00f6lkerung schlie\u00dfen, welche sich aus slawischen Handwerkern und Kaufleuten zusammen setzte.<br \/>\nUm die Nikolaikirche herum scheinen sich vor allem deutsche Kaufleute angesiedelt zu haben.<\/p>\n<p><strong>Bauten aus dem Mittelalter:<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>A<\/strong><\/span>m Hohen Steinweg steht noch ein St\u00fcck der alten Stadtmauer welches 78 Meter lang ist. Es ist noch in seiner urspr\u00fcnglichen H\u00f6he von sechs Metern erhalten und weist im Osten einen Feldsteinsockel auf.<\/p>\n<p>Der heutige Bau der Nikolaikirche ist in der zweiten H\u00e4lfte des 14. Jahrhunderts entstanden. Der untere Teil welcher aus Feldsteinquader besteht muss jedoch bereits um 1200 gesetzt worden sein.<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>er Juliusturm wurde urkundlich das erste mal 1356 erw\u00e4hnt. Es wird jedoch eine Entstehungszeit um 1250 vermutet.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">D<\/span><\/strong>er heutige Pallas entstand um 1350. Er hatte jedoch, wie Grabungen belegten einen Vorg\u00e4nger gegeben welcher auf 1250 datiert wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Benistorp<\/strong> (Bohnsdorf)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>W<\/strong><\/span>urde 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. erstmals urkundlich erw\u00e4hnt und verf\u00fcgte \u00fcber 25 Hufen. Der alte Dorfkern befindet sich am heutigen Dorfplatz. Urspr\u00fcnglich bestand das Dorf aus einem Anger, einer Kirche und einem Dorfplatz im Mittelpunkt und etwa sieben bis neun Geh\u00f6fte in einem Oval ringsherum.<\/p>\n<p><strong>Blankenburg<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>E<\/strong><\/span>rstmals wird Blankenburg 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. urkundlich erw\u00e4hnt und war mit 42 Hufen ausgestattet<br \/>\nDer alte Dorfkern liegt in Alt-Blankenburg und ist heute noch deutlich zu erkennen. Bei Reparaturarbeiten an der alten Dorfkirche wurden sp\u00e4t romantische Fenster frei gelegt und es fiel auf das der Ostteil des Mauerwerks wesentlich dicker ist das der \u00f6stliche Teil des Mauerwerks. Was vermuten l\u00e4sst das Teile der westlichen Mauer noch aus dem 13. Jahrhundert stammen.<\/p>\n<p><strong>Blankenvelt<\/strong> (Blankenfelde)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>B<\/strong><\/span>lankenfelde, welches \u00fcber 54 Hufen verf\u00fcgt, wird erstmals im Jahr 1375 urkundlich im Landbuch Kaiser Karls IV. erw\u00e4hnt. Wahrscheinlich ist es jedoch bereits um 1230 entstanden. Die historische Dorfanlage liegt an der Hauptstra\u00dfe und ist noch heute gut aus zu machen.<br \/>\nDer Kern der Dorfkirche, welche heute ein barockes Aussehen tr\u00e4gt stammt noch aus dem 14. Jahrhundert. Unter dem Putz befindet sich Mauerwerk aus Feldstein und von den zugemauerten fr\u00fch gotischen Fenstern wurden drei, sich in der Ostwand befindliche Fenster wieder hergestellt.<\/p>\n<p><strong>Britzig<\/strong> (Britz)<\/p>\n<div id=\"attachment_1002\" style=\"width: 190px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Britz-Kirche_10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1002\" class=\" wp-image-1002 \" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Britz-Kirche_10-225x300.jpg\" alt=\"Britz-Kirche_10\" width=\"180\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Britz-Kirche_10-225x300.jpg 225w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Britz-Kirche_10.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1002\" class=\"wp-caption-text\">Die Britziger Dorfkirche<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>as Dorf wird erstmals 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. urkundlich erw\u00e4hnt. Wobei die dazugeh\u00f6rigen Hufen mit 58 angegeben sind.<br \/>\nAn Bewohnern werden 14 Koss\u00e4ten erw\u00e4hnt. Des weiteren wird ein Krug und ein Gasthaus erw\u00e4hnt. Der alte Dorfkern befindet sich in Alt-Britz.<br \/>\nDer Name Britzig stammt wahrscheinlich von dem slawischen Wort britzik ab, welches soviel wie Ansiedlung im Birkenw\u00e4ldchen bedeutet.<br \/>\nDer urspr\u00fcngliche Bau der alten Dorfkirche welche au\u00dferhalb des eigentlichen Dorfs gelegen war, stammt wahrscheinlich noch aus dem 13. Jahrhundert. Ein Rest der alten Kirchenglocke welche im 2. Weltkrieg zerst\u00f6rt wurde und auf das 13. Jahrhundert datiert ist, befindet sich heute im Heimatkundemuseum.<br \/>\nDamals war die Kirche wohl von drei Seiten von Wasser umflossen und an dieser gut gesch\u00fctzten Stelle haben sich bei Grabungen slawische Siedlungsreste gefunden welche auf das 10. und 11. Jahrhundert datiert wurden.<br \/>\nBei Ausgrabungen im Jahr 1967 ist man auf einen Fesldsteinbrunnen gesto\u00dfen welcher anschlie\u00dfend aufgrund seines guten Zustandes konserviert wurde. Zug\u00e4nglich ist dieser heute wohl \u00fcber den Keller des Gemeindehauses in dem er sich heute befindet.<br \/>\nBeim Abriss der Schnapsbrennerei auf dem Gut Britz, welche im 19. Jahrhundert stattfanden, stie\u00df man auf die Reste eines \u00e4lteren gotischen Geb\u00e4udes.<\/p>\n<p><strong>Buckholtz<\/strong> (Franzoesisch-Buchholz)<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">B<\/span><\/strong>uckholtz wurde erstmals 1242 in einer Urkunde erw\u00e4hnt in welcher es um einen Tausch von D\u00f6rfern geht welche dem Kloster Lenin \u00fcberlassen werden. Dabei wird es aber nur nebenbei als Begrenzung eines anderen Dorfes erw\u00e4hnt.<br \/>\nDer alte Dorfkern liegt an der Hauptstra\u00dfe zwischen Bucher Stra\u00dfe und der Blankenfelder Stra\u00dfe.<br \/>\nDem Landbuch Kaiser Karls IV., welches von 1375 ist, wird erw\u00e4hnt das Buckholtz \u00fcber 52 Hufen verf\u00fcgt. Weiterhin hei\u00dft es dort das es in dem Dorf 32 Koss\u00e4ten und einen Dorfkrug gab.<\/p>\n<p><strong>Buckow<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_1003\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Buckow_Kirche_161.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1003\" class=\" wp-image-1003 \" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Buckow_Kirche_161-300x225.jpg\" alt=\"Die Buckower Dorfkirche\" width=\"240\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Buckow_Kirche_161-300x225.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Buckow_Kirche_161-600x450.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Buckow_Kirche_161.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1003\" class=\"wp-caption-text\">Die Buckower Dorfkirche<\/p><\/div>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">B<\/span><\/strong>uckow wurde Mitte des 13. Jahrhunderts deutsche Siedlern gegr\u00fcndet und 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. erw\u00e4hnt. Die Kirche selbst, deren Entstehung etwas vor 1250 datiert wird spricht jedoch f\u00fcr ein wesentlich h\u00f6heres Alter des Dorfes. Nat\u00fcrlich wurde die Kirche im laufe der Zeit Um- und Ausgebaut. Aber aus der Entstehungszeit sind auf der S\u00fcdseite noch drei Fenster erhalten und auf der Ostseite zwei Nischen welche ehemals Fenster waren. Auch h\u00e4ngen in dem Glockenturm noch zwei Glocken welche auf das 13. Jahrhundert datiert werden.<br \/>\nDem Dorf waren 53 1\/2 Hufen zugerechnet. Es gab 15 Koss\u00e4ten, einen Dorfkrug und eine M\u00fchle.<br \/>\nDen alten Dorfkern finden wir Alt-Buckow.<br \/>\nDer Namensteil Buk, welcher im wendischen Rotbuche bedeute, l\u00e4sst vermuten das ich an selber Stelle vorher ein wendisches Dorf befand.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bysterstorff<\/strong> (Biesdorf)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>B<\/strong><\/span>iesdorf wird 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. erstmals urkundlich erw\u00e4hnt. Zu dem Dorf geh\u00f6rten 62 Hufen.&nbsp; Es werden 24 Koss\u00e4ten und ein Krug erw\u00e4hnt.<br \/>\nGrabungen zufolge kam es in Biesdorf jedoch bereits um 9000 v. Chr. zu Siedlungen. Seit etwa 1000 v. Chr. entstanden dort die ersten dauerhaften Besiedlung.<br \/>\nDer alte Ortskern liegt heute in Alt-Biesdorf zwischen der Mozart- und der Globsower Stra\u00dfe.&nbsp; Ein Teil des Baus der alten Dorfkirche stammt noch aus dem 14. Jahrhundert, namentlich die Teile welche noch aus Feldsteinen gemauert wurden. Da diese jedoch nach dem 2. Weltkrieg bei Reparaturarbeiten an der Kirche verputzt wurden, sind sie nicht mehr zu identifizieren.<\/p>\n<p><strong>Caulstorp<\/strong> (Kaulsdorf)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>I<\/strong><\/span>m Jahr 1347 wurde Caulstorp das erste mal in einer Urkunde erw\u00e4hnt in welcher den Kalandsbr\u00fcdern zu Bernau einige P\u00e4chte \u00fcbereignet wurden.<br \/>\nIm Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 hei\u00dft es dann das Caulstorp \u00fcber 40 Hufen verf\u00fcge, sowie 13 Koss\u00e4ten und einem Krug. Der alte Dorfkern liegt an der Dorfkirche.<br \/>\nAm Kaulsdorfer Busch, welcher in unmittelbarer N\u00e4he des Dorfs liegt konnten slawische Siedlungsreste eines Dorfes gefunden werden welches bis zum 12.Jahrhundert besiedelt war.<br \/>\nDer Ort entstand jedoch schon vor 1200.<\/p>\n<p><strong>Casow<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>C<\/strong><\/span>asow lag gegen\u00fcber von Lietzow auf der anderen Spreeseite. Es soll \u00fcber 29 Hufen verf\u00fcgt haben. Verwaltungstechnisch geh\u00f6rte es zu Lietzow. Wobei Lietzow und Casow dem Nonnenkloster zu Spandau geh\u00f6rten.<\/p>\n<p><strong>Cedelendorp<\/strong> (Zehlendorf)<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">C<\/span><\/strong>edelendorp wird urkundlich das erste mal um 1242 in einem Verzeichnis Lehniner Urkunden erw\u00e4hnt. Im Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 erfahren wir das es dort 50 Hufen, 22 Koss\u00e4ten und einen Krug hatte.<br \/>\nDer alte Dorfkern findet sich zwischen dem Teltower Damm und der Clayallee und dort zwischen dem Rathaus und der Ortskrankenkasse.<br \/>\nDas urspr\u00fcngliche Cedelendorp lag an der Clayallee, wurde dann aber in Richtung des S-Bahnhof Zehlendorf erweitert.<br \/>\nSeit mindestens 1200 siedelten am Schlachtensee, der Krummen Lanke und dem Krummen Fenn slawische und deutsche Siedler.<\/p>\n<p><strong>Clodow<\/strong> (Kladow)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>U<\/strong><\/span>rkundlich erw\u00e4hnt wurde Clodow erstmals 1267 in einer Urkunde in welcher der Ritter Arnold von Bredow einem Kloster in Spandau eine Schenkung machte welche aus Roggen bestand. Im Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 hei\u00dft es dann das Cladow \u00fcber 46 Hufen verf\u00fcgt&nbsp; und vier ans\u00e4ssige Koss\u00e4ten hat. Jedoch siedelten dort bereits seit dem 9. bis 12. Jahrhundert slawische St\u00e4mme. Der Dorfkern liegt Alt-Kladow.<\/p>\n<p><strong>Dalm<\/strong> (Dahlem)<\/p>\n<div id=\"attachment_1005\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Kirche_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1005\" class=\"size-thumbnail wp-image-1005 \" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Kirche_01-150x150.jpg\" alt=\"Die Dahlemer Dorfkirche\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Kirche_01-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Kirche_01-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Kirche_01-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1005\" class=\"wp-caption-text\">Die Dalmer Dorfkirche<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie erste urkundliche Erw\u00e4hnung Dahlems stammt aus dem Jahr 1275 und findet sich in einer Urkunde des Stifts Coswig am S\u00fcdhang des Fl\u00e4ming. Sp\u00e4ter auch im Landbuch Kaiser Karls IV. 1375.&nbsp; Im Jahre 1450 und 1481 erst wird<\/p>\n<div id=\"attachment_1021\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Wanmalerei-09.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1021\" class=\"size-thumbnail wp-image-1021\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Wanmalerei-09-150x150.jpg\" alt=\"Wandmalerei in der Dalmer Kirche\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Wanmalerei-09-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Wanmalerei-09-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Dalm-Wanmalerei-09-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1021\" class=\"wp-caption-text\">Wandmalerei in der Dalmer Kirche<\/p><\/div>\n<p>die Einteilung in Hufe erw\u00e4hnt wo es hei\u00dft das insgesamt 52 Hufe vorhanden sind.<br \/>\nDer alte Dorfkern liegt an der Kreuzung K\u00f6nigin-Luise-Stra\u00dfe\/Pacelli-Allee. Die alte Dorfkirche besteht, zumindest in teilen h\u00f6chstwahrscheinlich aus der zweiten H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts. Im inneren der Kirche finden sich an den W\u00e4nden noch Wandmalerein die auf das Ende des 14. Jahrhunderts datiert werden. Owohl die Malerein inzwischen stark verblichen sind, lassen sich die Bilder noch einergermassen erkennen und man erh\u00e4lt eine Ahnung von ihrer ehemaligen Pracht.<br \/>\nDen Kern des Herrenhauses der Dom\u00e4ne Dahlem bildet mit hoher Wahrscheinlichkeit ein altes Gutshaus welches sp\u00e4ter umgebaut wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Daldorph<\/strong> (Wittenau)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>E<\/strong><\/span>rste urkundliche Erw\u00e4hnung stammt aus dem Jahre 1351 in der erw\u00e4hnt wird da\u00df das Jungfrauenkloster in Spandau Eink\u00fcnfte aus Daldorph<\/p>\n<div id=\"attachment_1063\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Daldorph_01.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1063\" class=\"size-thumbnail wp-image-1063\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Daldorph_01-150x150.png\" alt=\"Daldorpher Kirche\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Daldorph_01-150x150.png 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Daldorph_01-300x300.png 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Daldorph_01-100x100.png 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1063\" class=\"wp-caption-text\">Daldorpher Kirche<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_1064\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Daldorph_08.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1064\" class=\"size-thumbnail wp-image-1064\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Daldorph_08-150x150.png\" alt=\"Daldorpher Kirche\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Daldorph_08-150x150.png 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Daldorph_08-300x300.png 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Daldorph_08-100x100.png 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1064\" class=\"wp-caption-text\">Daldorpher Kirche<\/p><\/div>\n<p>hat.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste urkundliche Eintrag findet sich im Landbuch Kaiser Karls IV. 1375 wo geschrieben steht das Daldorph 39 Hufen, 12 Koss\u00e4ten und einen Krug hat.<br \/>\nDer alte Dorfkern findet sich Alt-Wittenau.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Falkenberg<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie erste urkundliche Erw\u00e4hnung erfolgte am 26. Juni 1370 in einer Urkunde Markgraf Ottos des Faulen. Sp\u00e4ter hei\u00dft es im Landbuch Kaiser Karls IV. 1375 das Falkenberg \u00fcber 52 Ackerhufen verf\u00fcgt.<br \/>\nWeiter hei\u00dft es das es in Falkenberg 8 Koss\u00e4ten und einen Krug gab. Der alte Ortskern findet sich an der Dorfstra\u00dfe.<\/p>\n<p><strong>Ghoto<\/strong> (Gatow)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>I<\/strong><\/span>m Jahr 1272 wurde das Dorf erstmals urkundlich im Zuge des Kauf durch das Kloster Spandau erw\u00e4hnt.<br \/>\nIm Landbuch Kaiser Karls IV. 1375 hei\u00dft es dann das Ghoto \u00fcber 50 Hufen verf\u00fcgt.<br \/>\nDer alte Dorfkern findet sich Alt-Gatow.<\/p>\n<p><strong>Ghiselbrechtstorp<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_1006\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Gieselbrechtsdorf_Kirche_05.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1006\" class=\"size-thumbnail wp-image-1006\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Gieselbrechtsdorf_Kirche_05-150x150.jpg\" alt=\"Die Gieselbrechtsdorfer Dorfkirche\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Gieselbrechtsdorf_Kirche_05-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Gieselbrechtsdorf_Kirche_05-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Gieselbrechtsdorf_Kirche_05-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1006\" class=\"wp-caption-text\">Die Gieselbrechtsdorfer Dorfkirche<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie erste urkundliche Erw\u00e4hnung findet sich 1299. In dieser Urkunde erh\u00e4lt der Bischof Volrad von Brandenburg unter anderem Ghiselbrechtstorp als Pfand f\u00fcr einen Kredit.<\/p>\n<p>Aus dem Landbuch Kaiser Karls IV. 1375 erfahren wir da\u00df das Dorf \u00fcber 50 Hufen verf\u00fcgte und dort 5 Koss\u00e4ten ans\u00e4ssig waren.<br \/>\nDer Dorfkern lag an der Ecke Ostpreu\u00dfendamm\/Osdorfer Stra\u00dfe.<br \/>\nBei Bauarbeiten am heutigen Teltowkanal in der H\u00f6he Ostpreu\u00dfendamm\/Wismarer Stra\u00dfe wurden slawische Siedlungsreste gefunden welche eine Siedlung von Slawen seit sp\u00e4testens dem 10. Jahrhundert an dieser Stelle nachweisen. Vermutlich waren die dortigen Bewohner an der Gr\u00fcndung Ghiselbrechtstorps beteiligt.<br \/>\nDer \u00e4ltere Teil der an der Ecke Ostpreu\u00dfendamm\/Osdorfer Stra\u00dfe gelegene kleine Kirche wird auf die zweite H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts datiert. An dieser Stelle befand sich auch der Ortskern.<\/p>\n<p><strong>Glinik<\/strong> (Alt-Glinicke)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>S<\/strong><\/span>eit 2000 v.Chr. ist der Ort besiedelt. Gegen etwa 500 n.Chr. l\u00f6sten slawische Wenden die hier siedelnden germanischen Semnonen ab.<br \/>\nDie erste urkundliche Erw\u00e4hnung findet das Dorf Glinik im Jahr 1375 im Landbuch von Kaiser Karls IV .. Wobei es mit 49 Hufen angegeben wird. Weiterhin werden 12 Koss\u00e4ten und ein Krug genannt.<br \/>\nDer alte Dorfkern befindet sich an der heutigen K\u00f6penicker Stra\u00dfe.<\/p>\n<p><strong>Hylghense<\/strong> (Heiligensee)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie erste urkundliche Erw\u00e4hnung stammt von 1313. Diese Erw\u00e4hnung findet sich in einer Urkunde in welcher Pfarrer Nicolaus zu Hylghense gedacht wird.<br \/>\nIm Landbuch von 1375 werden Heyligensee 61 Hufen zugesprochen. 23 Koss\u00e4ten bewohnten das Dorf und es gab auch einen Krug. Weiterhin wird eine F\u00e4hre aufgef\u00fchrt welche zwischen Hylghense und Neuendorf \u00fcbersetzte. Der Dorfkern lag Alt-Heiligensee.<\/p>\n<p>Dort siedelten jedoch bereits seit etwa 2000 v. Chr. Semnonen und seit etwa 300 n. Chr. slawische Wenden. Um das Jahr 1200 kamen deutsche Bauern nach Heiligensee, die gegen 1250 eine Kirche errichteten. Etwa zu dieser Zeit wurde Heiligensee ein Rittersitz, um den Havel\u00fcbergang zu kontrollieren.<\/p>\n<p><strong>Helwichstorpp<\/strong> (Hellersdorf)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>H<\/strong><\/span>elwichstorpp wurde 1375 im Landbuch von Kaiser Karl IV. das erste mal urkundlich erw\u00e4hnt.<br \/>\nDort hei\u00dft es da\u00df das Dorf 25 Hufen hat, 9 Koss\u00e4ten ans\u00e4ssig sind und \u00fcber einen Krug und eine M\u00fchle verf\u00fcgt.<br \/>\nDer Dorfkern befindet sich Alt-Hellersdorf.<\/p>\n<p><strong>Hermanstorp<\/strong> (Hermsdorf)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie erste urkundliche Erw\u00e4hnung stammt von 1349. In dieser Urkunde bekommt der Busse Mylow Hermanstorp \u00fcbereignet.<br \/>\nDie n\u00e4chste Urkunde die Hermanstorp erw\u00e4hnt ist das Landbuch von Kaiser Karl IV. 1375. Diesmal finden sich jedoch keine Angaben \u00fcber die Hufen. Es wird lediglich erw\u00e4hnt das es im Dorf f\u00fcnf H\u00f6fe mit dazugeh\u00f6rigem Acker gibt. Weiter wird gesagt das es weiterhin drei H\u00f6fe gibt welche w\u00fcst (verlassen) sind.<br \/>\nDer alte Dorfkern liegt Alt-Hermsdorf.<br \/>\nEs ist wahrscheinlich das Hermanstorp bereits um 1200 gegr\u00fcndet, und \u00fcberwiegend von Slawen bewohnt wurde.<\/p>\n<p><strong>Hinriksdorf<\/strong> (Heinersdorf)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>H<\/strong><\/span>inriksdorf wurde 1319 erstmals urkundlich erw\u00e4hnt. In dieser Urkunde wird das Dorf&nbsp; an das Heiligen Geist Hospital zu Berlin verkauft.<br \/>\nIm Landbuch von Kaiser Karl IV. aus dem Jahr 1375 werden dem Dorf 36 Hufen, 9 Koss\u00e4ten und ein Krug zugeordnet.<br \/>\nDer alte Dorfkern findet sich in der Romain-Rolland-Stra\u00dfe an der Kreuzung Berliner\/Blankenburger Stra\u00dfe.<br \/>\nDie \u00e4ltesten Teile der Dorfkirche, welche des \u00f6fteren umgebaut wurde, werden auf den Anfang des 13. Jahrhunderts datiert.<\/p>\n<p><strong>Schonhusen alta<\/strong> (Hohensch\u00f6nhausen)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie erste urkundliche Erw\u00e4hnung von Hohensch\u00f6nhausen findet sich im Landbuch von Kaiser Karl IV. aus dem Jahr 1375. Dort wird der Ort als Schonhusen alta angesprochen.<br \/>\nDort hei\u00dft es das Dorf verf\u00fcge \u00fcber 58 Hufen und 9 Koss\u00e4ten und ein Kr\u00fcger sind dort ans\u00e4ssig.<br \/>\nTeilweise besteht die Kirche noch aus sauber gef\u00fcgten Feldsteinen welche wohl noch auf den urspr\u00fcnglichen Kirchenbau zur\u00fcck gehen und um das Jahr 1250 datiert werden.<br \/>\nDer alte Dorfkern befindet sich an der Hauptstra\u00dfe. Wahrscheinlich besteht der Ort bereits seit etwa 1230.<\/p>\n<p><strong>Kare<\/strong> (Karo)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie erste Erw\u00e4hnung Kares finden wir im Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375. Das Dorf verf\u00fcgte \u00fcber 42 Hufe. Weiterhin waren im Dorf ein Krug und 9 Koss\u00e4ten ans\u00e4ssig.<br \/>\nDer Ortskern liegt Alt-Karow. Die Dorfkirche stammt aus der ersten H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts und stellt n\u00f6rdlich der Spree den \u00e4ltesten noch erhaltenen Sakralbau auf Berliner Boden dar.<\/p>\n<p><strong>Langwitz<\/strong> (Lankwitz)<\/p>\n<div id=\"attachment_1007\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Lankwitz_Kirche_08.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1007\" class=\"size-thumbnail wp-image-1007\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Lankwitz_Kirche_08-150x150.jpg\" alt=\"Lankwitz_Kirche_08\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Lankwitz_Kirche_08-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Lankwitz_Kirche_08-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Lankwitz_Kirche_08-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1007\" class=\"wp-caption-text\">Die Langwitzer Dorfkirche<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>L<\/strong><\/span>ankwitz wurde als erstes Dorf im heutigen Berlin abseits der Fl\u00fcsse Havel und Spree erstmals 1239 in einer Schenkungsurkunde erw\u00e4hnt. In welcher es auch hei\u00dft da\u00df das Dorf \u00fcber 44 Hufen verf\u00fcgt.<br \/>\nIm Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 hei\u00dft es dann das Langwitz nur \u00fcber 33 Hufen verf\u00fcgt, 4 Koss\u00e4ten und einen Krug. Eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr den Schwund von 11 Hufen k\u00f6nnte der sein das 1239 die Hufen noch als Slawische Hufen gerechnet wurde, welche kleiner waren als die Deutschen Hufen welche zur Zeit von Kaiser Karls verwendet wurden.<br \/>\nGrabungen im Bereich des Dorfes zeigen das Langwitz urspr\u00fcnglich in Hufeisenform angelegt war, was f\u00fcr eine slawische Gr\u00fcndung spricht. Der ehemalige Dorfkern findet sich Alt-Lankwitz.<br \/>\nDer Name geht auf das alt-slawische Lancowice zur\u00fcck und bedeutet \u201eOrt an der Uferaue\u201c. Er verweist auf den Wiesenbach Lanke, der einst durch diesen Ort f\u00fchrte. Die Lanke existiert noch immer, ist jedoch in ihrem gesamten Verlauf kanalisiert bzw. im Teltowkanal aufgegangen.<\/p>\n<p><strong>Lichtenberg<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_8441.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1786\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_8441-150x150.jpg\" alt=\"IMG_8441\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_8441-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_8441-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_8441-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>D<\/strong><\/span>ie erste urkundliche Erw\u00e4hnung von Lichtenberg finden wir in einer Urkunde von 1364 in welcher der Franke von R\u00fcthenik die Abgaben von sieben H\u00f6fen mit neun Hufen, an Hans von Aken verkaufte.<a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_8440.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1785\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_8440-150x150.jpg\" alt=\"IMG_8440\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_8440-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_8440-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/IMG_8440-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><br \/>\nIm Landbuch Kaiser Karls IV. hei\u00dft es dann das Lichtenberg \u00fcber 44 Hufen verf\u00fcge. Weiterhin hatte es dort 17 Koss\u00e4ten und einen Krug.<br \/>\nIm 13. Jahrhundert wurde die Lichtenberger Dorfkirche am heutigen Loeperplatz errichtet. Dieser alte Dorfkern der sich an der M\u00f6llendorfstra\u00dfe befindet, bildet noch heute das historische Zentrum des Orts.<br \/>\nGegr\u00fcndet wurde Lichtenberg wahrscheinlich bereits gegen 1230.<\/p>\n<p><strong>Lichtenrode<\/strong> (Lichtenrade)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1042\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Lichtenrode-00.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1042\" class=\"size-thumbnail wp-image-1042\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Lichtenrode-00-150x150.jpg\" alt=\"Lichtenroder Dorfkirche\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Lichtenrode-00-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Lichtenrode-00-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Lichtenrode-00-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1042\" class=\"wp-caption-text\">Lichtenroder Dorfkirche<\/p><\/div>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">L<\/span><\/strong>ichtenrode findet sich im Jahr 1375 das erste Mal urkundlich im Landbuch von Kaiser Karls IV. erw\u00e4hnt. Danach<\/p>\n<div id=\"attachment_1043\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Lichtenrode-12.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1043\" class=\"size-thumbnail wp-image-1043\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Lichtenrode-12-150x150.jpg\" alt=\"Lichtenroder Dorfkirche\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Lichtenrode-12-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Lichtenrode-12-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Lichtenrode-12-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1043\" class=\"wp-caption-text\">Lichtenroder Dorfkirche<\/p><\/div>\n<p>hei\u00dft es Lichtenrode verf\u00fcge \u00fcber 67 Hufen, sieben Koss\u00e4ten und einen Krug.<br \/>\nDer alte Dorfkern befindet sich Alt-Lichtenrade.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><strong>A<\/strong><\/span><br \/>\nEtwa 200 Meter s\u00fcdlich des Dorfkerns gelang es eine \u00e4ltere Siedlung festzustellen. Die Bewohner dieses Dorfes wurden wahrscheinlich mit der Gr\u00fcndung Lichtenrodes dorthin umgesiedelt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><strong>A<\/strong><\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_1008\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Lichtefelde-Kirche_02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1008\" class=\"size-thumbnail wp-image-1008\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Lichtefelde-Kirche_02-150x150.jpg\" alt=\"Lichtefelde-Kirche_02\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Lichtefelde-Kirche_02-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Lichtefelde-Kirche_02-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Lichtefelde-Kirche_02-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1008\" class=\"wp-caption-text\">Lichtervelder Dorfkirche<\/p><\/div>\n<p><strong>Lichtervelde<\/strong> (Lichterfelde)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>as Dorf Lichtervelde wurde im 13. Jahrhundert wohl von fl\u00e4mischen Ansiedlern gegr\u00fcndet. In einer Urkunde von 1289 findet Lichtervelde im Zusammenhang mit der heiligen Geist Kirche zu Spandau Erw\u00e4hnung indem von einem Arnoldus de Lichterfelde die Rede ist. Es ist aber nicht ganz sicher ob dies auf den Ort&nbsp; Lichtervelde hinweist.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><strong>A<\/strong><\/span><br \/>\nIm Landbuch von Kaiser Karls IV. 1375 hei\u00dft es dann Lichtervelde verf\u00fcge \u00fcber 39 Hufen und eine M\u00fchle. Der ehemalige Dorfkern findet sich am Hindenburgdamm. Grabungen f\u00f6rderten Mittelalterliche Scherbenreste zu Tage welche auf 1200 datiert werden. So das der Ort wahrscheinlich schon wesentlich \u00e4lter ist.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><strong>A<\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>Lietze<\/strong> (Lietzow)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie erste Erw\u00e4hnung Lietzow (auch Lietze, Lutze, Lutzen, L\u00fctzow, Lusze, L\u00fctze und Lucene genannt) finden wir in einer Urkunde von 1373 nach welcher der Pfarrer von Wilmersdorf von jeder Hufe einen Scheffel Roggen bekommt.<br \/>\nDann wird Lietzow in dem Landbuch Kaiser Karls IV. 1375 erw\u00e4hnt. Dort hei\u00dft es das Lietzow \u00fcber 13 Hufen und 6 Koss\u00e4ten verf\u00fcgte. Au\u00dferdem wird ein Hofe namens Casow erw\u00e4hnt welcher sich an der gegen\u00fcber liegenden Spreeseite in H\u00f6he der heutigen Schlo\u00dfbr\u00fccke in Charlottenburg befand.<br \/>\nDer alte Dorfkern befand sich Alt-Lietzow.<\/p>\n<p><strong>Lubaz<\/strong> (L\u00fcbars)<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">D<\/span><\/strong>ie erste urkundliche Erw\u00e4hnung stammt aus dem Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375. Das Dorf wird mit 28 Hufen, sechs Koss\u00e4ten und einem Krug aufgef\u00fchrt. Den alten Dorfkern finden wir Alt-L\u00fcbars.<br \/>\nBei Grabungen konnte Scherbenmaterial aus der zweiten H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts geborgen werden.<\/p>\n<p><strong>Mahlsdorf<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie erste schriftliche Erw\u00e4hnung findet sich in einer Verkaufsurkunde aus dem Jahr 1345.<br \/>\nAus dem Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 erfahren wir dann das es in Mahlsdorf 50 Hufen, 19 Koss\u00e4ten und einen Krug hatte.<br \/>\nDie Dorfkirche enth\u00e4lt noch zu gro\u00dfen Teilen Bauabschnitte welche auf das Jahr 1250 datiert werden. Der Dorfkern findet sich an der H\u00f6nower Stra\u00dfe.<\/p>\n<p><strong>Malchow<\/strong><\/p>\n<p><strong>D<\/strong>ie erste Erw\u00e4hnung finden wir in einer Urkunde von 1344 in der eines Dorfpfarrers gedacht wird. Im Landbuch Kaiser Karls IV, erfahren wir das Malchow 52 Hufen besitzt und dort 28 Koss\u00e4ten ans\u00e4ssig sind.<br \/>\nWurde im 13. Jahrhundert durch deutsche Bauern gegr\u00fcndet. In den Jahren 1375\/1376 wohnten hier bereits 52 Einwohner. 1412 wurde das Rittergut Malchow von der Familie Barfu\u00df gekauft.<br \/>\nDie alte Dorfkirche steht noch als Ruine und wird auf etwa Mitte des 13. Jahrhundert datiert.<br \/>\nDer alte Ortskern findet sich an der Dorfstra\u00dfe.<br \/>\nAber bereits seit etwa 5000 v. Chr. wurde das Gebiet von J\u00e4gern genutzt wie Arch\u00e4ologisch nachgewiesen wurde.<\/p>\n<p><strong>Margrevendorf<\/strong> (Schmargendorf)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1076\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Margrevendorf_08.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1076\" class=\"size-thumbnail wp-image-1076\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Margrevendorf_08-150x150.jpg\" alt=\"Die alte Dorfkirche\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Margrevendorf_08-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Margrevendorf_08-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Margrevendorf_08-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1076\" class=\"wp-caption-text\">Die alte Dorfkirche<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>S<\/strong><\/span>chmargendorf wird das erste mal 1275 in deiner Urkunde erw\u00e4hnt. Dort hei\u00dft es das das Stift Coswig, das Kirchenpatronat in Dahlem und Schmargendorf \u00fcbernommen hat. Der Ort entstand aber wahrscheinlich schon um 1220 durch die Besiedlung von Siedlern aus Schwaben, Th\u00fcringen, Flandern und Westfalen.<br \/>\n1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. dann hei\u00dft es das Marggrevendorp \u00fcber 42 Hufen und elf Koss\u00e4ten verf\u00fcgte.<br \/>\nDer alte Dorfkern findet sich um die Dorfkirche an der Breite- und Kirchstra\u00dfe.<br \/>\nDie dortige Dorfkirche ist die kleinste auf heutigen Berliner Boden. Sie ist auf Anfang des 14. Jahrhunderts datiert. Muss aber einen fr\u00fcheren Baus von 1275 ersetzt haben da dieser eben 1275 in einer Urkunde erw\u00e4hnt wurde.<\/p>\n<div id=\"attachment_1015\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Mariendorf_Kirche_03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1015\" class=\"size-thumbnail wp-image-1015 \" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Mariendorf_Kirche_03-150x150.jpg\" alt=\"Mariendorfer Kirche\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Mariendorf_Kirche_03-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Mariendorf_Kirche_03-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Mariendorf_Kirche_03-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1015\" class=\"wp-caption-text\">Margendorper Dorfkirche<\/p><\/div>\n<p><strong>Margendorp<\/strong> (Mariendorf)<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">D<\/span><\/strong>er Ort wurde von den Templer Orden gegr\u00fcndet. 1337 wird der Ort erstmals als Mariendorff genannt. Im Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 wird der Ort dann als Margendorp angesprochen. Margendorp werden 48 Hufe zugesprochen, sowie drei Koss\u00e4ten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><strong>A<\/strong><\/span><br \/>\nDer Dorfkern findet sich Alt-Mariendorf.<br \/>\nBei Grabungen konnten Scherbenreste geborgen werden von denen die \u00e4ltesten auf die zweite H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts datiert werden konnten.<br \/>\nUm 1312 nach der Zerschlagung des Templerordens ging Margendorp in den Besitz des Johanniterorden \u00fcber.<\/p>\n<div id=\"attachment_1009\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Maienfelde_Kirche_15.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1009\" class=\"size-thumbnail wp-image-1009 \" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Maienfelde_Kirche_15-150x150.jpg\" alt=\"Die Dorfkirche von Marienfelde\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Maienfelde_Kirche_15-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Maienfelde_Kirche_15-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Maienfelde_Kirche_15-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1009\" class=\"wp-caption-text\">Die Dorfkirche von Merghenvelde<\/p><\/div>\n<p><strong>Merghenvelde<\/strong> (Marienfelde)<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">M<\/span><\/strong>erghenvelde entstand, gemeinsam mit dem benachbarten Mariendorff und ist ebenfalls eine Gr\u00fcndung der Templer. Die erste urkundliche Erw\u00e4hnung stammt von 1344 und in ihr verkauft der Templerorden die dortige Schulzengericht an den C\u00f6llner B\u00fcrger Johannes Ryke.<br \/>\nIm Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 erfahren wir das es 52 Hufen hatte, sowie neun Koss\u00e4ten und eine M\u00fchle.<br \/>\nDer Dorfkern findet sich Alt-Marienfelde.<br \/>\nDie Dorfkirche ist noch gut erhalten und besteht im Hauptteil noch aus einem Bau welcher gegen 1220 datiert wird. So das wir davon ausgehen k\u00f6nnen das Merghenvelde seit etwa Anfang des 13. Jahrhunderts besteht.<br \/>\nDie Templer lie\u00dfen den H\u00fcgel an der Marienfelder Allee von den Bauern aufsch\u00fctten. Von dort aus hielten die Templer Wache \u00fcber die Gegend und forderten den Wegzoll f\u00fcr die Benutzung der Stra\u00dfe ein.<\/p>\n<p><strong>Morczane<\/strong> (Marzahn)<\/p>\n<p>1300 wurde das Dorf Morczane durch Markgrafen Albrecht III. erstmals urkundlich erw\u00e4hnt. Aus dem Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 geht hervor da\u00df das Dorf mit 60 Hufen ausgestattet war und die Abgaben mit Ausnahme von drei Hufen einem Ritter von Wulkow zustanden.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie \u00e4ltesten Funde aus Grabungen, welche aus ein paar Scherben bestehen werden auf die zweite H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts datiert.<br \/>\nDer Dorfkern findet sich Alt-Marzahn.<\/p>\n<p><strong>Nydderen Schonhusen<\/strong> (Niedersch\u00f6nhausen)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>as erste mal wird der Ort im Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 erw\u00e4hnt. Wonach es dort 48 Hufen hatte. Der westliche Teil der alten Dorfkirche besteht aus Feldsteinquader welche auf das 13. Jahrhundert datiert sind.<br \/>\nDer Dorfkern findet sich in der Ossietzkystra\u00dfe.<\/p>\n<p><strong>Pankow<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie erste urkundliche Erw\u00e4hnung stammt von 1370. In dieser verkauft der Markgraf Otto der Faule den Ort an die Stadt Berlin-C\u00f6lln.<br \/>\nIm Landbuch Kaiser Karl IV. von 1375 erfahren wir da\u00df das Dorf 42 Hufen hatte. Dort waren 22Koss\u00e4ten ans\u00e4ssig. Wir erfahren hier sogar das neun der Koss\u00e4ten zu Dusekeschen Hufen und dreizehn zu den Wardenbergschen Hufen geh\u00f6rten. Auch einen Krug hatte das Dorf.<br \/>\nDer Stadtkern findet sich an der Breite Stra\u00dfe.<br \/>\nEtwa 250 Meter n\u00f6rdlich des Dorfes findet sich auf \u00e4lteren Karten ein kleine befestigte Anlage welche direkt an der Panke lag. Dabei handelte es sich sehr wahrscheinlich um eine deutsche Wehranlage welche Hans Duseke bewohnte.<\/p>\n<p><strong>Parva Glinik<\/strong> (Klein-Glienicke)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>F<\/strong><\/span>indet das erste mal im Landbuch Kaiser Karl IV. aus dem Jahr 1375 Erw\u00e4hnung. Dort wird es mit 7 Hufen beschrieben. Vieles spricht daf\u00fcr das dieser Ort von Slawen angelegt wurde.<\/p>\n<p><strong>Pychelstorp<\/strong> (Pichelsdorf)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>E<\/strong><\/span>ine Erw\u00e4hnung Pycheltorps finden wir im Landbuch Kaiser Karl IV. aus dem Jahr 1375. Jedoch ohne weitere Angaben. Den Ortskern finden wir Alt-Pichelsdorf.<\/p>\n<p><strong>Radenstorf<\/strong> (Rahnsdorf)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>R<\/strong><\/span>adenstorf wurde 1375 das erste Mal im Landbuch Kaiser Karl IV. aus dem Jahr 1375 urkundlich erw\u00e4hnt und entstand urspr\u00fcnglich als Fischerdorf zwischen M\u00fcggelspree und M\u00fcggelsee. Der Dorfkern findet sich an der Dorfstra\u00dfe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Reinhardts Dorf<\/strong> (Reinickendorf)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>G<\/strong><\/span>r\u00fcndete wurde Reinhardts Dorf 1230 von dem nieders\u00e4chsischen Bauern Reinhardt. Im Landbuch Kaiser Karl IV. aus dem Jahr 1375 wird es<\/p>\n<div id=\"attachment_1065\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Daldorph_18.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1065\" class=\"size-thumbnail wp-image-1065\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Daldorph_18-150x150.png\" alt=\"Reinhardts Dorfer Kirche\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Daldorph_18-150x150.png 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Daldorph_18-300x300.png 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Daldorph_18-100x100.png 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1065\" class=\"wp-caption-text\">Reinhardts Dorfer Kirche<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_1066\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Reinhardts_Dorf_02.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1066\" class=\"size-thumbnail wp-image-1066\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Reinhardts_Dorf_02-150x150.png\" alt=\"Reinhardts Dorfer Kirche\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Reinhardts_Dorf_02-150x150.png 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Reinhardts_Dorf_02-300x300.png 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Reinhardts_Dorf_02-100x100.png 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1066\" class=\"wp-caption-text\">Reinhardts Dorfer Kirche<\/p><\/div>\n<p>ohne n\u00e4here Angaben erw\u00e4hnt. Im Berliner Stadtbuch von 1397 findet sich die Angabe das es dort 40 Hufen und neun Koss\u00e4ten hat. Der&nbsp; Dorfkern findet sich Alt-Reinickendorf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Richardsdorp<\/strong> (Rixdorf)<\/p>\n<div id=\"attachment_1019\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Richardsdorp-03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1019\" class=\"size-thumbnail wp-image-1019\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Richardsdorp-03-150x150.jpg\" alt=\"Die Richardsdorper Kirche\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Richardsdorp-03-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Richardsdorp-03-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Richardsdorp-03-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1019\" class=\"wp-caption-text\">Die Richardsdorper Kirche<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie erste urkundliche Erw\u00e4hnung, welche man in der Gr\u00fcndungsurkunde findet stammt vom 26. Juni 1360.<br \/>\nZu diesem Zeitpunkt beschlossen Hermann von Werberg und der Comtur den Johanniterordens Dietrich von Zastrow mit allen Ordensbr\u00fcdern einen Hof in das Dorf Richardsdorp umzuwandeln und es mit 25 Hufen auszustatten. Bei<\/p>\n<div id=\"attachment_1020\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Richardsdorp-08.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1020\" class=\"size-thumbnail wp-image-1020\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Richardsdorp-08-150x150.jpg\" alt=\"Die Richardsdorper Kirche\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Richardsdorp-08-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Richardsdorp-08-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlin-Richardsdorp-08-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1020\" class=\"wp-caption-text\">Die Richardsdorper Kirche<\/p><\/div>\n<p>Grabungen fanden sich Scherbenreste aus der zweiten H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts. Grabungen in der Donaustra\u00dfe f\u00f6rderten eine Teerschwele und einen Brunnen zu Tage die beide auf 1250 datiert werden. Wahrscheinlich bestand dort schon um 1200 eine deutsche Siedlung.<br \/>\nDer Ort wurde erst Richardsdorp gehei\u00dfen, dann Rieksdorf und schlie\u00dflich Rixdorf. Den Ortskern bildete der Richardplatz.<br \/>\nRichardsdorp geh\u00f6rte urspr\u00fcnglich den Tempelrittern, von 1318 bis 1435 . Nach der Zerschlagung des Templerordens ging Richardsdorp an den Johanniterorden \u00fcber.<br \/>\nDie am Richarplatz erbaute Dorfkirche wurde wahrscheinlich in der Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut, zumindest die erste die dort gestanden hat. Diese ist bei einem Brand um 1693 durch einen Brandfast vollst\u00e4ndig vernichtet worden. Die Grundmauern der alten Kirche, die nicht zerst\u00f6rt wurden, wurden in den Neubau integriert. So das die neue Kirche vom Grundriss und den Grundmauern noch der alten entspricht.<\/p>\n<p><strong>Rosendalle<\/strong> (Rosentahl)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>I<\/strong><\/span>m Landbuch Kaiser Karl IV. aus dem Jahr 1375 hei\u00dft es das Rosentahl \u00fcber 72 Hufen verf\u00fcgt und dort 16 Koss\u00e4ten sowie ein Krug ans\u00e4ssig waren.<br \/>\nDer Dorfkern findet sich an der Hauptstra\u00dfe.<br \/>\nDie alte Dorfkirche ist noch erhalten und besteht zu gro\u00dfen Teil noch aus dem Original des 13. Jahrhunderts.<\/p>\n<p><strong>Rosenfelde<\/strong> (Friedrichsfelde)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie urkundliche Erw\u00e4hnung des Pfarrers Ludwig zu Rosenfelde 1265 ist der erste Nachweis des Dorfes Rosenfelde. Dann findet sich 1288 ein urkundlicher Eintrag welcher die Grenzen Berlins und Rosenfeldes festlegt. 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. dann hei\u00dft es das Rosenfelde \u00fcber 104 Hufen verf\u00fcge. Dort wohnten 26 Koss\u00e4ten und das Dorf hatte einen Krug.<br \/>\nDer Ortskern befindet sich in der Wilhelmstra\u00dfe.<\/p>\n<p><strong>Rhudow<\/strong> (Rudow)<\/p>\n<div id=\"attachment_1010\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Rudow-Kirche_00.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1010\" class=\"size-thumbnail wp-image-1010 \" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Rudow-Kirche_00-150x150.jpg\" alt=\"Die Rudower Dorfkirche\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Rudow-Kirche_00-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Rudow-Kirche_00-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Rudow-Kirche_00-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1010\" class=\"wp-caption-text\">Die Rhudower Dorfkirche<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>R<\/strong><\/span>udow ist eine der \u00e4ltesten Siedlungen in der Mark Brandenburg. In Urkunden wird Rudow das erste Mal um 1373 erw\u00e4hnt. In dieser Urkunde wird dem Ritter Beteke Dyreke eine Wiese zwischen Rudow und Buckow \u00fcbereignet.<br \/>\nIm Landbuch Kaiser Karl IV. aus dem Jahr 1375 steht geschrieben das Rudow \u00fcber 64 Hufen, einen Krug und eine M\u00fchle verf\u00fcgte.<br \/>\nDer alte Dorfkern findet sich noch heute deutlich sichtbar um die Dorfkirche herum.<br \/>\nBei Grabungen am Rudower Flie\u00df hinter der katholischen Kirche wurde Keramik gefunden. Diese wurde auf 1200, oder sogar auf die zweite H\u00e4lfte des 12. Jahrhunderts datiert.<br \/>\nAbseits der Dorfkerns an der Bahnhofstra\u00dfe wurden mehrere Fehlbr\u00e4nde aus der Zeit um das 13.Jahrhunderts gefunden. Was vermuten l\u00e4sst das dort ehemals T\u00f6pferwerkst\u00e4tten angesiedelt waren.<br \/>\nIn Akten und Urkunden gibt es unterschiedliche Schreibweisen des Ortsnamens, zum Beispiel R\u00fcde, Rudau, R\u00fcdow, Rhudow. Die Namen und die Dorfanlage weisen auf einen slawischen Ursprung hin.<br \/>\nBei der Rudower Kirche handelt es sich um einen Feldsteinbau der im laufe der Zeit des \u00f6fteren umgebaut wurde. Nur die Spitzbogenpforte stammt noch aus dem 13 Jahrhundert.<\/p>\n<p><strong>Sch\u00f6now<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>as Dorf wird erstmals in einer Verkaufsurkunde aus dem Jahr 1299 erw\u00e4hnt, in welcher Sch\u00f6now und Teltow an den Bischof von Brandenburg verkauft wurden.<br \/>\n1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. dann hei\u00dft es Sch\u00f6now habe 43 Hufen und f\u00fcnf Koss\u00e4ten.<br \/>\nDer Dorfkern findet sich Alt-Sch\u00f6now.<\/p>\n<p><strong>Sconenberch<\/strong> (Sch\u00f6neberg)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie erste urkundliche Erw\u00e4hnung stammt vom 3. November 1264 und findet sich in einer Spandauer Urkunde in welcher der Kirche der Nonnen in Spandau 5 Hufen aus Sconenberch \u00fcbertragen wurden .<br \/>\n1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. erfahren wir das Sconenberch \u00fcber 50 Hufen verf\u00fcgte.<br \/>\nDer Dorfkern befand sich an der Hauptstra\u00dfe zwischen Dominikus- und Akazienstra\u00dfe.<br \/>\nAuf den Grundst\u00fccken der Hauptstra\u00dfe 39, 40 und 41 wurden bei Ausgrabungen germanische Siedlungen des 1. &#8211; 4. Jahrhunderts gefunden. Darunter ein Gef\u00e4\u00df welches \u00fcber einen kleeblattf\u00f6rmigen Rand verf\u00fcgt.<br \/>\nSch\u00f6neberg wurde aber wahrscheinlich bereits gegen 1200 gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p><strong>Smekewitz<\/strong> (Schm\u00f6ckwitz)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie erste urkundliche Erw\u00e4hnung stammt von 1375 in Gestalt des Landbuches von Kaiser Karl IV. Dabei wurden 15 H\u00e4user aufgef\u00fchrt.<br \/>\nEs wird explizit erw\u00e4hnt des es dort keine Ackerhufen, sondern statt dessen Fischereibetrieb gab. Aber ein Krug war ans\u00e4ssig. Es muss dort auch eine Honigwirtschaft gegeben haben da auch Honig als Abgabe erw\u00e4hnt wird.<br \/>\nNach Karl Hohmann hat der eigentliche Dorfkern wohl mal auf einer Insel gelegen und war in Form eines Runddorfs angelegt. Die Dorfkirche soll dabei au\u00dferhalb der eigentlichen Dorfanlage gelegen haben.<br \/>\nDer Ort ist wahrscheinlich eine Slawische Gr\u00fcndung.<\/p>\n<p><strong>Staaken<\/strong><\/p>\n<p>1295 wird das Dorf in einer Urkunde erw\u00e4hnt in welcher Heinrich von Bredow Staaken an die Stadt Spandau verkauft.<br \/>\n<strong><span style=\"color: #be0000;\">D<\/span><\/strong>ie Lage des Dorfkerns ist nicht ganz sicher, wird aber am Finkenburger Weg vermutet.<\/p>\n<p><strong>Stegelitze<\/strong> (Steglitz)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie erste sichere Erw\u00e4hnung des Dorfes Steglitze stammt aus dem Landbuch Kaiser Karls IV..<br \/>\nIm Jahr 1242 werden in einer Urkunde die Ritter Henricus und Sigfridus de Steglitz erw\u00e4hnt, es ist m\u00f6glich das es sich dabei um das Gr\u00fcndergeschlecht des Dorfes Steglitze handelt. Erst im Jahr 1450 erfahren wir aus dem Schlo\u00dfregister das Steglitze \u00fcber 43 Hufen verf\u00fcgt.<br \/>\nDer alte Dorfkern liegt zwischen dem Rathaus und dem Schlo\u00dftheater.<br \/>\nDer Name des Dorfs geht auf die slawische Sprache zur\u00fcck. Der Wortteil &#8222;stygl&#8220; bedeutet Berghang und &nbsp;&nbsp; &nbsp;der Wortteil &#8222;itz&#8220; steht f\u00fcr Siedlung.<\/p>\n<p><strong>Stolpe<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie erste urkundliche Erw\u00e4hnung des Dorfes Stolpe stammt von 1299. In dieser verpf\u00e4ndet der Markgraf Hermann unter anderem Stolpe an den Bischof von Brandenburg.<br \/>\nIm Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 wird Stolpe mit 16 Hufen angegeben. Der Dorfkern lag um die heutige Kirche herum.<br \/>\nBei Grabungen wurden Keramikscherben gefunden welche auf das 12. und fr\u00fche 13. Jahrhundert datiert wurden.<\/p>\n<div id=\"attachment_1013\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stralau_Kirche_13.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1013\" class=\"size-thumbnail wp-image-1013 \" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stralau_Kirche_13-150x150.jpg\" alt=\"Die Stralauer Dorfkirche\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stralau_Kirche_13-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stralau_Kirche_13-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stralau_Kirche_13-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1013\" class=\"wp-caption-text\">Die Stralower Dorfkirche<\/p><\/div>\n<p><strong>Stralow<\/strong> (Stralau)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>E<\/strong><\/span>in erster Hinweis ist im Jahr 1244 das Auftauchen eines Ritter von Stralow im Gefolge der Markgrafen Johann I. und Otto III.<br \/>\nIm Berliner Stadtbuch von 1397 hei\u00dft es dann Stralow verf\u00fcge \u00fcber elf H\u00f6fe. Der alte Dorfkern liegt Alt-Stralau.<br \/>\nAuf Karten aus von 1838 ist noch eine Befestigungsanlage eingezeichnet welche wohl den Rittersitz der Herren zu Stralowe darstellt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffffff;\"><strong>A<\/strong><\/span><br \/>\nBei Grabungen an der Spitze der Halbinsel wurden sowohl slawische Scherben welche auf das 12. Jahrhundert oder fr\u00fcher datiert werden, als auch mittelalterliche aus blaugrauem Ton gefunden.<\/p>\n<p><strong>Tygel<\/strong> (Tegel)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>I<\/strong><\/span>m Inventarium der Hauptverschreibungen und Briefe des Jungfrauenklosters von Spandow findet sich ein Eintrag von 1322 welcher das Dorf Tygel erw\u00e4hnt. 1361 wird auch erw\u00e4hnt das Tygel eine M\u00fchle habe.<br \/>\nIm Landbuch Kaiser Karls IV. hei\u00dft es dann Tygel verf\u00fcge \u00fcber 32 Hufen, einen Krug und neun Koss\u00e4ten.<br \/>\nDen Dorfkern finden wir Alttegel.<br \/>\nAuf dem Grundst\u00fcck Eisenhammerweg 131 wurden zahlreiche Scherbenreste aus dem 13. Jahrhundert geborgen.<\/p>\n<p><strong>Tempelfelde<\/strong> (Tempelhof)<\/p>\n<div id=\"attachment_1014\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tempelhof_Kirche_15.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1014\" class=\"size-thumbnail wp-image-1014 \" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tempelhof_Kirche_15-150x150.jpg\" alt=\"Die von den Templern gegr\u00fcndete Tempelhofer Dorfkirche\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tempelhof_Kirche_15-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tempelhof_Kirche_15-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tempelhof_Kirche_15-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1014\" class=\"wp-caption-text\">Die von den Templern gegr\u00fcndete Tempelfelder Dorfkirche<\/p><\/div>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">D<\/span><\/strong>ie erste urkundliche Erw\u00e4hnung findet sich 1290, in ihr wird dem Franziskanerkloster zu Berlin eine Ziegelei geschenkt welche zwischen Tempelfelde und Berlin lag.<br \/>\nJedoch wird schon im Jahr 1247 ein Magister Hermus de Templo erw\u00e4hnt bei dem es sich wahrscheinlich um den Comtur des Templerhofes in Tempelfelde gehandelt hat.<br \/>\n1312 wurde der Templerorden zerschlagen und seine Besitzt\u00fcmer gingen auf den Johanniterorden \u00fcber.<br \/>\nIm Landbuch Kaiser Karls IV. erfahren wir das Tempelfelde \u00fcber 50 Hufen und einen Krug verf\u00fcgte. Der Dorfkern befand sich um die Dorfkirche Alt-Tempelhof herum.<br \/>\nAn der Dorfaue gegen\u00fcber der Fuhrmannstra\u00dfe wurden bei Grabungen die Fundamente eines quadratischen Wohnturmes aus Feldstein freigelegt.<br \/>\nNach Rekonstruktionen bestand der Keller aus Feldstein. Die beiden oberen Geschosse aus Fachwerk und das Dach war mit Ziegeln gedeckt.<br \/>\nDabei wurde der Keller als Lagerraum, der erste Stock als K\u00fcche und der zweite als Wohnraum genutzt. In der K\u00fcche stand ein Herd und im Wohnraum ein Kachelofen. Nach den Resten der Ofenkacheln wurde der Turm auf das 14. Jahrhundert datiert.<br \/>\nDie heutige Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert, jedoch ist nur noch die Au\u00dfenmauer aus dieser Zeit. Der Innenraum ist aufgrund von Besch\u00e4digungen aus dem Krieg neu gestaltet.<br \/>\nBei Grabungen an der heutigen Kirche wurde eine erste Kirche um 1200 nachgewiesen.<\/p>\n<p><strong>Treptow<\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">T<\/span><\/strong>reptow wurde bereits seit dem 6. oder 7. Jahrhundert von Slawen (Wenden) besiedelt.<\/p>\n<p><strong>Wartenberg<\/strong><\/p>\n<p>1375 finden wir die erste Erw\u00e4hnung im Landbuch Kaiser Karls IV. Dort hei\u00dft es Wartenberg verf\u00fcge \u00fcber 53 Hufen, acht Koss\u00e4ten und einen Krug.<br \/>\n<span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>er Dorfkern findet sich an der Dorfstra\u00dfe.<\/p>\n<p><strong>Weddinge<\/strong> (Wedding)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie erste urkundliche Erw\u00e4hnung stammt von 1251. In dieser wird eine M\u00fchle im Dorf Weddinge erw\u00e4hnt, welche am Fluss Pankow erbaut war.<br \/>\nJedoch wird das Dorf in ihr als bereits w\u00fcst (verlassen) beschrieben.<\/p>\n<p><strong>Wentzenbuk<\/strong> (Buch)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie erste urkundliche Erw\u00e4hnung stammt aus dem Landbuch von Kaiser Karls IV. von 1375 und ihm werden 40 Hufen zugerechnet. In Wentzenbuk gab es 21 Koss\u00e4ten, einen Krug, eine M\u00fchle und ein Lehnsschulzengut.<br \/>\nDer alte Dorfkern liegt in Alt-Buch.<br \/>\nDas Dorf Wentzenbuk lag nord\u00f6stlich von Berlin an der Panke, einem Nebenfluss der Spree.<\/p>\n<p><strong>Wilmerstorff<\/strong> (Wilmersdorf)<\/p>\n<p><span style=\"color: #be0000;\"><strong>I<\/strong><\/span>m Jahr 1293 wurde Wilmerstorff erstmals in einer Urkunde des Spandauer Nonnenklosters erw\u00e4hnt.<br \/>\n1355 wird erw\u00e4hnt das es dort einen Hof mit acht Hufen und einen mit vier Hufen gab.<br \/>\nIm Landbuch Kaiser Karls IV. dann werden vier ritterliche H\u00f6fe erw\u00e4hnt.<br \/>\nDie Wilmerstorps werden bereits 1155 in einer Urkunde Albrecht des B\u00e4ren erw\u00e4hnt.<br \/>\nDer Dorfkern findet sich an der Wilhelmsaue.<br \/>\nDie Gr\u00fcndung erfolgte vermutlich nach 1220. Die Siedler aus Schwaben, Th\u00fcringen, Flandern und&nbsp; Westfalen lebten von der Landwirtschaft und vom Fischfang im Wilmersdorfer See.<\/p>\n<p><strong>Wittenze<\/strong> (Wei\u00dfensee)<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #be0000;\">D<\/span><\/strong>ie erste urkundliche Erw\u00e4hnung findet sich in einer Schenkungsurkunde und stammt aus dem Jahr 1313. In dieser \u00fcberl\u00e4\u00dft der Ritter Burchard von Grevelhut dem Priester Arnold vom Heiligen-Geist-Hospital zu Berlin alle Hufen zu Wittenze zur Pacht und Nutzung.<br \/>\nIm Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 wird gesagt das Witensee \u00fcber 68 Hufen und neun Koss\u00e4ten verf\u00fcge.<br \/>\nDer Dorfkern lag zwischen der Falkenberger- und Hohensch\u00f6nhauserstra\u00dfe.<br \/>\nVom urspr\u00fcnglichen Kirchenbau welcher aus dem Ende des 13. Jahrhunderts stammt ist noch der erste Stock des Turmes erhalten geblieben.<\/p>\n<p>Diesen Artikel k\u00f6nnt ihr als <a title=\"Der Artikel als PDF\" href=\"http:\/\/www.schiffsmond.net\/wikinger\/NIMMHIN\/Artikel\/Berlin-Coelln.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #eb0000;\">PDF herunterladen<\/span><\/a><\/p>\n<p><strong>Quellen<\/strong>:<\/p>\n<p>1.) Codex diplomaticus Brandenburgensis hera<br \/>\n2.) Berliner Stadtbuch<br \/>\n3.) Edelmann, B\u00fcrger, Bauer, Bettelmann \u2013 Berlin im Mittelalter von Adriaan M\u00fcller, Ullstein Verlag<br \/>\n4.) Chronicon Berolinense, Schriften des Vereins f\u00fcr die Geschichte der Stadt Berlin, Heft IV<br \/>\n5.) Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken uns sonstigen Geschichtsquellen f\u00fcr die Mark Brandenburg und ihrer Regenten. Band I<br \/>\n6.) Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken uns sonstigen Geschichtsquellen f\u00fcr die Mark Brandenburg und ihrer Regenten. Band II<br \/>\n7.) Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken uns sonstigen Geschichtsquellen f\u00fcr die Mark Brandenburg und ihrer Regenten. Band III<br \/>\n8.) Historisch diplomatische Beitr\u00e4ge zur Geschichte Berlins, F\u00fcnfter Teil Geschichte der Stadt. Herausgegeben von E. Fidicin, Berlin 1842<br \/>\n9.) M\u00e4rkische Forschungen, Herausgegeben von dem Vereine f\u00fcr Geschichte der Mark Brandenburg VII. Band<br \/>\n10) Urkunden-buch zur Berlinischen Chronik von Verein f\u00fcr die Geschichte Berlins<br \/>\n11.) M\u00e4rkische Forschungen, Herausgegeben von dem Vereine f\u00fcr Geschichte der Mark Brandenburg VIII. Band<br \/>\n12.) Im Dialog mit Raubrittern und sch\u00f6nen Madonnen: Die Mark Brandenburg im sp\u00e4ten Mittelalter, Lukas Verlag, Clemens Bergstedt (Herausgeber), Heinz-Dieter Heimann (Herausgeber), Knut Kiesant (Herausgeber), Peter Kn\u00fcvener (Herausgeber), Mario M\u00fcller (Herausgeber), Kurt Winkler (Herausgeber)<br \/>\n13.) Der Berliner Totentanz zu St. Marien, Lukas Verlag, Peter Walther<br \/>\n14.)Berlin im Mittelalter, Berlin C\u00f6lln unter den Askaniern, von Norbert F. W. Meier von Berlin Story Verlag<br \/>\n15.) St. Petri Kirche, von Marina Wesner und Claudia M. Melisch von Berlin Story Verlag<br \/>\n16.)Baukunst in der Mark Brandenburg und Berlin, von Matthias Barth von Seemann<br \/>\n17.) Friedrich I. Von Brandenburg, von Jan von Flocken von Homilius<br \/>\n18.) Berlin im Mittelalter, von Heinz Seyer von Berlin, Deutscher Verlag der Wissenschaften<br \/>\n19.) Die Quitzows im Bild der m\u00e4rkischen Geschichte: Bilder machen Geschichte von Clemens Bergstedt von B\u00e4\u00dfler<br \/>\n20.) Ritter, Ketzer, Handelsleute, von Rolf Schneider von edition q im be.bra verlag<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin &#8211; C\u00f6lln und Umgebung im Mittelalter Berlin C\u00f6lln und Umgebung deshalb, weil mir irgendwann aufging das ich im Mittelalter gar nicht in Berlin, sondern in einem damals vor Berlin <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/berlin-colln-im-mittelalter\/\">Weiterlesen \u2192<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3700,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[149],"tags":[75,187,125,126],"class_list":["post-866","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-die-mark-brandeburg","tag-berlin-colln","tag-berlin-im-mittelalter","tag-colln-im-mittelalter","tag-mittelalterliche-dorfer-um-berlin"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/866","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=866"}],"version-history":[{"count":46,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/866\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5951,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/866\/revisions\/5951"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3700"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=866"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=866"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=866"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}