{"id":520,"date":"2011-11-05T22:24:10","date_gmt":"2011-11-05T22:24:10","guid":{"rendered":"http:\/\/schiffsmond.net\/?p=520"},"modified":"2024-09-01T17:28:04","modified_gmt":"2024-09-01T17:28:04","slug":"das-mittelalterliche-aufgebot-der-stadte-berlin-coln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/das-mittelalterliche-aufgebot-der-stadte-berlin-coln\/","title":{"rendered":"Das mittelalterliche Aufgebot der St\u00e4dte Berlin C\u00f6ln"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1030\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stendal-Tangermuender-Tor_06.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1030\" class=\"size-medium wp-image-1030\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stendal-Tangermuender-Tor_06-200x300.jpg\" alt=\"Ens der Stendaler Torh\u00e4user in denen sich die Stadttore befanden\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stendal-Tangermuender-Tor_06-200x300.jpg 200w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stendal-Tangermuender-Tor_06.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1030\" class=\"wp-caption-text\">Ens der Stendaler Torh\u00e4user in denen sich die Stadttore befanden<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>M<\/strong><\/span>ittelalterliche St\u00e4dte mussten ihre Interessen teils auch mit Gewalt durchsetzen und sich nat\u00fcrlich auch gegen Gewalt sch\u00fctzen. Hinzu kam ihre Vasallenpflicht gegen\u00fcber dem Landesherrn. Dazu bedurfte es sowohl einer Schutzanlage als auch einer Heeres. Die Aufgabe der Schutzanlage erf\u00fcllte die Stadtmauer, samt Gr\u00e4ben, H\u00fcgeln und Wehrt\u00fcrmen, etc. Die Aufgabe des Heeres erf\u00fcllte das B\u00fcrgerliche Aufgebot. Das Aufgebot setzte sich aus B\u00fcrgern der Stadt Berlin C\u00f6ln und in den St\u00e4dten lebenden Rittern, die der Stadt verpflichtet waren zusammen. Gelegentlich wurde das st\u00e4dtische Heer auch durch S\u00f6ldner verst\u00e4rkt.<br \/>\nIm folgenden will ich beschreiben wie die St\u00e4dte Berlin und C\u00f6ln gesichert, und wie das st\u00e4dtische Aufgebot organisiert war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Brandenburgische Aufgebot im allgemeinen<\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #eb0000;\">D<\/span><\/strong>as Brandenburgische Aufgebot welches auf Verlangen des Landesherrn zusammengezogen wurde, setzte sich aus drei Teilen zusammen, dem Landesaufgebot, den Soldtruppen und dem Lehnsaufgebot.<br \/>\nDas Landesaufgebot setzte sich aus dem Bauernstand und dem st\u00e4dtischen B\u00fcrgertum zusammen, die Soldtruppen aus S\u00f6ldnern, welche lediglich f\u00fcr einen festgesetzten Zeitraum verpflichtet wurden und das Lehnsaufgebot aus in der Mark ans\u00e4ssigen Rittern und ihrem Gefolge die dem Landesherrn Ro\u00dfdienst schuldeten. Sp\u00e4ter, nachdem die Ritter immer mehr ihrer Lehnsg\u00fcter z.B. an reiche B\u00fcrger verkauften, ging der Ro\u00dfdienst, mit \u00dcberschreibung der Lehnsg\u00fcter an die K\u00e4ufer der G\u00fcter \u00fcber.<br \/>\n<span style=\"color: #eb0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>a es sich bei dem b\u00e4uerlichen Aufgebots um den im Waffenhandwerk am schlechtesten ausgebildeten Teil des Heers handelte, wurden diese auch oft zu Erdarbeiten wie Gr\u00e4ben ausheben, Br\u00fccken schlagen und \u00e4hnlichem herangezogen.<br \/>\nDenn in einem ausr\u00fcckend Aufgebot werden nicht nur k\u00e4mpfende Truppen gebraucht, sondern auch jede Menge Handwerker.<br \/>\nWelche Handwerker zum Aufstellen einer Wagenburg gebracht wurden k\u00f6nnen wir einer Urkunde von 1477 entnehmen. In dieser unterweist Kurf\u00fcrst Albrecht an seinen Sohn wie eine Wagenburg aufzustellen ist und wie die Truppen einzuteilen sind.<br \/>\n<span style=\"color: #eb0000;\"><strong>A<\/strong><\/span>n Handwerkern werden in der Urkunde <em>schaufler, zymmerleuten und steinmetzen<\/em> aufgef\u00fchrt. Von diesen Handerkern brauchte es laut Albrechts Anweisungen eine staatliche Anzahl. F\u00fcr eine Wagenkolone von 400 Wagen empfahl er 4000 <em>schaufler, zymmerleuten und steinmetzen<\/em>.<br \/>\nWeiterhin werden in dem Text noch Knechte genannt, jedoch ohne Mengenangabe. Es muss aber noch weitere Handwerker in dem Tross gegeben haben. Da K\u00fcchenwagen genannt werden, wird es z.B. auch K\u00f6che gehabt haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1047\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_46791.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1047\" class=\"size-medium wp-image-1047\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_46791-300x199.jpg\" alt=\"Eine Hackenb\u00fcchse aus dem 14. Jahrhundert die den Quitzows zugeordnet wird\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_46791-300x199.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_46791-600x400.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_46791.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1047\" class=\"wp-caption-text\">Eine Hackenb\u00fcchse aus dem 14. Jahrhundert die den Quitzows zugeordnet wird<\/p><\/div>\n<p><strong><span style=\"color: #eb0000;\">Z<\/span><\/strong>ur\u00fcck zu den Bauern. Obwohl einige von ihnen auch als Handwerker im Tross fungierten mussten sie im allgemeinen auch und vor allem den Dienst mit der Waffe leisten. Gelegentlich befreiten sich einzelne St\u00e4dte oder D\u00f6rfer auch durch Geldzahlungen von der Pflicht der Heerfolge. Wobei diese Befreiungen die verschiedensten Formen haben konnten. Manche Stadt bereite sich f\u00fcr eine bestimmte Aufgebotspflicht, eine andere f\u00fcr einen festgelegten Zeitraum.<br \/>\nManche Stadt beschr\u00e4nkte durch Zahlungen den Umfang der Aufgebotspflicht. So das sie zwar zur Verteidigung der Mark noch ein Aufgebot aufzubringen hatte. Sich aber an Heerz\u00fcgen au\u00dferhalb der Mark nicht beteiligen musste. So z.B. im Jahre 1232 die Stadt M\u00fcncheberg.<\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>A<\/strong><\/span>b dem 14. Jahrhundert wurde es \u00fcblich das die einzelnen St\u00e4dte der Mark Brandenburg dem Landesherrn ein festes Kontingent an Fu\u00dfvolk zu stellen hatten, welches dieser \u00fcber die Landesgrenzen hinaus f\u00fchren durfte. Im Notfall konnte dieses Kontingent jedoch auch \u00fcberschritten werden. Sollte der Feind mit Macht einr\u00fccken, hatten die Aufgebotspflichtigen aufzubieten was nur irgendwie geht.<\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>I<\/strong><\/span>n der Regel hatten die brandenburgischen St\u00e4dte jeden vierten wehrf\u00e4higen Mann f\u00fcr das Aufgebot aufzubieten. Dabei scheint es sich jedoch nur um einen ungef\u00e4hren Richtwert gehandelt zu haben. Denn oft waren die gestellten Aufgebote kleiner, manchmal jedoch auch gr\u00f6\u00dfer. Man muss nicht davon ausgehen das die B\u00fcrger sich gern an der Aufstellung eines Aufgebots beteiligten.<br \/>\nWobei die Motivation wahrscheinlich unterschiedlich hoch war, je nach dem ob es darum ging die eigene Stadt, bzw. die eigenen Interessen zu sch\u00fctzen, ober es darum ging die Interessen des Landesherrn zu vertreten.<br \/>\nIn dem einen Fall geht es darum Heim, Familie und Pfr\u00fcnde zu verteidigen. Im anderen den Kurf\u00fcrsten reicher und m\u00e4chtiger zu machen. Und die Meinung von den Kurf\u00fcrsten war wohl in Berlin C\u00f6lln nicht all zu hoch. War doch die Meinung weit verbreitet das dieser die Mark nur ausbeute um sich dann wieder nach Franken zur\u00fcck zu ziehen. Was er ja auch tat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1048\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_48391.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1048\" class=\"size-medium wp-image-1048\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_48391-300x169.jpg\" alt=\"Nochmals die Hakenb\u00fcchse\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_48391-300x169.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_48391-600x339.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_48391.jpg 732w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1048\" class=\"wp-caption-text\">Nochmals die Hakenb\u00fcchse<\/p><\/div>\n<p><strong><span style=\"color: #eb0000;\">S<\/span><\/strong>o kam es immer wieder vor das von einzelnen St\u00e4dten z.B. zu wenig oder gar keine Mannschaft kam. Das gesamte Heer welches die St\u00e4dte der Mark Brandenburg aufzubieten hatten, soll sich auf rund 4000 Mann belaufen haben. Unter den Hohenzollern wurde dann auch eine Art Uniform eingef\u00fchrt. Diese soll den Mann mittig in zwei Farben geteilt haben, eine H\u00e4lfte schwarz die andere wei\u00df.<br \/>\nDen Hauptteil des brandenburgischen Heeres bildeten die B\u00fcrger der St\u00e4dte und die Ritter. Die Bauern\/ waren oft zu unerfahren im Waffenhandwerk, so war es denn auch \u00fcblich den b\u00e4uerlichen Teil des Aufgebotes eigentlich nur zusammen zu rufen wenn es um die Landesverteidigung ging oder Erdarbeiten zu verrichten waren. Die S\u00f6ldner wiederum versp\u00fcrten keine Verbindung zur Heimat, bzw. Treue zu dieser und waren ziemlich teuer.<br \/>\nDer hohe Preis und die fehlende Heimatverbundenheit stellte jedoch nicht das einzige Problem dar. Waren die Zwistigkeiten beigelegt bedurfte man der S\u00f6ldner nicht mehr und entlie\u00df sie folglich. Die nun arbeitslosen S\u00f6ldner verbrachten die Zeit bis sie einen neuen Arbeitgeber gefunden hatten jedoch oft leider damit das sie noch eine Weile im Land blieben und pl\u00fcndernd durch dieses zogen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie von den Rittern bewohnten G\u00fcter hatten eine feste Anzahl an R\u00f6ssern zu stellen. R\u00f6sser meint hier nicht die Pferde als solche, sondern das Pferd und dazu einen Soldaten im Harnisch und unter Waffen. Die Anzahl der zu stellenden R\u00f6sser wurde an der Gr\u00f6\u00dfe des Gutes fest gemacht. Sp\u00e4ter als die G\u00fcter verkauft und dabei auch teilweise geteilt wurden um sie unter mehreren K\u00e4ufern aufzuteilen, ergab es sich das mancher Gutsbesitzer auf einmal nur ein \u00bd oder 1\/3 Ross zu stellen hatte. In diesem Fall durften jedoch keine S\u00f6ldner verpflichtet, werden sondern diejenigen welche die Verpflichtung gegen\u00fcber dem Landesherrn hatten, mussten sich einigen wer dann in den Krieg ziehen, wer das Ross stellen und wer f\u00fcr Proviant etc. zu sorgen hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1051\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_5815.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1051\" class=\"size-medium wp-image-1051\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_5815-300x199.jpg\" alt=\"Eine Hakenb\u00fcchse mit Kolben aus der Kaiserburg in N\u00fcrnberg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_5815-300x199.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_5815-600x400.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_5815.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1051\" class=\"wp-caption-text\">Eine Hakenb\u00fcchse mit Kolben aus der Kaiserburg in N\u00fcrnberg<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>A<\/strong><\/span>uch zur Stellung von R\u00fcstwagen waren die Gemeinden der Mark Brandenburg verpflichtet. Diese waren in der Regel mit vier Pferden bespannt. Auch hier war es m\u00f6glich das kleinere Gemeinden sich diese Verpflichtung teilten. So das eine den Wagen als solchen stellte, eine andere die Pferde dazu tat und wieder eine andere ihn ausr\u00fcstete.<br \/>\nDie Ausr\u00fcstung der Wagen umfasste das was man im Feld bedurfte, Hakenb\u00fcchsen, \u00c4xten, Schaufeln, Radehaken, Ketten, Sensen, Sicheln, Hufeisen, beschlagene Pf\u00e4hle, Zelte, etc.<br \/>\nSpeisen und Futter f\u00fcr die Tiere wurde auf separaten Speise. Bzw. Futterwagen transportiert. Albrecht Achilles nennt folgende Wagentypen: K\u00fcchenwagen, Speisewagen, Futterwagen, B\u00fcchsenwagen f\u00fcr <em>buchssen zewg vnd anders<\/em> und Streitwagen.<br \/>\n<span style=\"color: #eb0000;\"><strong>W<\/strong><\/span>eiterhin musste er \u00fcber eine bewaffnete Mannschaft verf\u00fcgen. Neben ihrer Funktion als Transportmittel wurden die R\u00fcstwagen im Fall einer Feldschlacht benutzt um eine Wagenburg zu bilden, welche teilweise mit Kanonen durchsetzt wurden. Die Wagen der St\u00e4dte Berlin C\u00f6ln wurden auf den Stadth\u00f6fen beider St\u00e4dte aufbewahrt.<br \/>\nDas wir die Speise- und Futterwagen nicht mit aufgef\u00fchrt finden mag daran liegen das die<\/p>\n<div id=\"attachment_1059\" style=\"width: 266px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hausbuch_Wolfegg_51v_52r1_Heerzug-Trommler.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1059\" class=\"size-medium wp-image-1059\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hausbuch_Wolfegg_51v_52r1_Heerzug-Trommler-256x300.jpg\" alt=\"Trommler, Hausbuch Wolfegg\" width=\"256\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hausbuch_Wolfegg_51v_52r1_Heerzug-Trommler-256x300.jpg 256w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hausbuch_Wolfegg_51v_52r1_Heerzug-Trommler.jpg 512w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1059\" class=\"wp-caption-text\">Trommler, Hausbuch Wolfegg<\/p><\/div>\n<p>Aufgebote sich selbst verpflegen mussten. Weshalb es nicht n\u00f6tig war diese gesondert anzufordern, nehme ich an.<br \/>\nDem Schreiben von Kurf\u00fcrst Albrecht an seinen Sohn k\u00f6nnen wir auch entnehmen wie die Mannschaft der Wagen bewaffnet sein sollte.<\/p>\n<p><em>Item zu yedem wagen vier, Ein buchssen, Ein armbrost, Ein helmbarten oder <\/em><br \/>\n<em>streitaxt und der furman ein guten flegel.<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>J<\/strong><\/span>eder Wagen sollte mit vier Mann besetzt sein. Von denen jeder eine festgelegte Waffe tragen sollte. Einer eine B\u00fcchse, einer eine Armbrust, einer eine Hellebarde oder eine Streitaxt und der Fuhrmann einen \u201eguten\u201c Dreschflegel.<\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>reschflegel waren anscheinend seit der Hussitenkriege beliebt, hatten doch die Hustenheere sehr eindrucksvoll bewiesen wie effektiv diese in einem Heerhaufen waren.<br \/>\nDie Zelte und Werkzeuge auf den R\u00fcstwagen habe ich bisher in noch keiner Quelle gefunden. Aber es scheint mir naheliegend. Sieht man doch z.B. im Wolfenegger Hausbuch im Heerlager jede Menge Zelte und Werkzeug bedingt sich daraus das Schaufler, Steinmetze und Zimmerleute mit dabei sind welche Werkzeug ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p><strong>Das Berliner C\u00f6lner Aufgebot<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>O<\/strong><\/span>bwohl ich im folgenden von dem Berliner Aufgebot rede, &nbsp;&nbsp; beziehe ich mich dabei auf das von den St\u00e4dten Berlin und C\u00f6lln gemeinsam aufgestellte Aufgebot. Welches zwar zun\u00e4chst jeweils in der jeweiligen Stadt organisiert war (bis die St\u00e4dte<\/p>\n<div id=\"attachment_1054\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlinisches_Banner.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1054\" class=\"size-medium wp-image-1054\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlinisches_Banner-300x300.jpg\" alt=\"So k\u00f6nnte das Berliner Banner ausgesehen haben\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlinisches_Banner-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlinisches_Banner-100x100.jpg 100w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlinisches_Banner-600x600.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlinisches_Banner-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Berlinisches_Banner.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1054\" class=\"wp-caption-text\">So k\u00f6nnte das Berliner Banner ausgesehen haben<\/p><\/div>\n<p>Verwaltungstechnisch vereinigt wurden), die aber dann gemeinsam ausr\u00fcckten. Vom Kern her bestand das Berliner Aufgebot aus Fu\u00dfvolk. Um der Aufgebotspflicht nachkommen zu k\u00f6nnen war ein jeder B\u00fcrger verpflichtet, in seinem Haus eine Grundausstattung an Waffen und R\u00fcstzeug zu halten. Diese wurde in Abst\u00e4nden in Form einer Musterung \u00fcberpr\u00fcft, wof\u00fcr ein beim Rat angestellter Musterer zust\u00e4ndig war. Aber auch das Rathaus verf\u00fcgte \u00fcber eine R\u00fcstkammer in ihr fanden sich&nbsp; Armbr\u00fcste, Hieb-, Stich-, Stangenwaffen und Harnischteile. Und , ab dem 14. Jahrhundert auch B\u00fcchsen. Zur Pflege, Verwaltung und Ausgabe dieser hatte der Rat der Stadt eigens einen Armbustier und einen Zeugwart angestellt.<br \/>\n<span style=\"color: #eb0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie Schusswaffen wurden von einem Ratsmitglied an die Sch\u00fctzen des Aufgebots ausgegeben. Mit den im Rathaus lagernden Hieb-, Stich-, und Stangenwaffen und Harnischteilen wurden die Stadtbewohner ausgestattet welche nicht das volle B\u00fcrgerrecht hatten und somit auch nicht verpflichtet waren Waffen in ihren H\u00e4usern zu haben.<br \/>\nEbenfalls in den Rath\u00e4usern aufbewahrt wurden die Stadtbanner und die B\u00fcrgerfahnen.<br \/>\n<span style=\"color: #eb0000;\"><strong>I<\/strong><\/span>m Berliner Erbrecht war geregelt das der erst geborene Sohn neben dem Hergewete des Vaters erben sollte. Das Hergewete bestand aus aus einer Waffe, dem besten Harnisch nebst einem Helm und auch einem gesattelten Pferd.<br \/>\nDie Bewaffnung des Berliner Aufgebots bestand haupts\u00e4chlich aus B\u00f6gen, Armbr\u00fcsten, Schwertern, \u00c4xten, Hellebarden und Spie\u00dfen. Ab dem 14. Jahrhundert tauchten die ersten Pulverschie\u00dfwaffen auf und wurden im 15. Jahrhundert vermehrt eingesetzt. Dadurch hielten dann auch immer mehr B\u00fcchsen Einzug in die Bewaffnung der Aufgebote.<\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>G<\/strong><\/span>ef\u00fchrt wurde das Aufgebot durch Hauptleute und F\u00fchrer welche aus der Mitte der B\u00fcrger oder den Ratsmannen gew\u00e4hlt wurden. Die S\u00f6ldner welche im Dienst der Stadt standen und im Bedarfsfall das Aufgebot verst\u00e4rkten, wurden von Rittern gef\u00fchrt.<br \/>\n<span style=\"color: #eb0000;\"><strong>V<\/strong><\/span>on diesen standen einige im Dienst der Stadt. Die S\u00f6ldner wurden jedoch nur im Bedarfsfall angeworben und nach Beilegung der bewaffneten Streitigkeiten wieder entlassen. Man kann jedoch davon ausgehen das die St\u00e4dte bem\u00fcht waren den Einsatz von S\u00f6ldnern zu vermeiden. Da Herrenlose S\u00f6ldner die nach ihrer Entlassung im Land umher streiften auch immer wieder f\u00fcr Unfriede sorgten und des \u00f6fteren Gewalttaten von ihnen ausgingen. Im Falle eines Aufgebots auf Verlangen des Landesherrn hatten die Hauptleute und F\u00fchrer nur so lange die Befehlsgewalt \u00fcber das Aufgebot bis sie sich der Truppe des Landesherrn angeschlossen hatten. Ab der Zusammenf\u00fchrung unterstand das Aufgebot der Befehlsgewalt des Landesherrn. Waren die St\u00e4dte in eigener Sache ausgezogen verblieb das Kommando nat\u00fcrlich bei den Hauptleuten.<br \/>\nBei gr\u00f6\u00dferen Aufgeboten war es n\u00f6tig das Aufgebot in kleine Gruppen zu unterteilen. Zum einen weil sich eine Gruppe nur bis zu einer bestimmten Gr\u00f6\u00dfe befehligen l\u00e4sst. Wird die Gruppe zu gro\u00df, verliert der Hauptmann den \u00dcberblick. Zum anderen um einer jeden Gruppe beim Aufstellen der Lager oder im Gefecht ihre Aufgabe zuweisen zu k\u00f6nnen.<br \/>\n<span style=\"color: #eb0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie einzelnen Unterabteilungen wurden als Rotte bezeichnet. Das gesamte Heer bezeichnete man als Haufen.<br \/>\nDie Gr\u00f6\u00dfe einer Rotte scheint variabel zu sein. In dem Schreiben von Kurf\u00fcrst Albrecht an seinen Sohn spricht er von Rotten die eine Gr\u00f6\u00dfe von 600 Mann haben, aber auch von Rotten die 100 Mann stark sind.<br \/>\nEbenfalls aus dem Schreiben erfahren wir das ein Haufen auch Trommler und Trompeter ben\u00f6tigt.<\/p>\n<div id=\"attachment_1058\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hausbuch_Wolfegg_51v_52r1_Heerzug-Stangenwaffen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1058\" class=\"size-medium wp-image-1058\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hausbuch_Wolfegg_51v_52r1_Heerzug-Stangenwaffen-300x217.jpg\" alt=\"Eine mit Stangenwaffen bewehrte Rotte, Hausbuch Wolfegg\" width=\"300\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hausbuch_Wolfegg_51v_52r1_Heerzug-Stangenwaffen-300x217.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hausbuch_Wolfegg_51v_52r1_Heerzug-Stangenwaffen-600x436.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hausbuch_Wolfegg_51v_52r1_Heerzug-Stangenwaffen.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1058\" class=\"wp-caption-text\">Eine mit Stangenwaffen bewehrte Rotte, Hausbuch Wolfegg<\/p><\/div>\n<p><em>Item iglicher geraisig hauff muszs haben ein trumetter, damit man sich haldt, wie <\/em><br \/>\n<em>vor mit dem fusvolk angezaigt ist. All ubrig trumetter und paucker bei dem <\/em><br \/>\n<em>grossen hauffen. Soll der geraisig zewg uf sein, so trumet man. Soll das fusvolk <\/em><br \/>\n<em>auf sein, so pauckt man auf dem Platz.<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>as Fu\u00dfvolk soll Trommler und die geraisigen (Reiter) Trompeter haben die ihnen Signale geben. Wurde das Aufgebot zur Verteidigung der Stadt zusammengerufen, dienten als Signal daf\u00fcr nicht Trommler und Trompeter sondern die st\u00e4dtischen Kirchenglocken.<\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>G<\/strong><\/span>ekleidet war das Aufgebot, zumindest in den Zeiten der Hohenzollern in den Farben schwarz und wei\u00df. Auch das Stadtbanner und die B\u00fcrgerfahnen trugen diese Farben. Das Stadtbanner muss ziemlich gro\u00df gewesen sein. Aus einer Rechnung von 1571 geht hervor das f\u00fcr die Anfertigung eines Stadtbanners 46 Ellen schwarzen und wei\u00dfen Zindels verwendet wurden. Von gleicher Farbe und gleichen Stoff waren die Feldzeichen der Hauptleute und F\u00fchrer.<br \/>\nAngelehnt an die Farben der Hohenzollern wird das Stadtbanner wahrscheinlich schwarz wei\u00df geviertelt gewesen sein. Ebenfalls wahrscheinlich, wird es zwei Stadtbanner gegeben haben. Beide mit gevierteltem Schwarz weisem Grund, eines mit einem B\u00e4ren f\u00fcr Berlin, das andere mit einem roten Adler f\u00fcr C\u00f6lln.<\/p>\n<div id=\"attachment_1049\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_5811.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1049\" class=\"size-medium wp-image-1049\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_5811-300x199.jpg\" alt=\"Eine Haubitze\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_5811-300x199.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_5811-600x400.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_5811.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1049\" class=\"wp-caption-text\">Eine Haubitze<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>N<\/strong><\/span>at\u00fcrlich musste eine Truppe auch trainiert werden. Das Training mit den Schusswaffen wurde in Sch\u00fctzengilden organisiert. Trainiert wurde auf den Schie\u00dfpl\u00e4tzen vor er Stadt. Auf den Schie\u00dfpl\u00e4tzen wurde jedoch nicht nur mit den B\u00fcchsen, sondern auch mit dem Bogen und der Armbrust trainiert.<br \/>\nWie das Training mit den Stangenwaffen, Schwertern, usw. realisiert wurde ist nicht genau bekannt. Aber es gab neben den Sch\u00fctzengilden auch andere Verbr\u00fcderungen welche sich im Laufen, Stechen und Schlagen \u00fcbten.<br \/>\nAufgebote wurden aus verschiedenen Gr\u00fcnden aufgestellt. Sei es weil die Stadt bedroht wird, weil das Aufgebot ausr\u00fccken muss um einer verb\u00fcndeten Stadt zu Hilfe zu eilen, weil es R\u00e4uber zu stellen gilt,, im Falle einer Fehde, oder weil die Stadt dem Landesherrn Vasallendienst schuldete.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Gr\u00f6\u00dfe der zu stellenden Aufgebote<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>H<\/strong><\/span>ierzu habe ich keine verbindlichen Zahlen, bzw. festen Werte gefunden. Anscheinend war das von Fall zu Fall unterschiedlich. Zwar scheint es die Regel gegeben zu haben das jeder vierte Waffenf\u00e4hige Mann der Stadt zu den Waffen gerufen<\/p>\n<div id=\"attachment_1061\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hausbuch_Wolfegg_51v_52r1_Heerzug-Tross.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1061\" class=\"size-medium wp-image-1061\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hausbuch_Wolfegg_51v_52r1_Heerzug-Tross-300x214.jpg\" alt=\"Wagentross, Hausbuch Wolfegg\" width=\"300\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hausbuch_Wolfegg_51v_52r1_Heerzug-Tross-300x214.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hausbuch_Wolfegg_51v_52r1_Heerzug-Tross-600x428.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hausbuch_Wolfegg_51v_52r1_Heerzug-Tross.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1061\" class=\"wp-caption-text\">Wagentross, Hausbuch Wolfegg<\/p><\/div>\n<p>wurde. Die Bespiele belegen jedoch jede Menge Abweichungen hierzu.<br \/>\n1450 forderte Friedrich II. Von Berlin C\u00f6ln Berittene und R\u00fcstwagen wobei jedes Haus einen ger\u00fcsteten Mann zu stellen hatte.<br \/>\nIn den Pommern Kriegen 1478 und 1479 mussten die St\u00e4dte Brandenburg, Berlin und Frankfurt jede 400 Mann berittene, Fu\u00dfvolk und Wagenknechte stellen. Diese sollten von Hauptleuten angef\u00fchrt werden die aus Ratsmannen bestehen sollten.<br \/>\n<span style=\"color: #eb0000;\"><strong>Z<\/strong><\/span>u einer anderen Gelegenheit sollten 1479 zu Ostern Berlin C\u00f6ln, Prenzlow, Brandenburg und Frankfurt, jede 600 Mann mit hundert Pferden und zwei Haubitzen stellen.<\/p>\n<p>1583 verlangte Kurf\u00fcrst Johann Georg von der Stadt Berlin C\u00f6ln eine Aufstellung wie gro\u00df die Aufgebote gewesen sein die sie den bisherigen Kurf\u00fcrsten zu stellen hatten. Dazu verlangte er das die St\u00e4dte eine Aufstellung anfertigen sollen, wie sie und ihre Vorfahren zu Ro\u00df und zu Fu\u00dfe gedient h\u00e4tten. Dies sollten sie anhand ihrer Register belegen. Selbige Angaben machten sie.<\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfvolk<\/strong><\/p>\n<p>Berlin&nbsp;&nbsp; &nbsp;200 Man<br \/>\nC\u00f6ln&nbsp;&nbsp; &nbsp;100 Mann<\/p>\n<p>Berittene<\/p>\n<p>Berlin&nbsp;&nbsp; &nbsp;10 Mann nebst Pferd<br \/>\nC\u00f6ln&nbsp;&nbsp; &nbsp;5 Mann nebst Pferd<\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>E<\/strong><\/span>s ist nat\u00fcrlich nicht sicher in wie weit diese Aufstellung auch f\u00fcr das 14. und 15. Jahrhundert gilt. Da jedoch die Rede von Vorfahren ist, k\u00f6nnte ich mir vorstellen das man mit Recht vermuten kann das es zumindest f\u00fcr einen gro\u00dfen Teil des 15. Jahrhunderts zutrifft.<\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_5814.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1050\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_5814-300x199.jpg\" alt=\"IMG_5814\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_5814-300x199.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_5814-600x400.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/IMG_5814.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>D<\/strong><\/span>ie Aufstellung und die weiter oben gezeigten Aufgebotsforderungen der Landesherrn zeigen aber das die Forderungen an Mannschaft auch gr\u00f6\u00dfer sein konnten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>B<\/strong><\/span>ereits im 14. Jahrhundert verf\u00fcgte Berlin \u00fcber Gesch\u00fctze. Diese wurden aber urspr\u00fcnglich nur zur Verteidigung der Stadt eingesetzt. Ins Feld wurden sie anf\u00e4nglich nicht mitgef\u00fchrt. Erst unter Kurf\u00fcrst Friedrich II. wurden die St\u00e4dte auch dazu verpflichtet Gesch\u00fctze zu stellen. So mussten die die St\u00e4dte Berlin C\u00f6ln 1479 im Krieg gegen die Pommern zusammen mit anderen St\u00e4dten 600 Mann stellen. Wobei auf je 250 Mann eine Haubitze zu stellen war.<\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie Ausgaben f\u00fcr die Aufgebote hatten die St\u00e4dte selbst zu bestreiten. Was keine geringen Kosten verursachte. Mussten doch manchmal auch gefangene B\u00fcrger gegen L\u00f6segeld ausgel\u00f6st werden.<br \/>\nAber die St\u00e4dte machten im Gegenzug, wenn alles gut lief auch Kriegsbeute. Und auch selbst gefangene und verlangten dann ebenfalls L\u00f6segeld . Bis zur ihrer Ausl\u00f6sung wurden die Gefangenen in den T\u00fcrmen der Stadt fest gesetzt. Die Kriegskosten, ebenso wie die Beute wurde St\u00e4dten Berlin C\u00f6ln 2\/3 zu 1\/3 geteilt. Das geltend machen des Beuteanteils war verlief jedoch anscheinend nicht immer ganz reibungslos. Dies zeigt eine<\/p>\n<div id=\"attachment_1031\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stendal-Wiekhaus_07.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1031\" class=\"size-medium wp-image-1031\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stendal-Wiekhaus_07-200x300.jpg\" alt=\"Ein Wiekhaus in der ehemaligen Stadtmauer von Stendal\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stendal-Wiekhaus_07-200x300.jpg 200w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Stendal-Wiekhaus_07.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1031\" class=\"wp-caption-text\">Ein Wiekhaus in der ehemaligen Stadtmauer von Stendal<\/p><\/div>\n<p>Beschwerde gegen die Stadt C\u00f6lln, die von Berlin beim Kurf\u00fcrsten eingereicht wurde. Darin beschuldigte die Stadt Berlin die Stadt C\u00f6lln Beute zur\u00fcckgehalten zu haben.<\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>I<\/strong><\/span>n dem Schreiben von 1477 von Kurf\u00fcrst Albrecht an seinen Sohn finden wir auch eine Angabe dar\u00fcber wie gro\u00df die Aufgebote sein sollen die von den St\u00e4dten und Vasallen gefordert werden.<\/p>\n<p><em>Item allen Steten in allen marcken zu Roszs und zu fus IIIm vnd ye X ein wagen.<\/em><br \/>\n<em>Treff einen teil Im pferd und IIIm zu fus.<\/em><br \/>\n<em>Item allen Steten in allen marcken zu Roszs und zu fus IIIm vnd ye X ein wagen.<\/em><br \/>\n<em>Item allen Prelaten, herren vnd Ritterschaft Im. zu fus mit sambt den wagen, die <\/em><br \/>\n<em>Item allen Prelaten, Herren und der Ritterschaft 1000 zu Fu\u00df samt den Wagen, die<\/em><br \/>\n<em>der herschaft pflichtig sind zu farn.<\/em><br \/>\n<em>Item die altmerckischen Ritterschaft und Prignitzirischen IIIc pfert.<\/em><br \/>\n<em>Item all prelaten, heren und Ritterschaft in der mittelmarck mitsambt dem <\/em><br \/>\n<em>hofgesind und ambtleuten Vc pfert <\/em><br \/>\n<em>Item die Marck gensseit der Ader Ic pfert.<\/em><br \/>\n<em>Item Cotbus Stat vnd Ritterschaft LX pfert.<\/em><br \/>\n<em>Item Anhalt vnd Raynstein XL. <\/em><br \/>\n<em>Alles Im pfert, X ein wagen zu Roszs und zu fus durchaus gerechet, <\/em><br \/>\n<em>facit IIIIc wegen.<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Die Stadtbefestigung<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>B<\/strong><\/span>ei Berlin \u2013 C\u00f6ln handelte es sich um eine Doppelstadt welche an zwei Ufern der Spree liegt. Auf der einen Seite C\u00f6ln, auf der anderen Berlin. Zur Spree hin. Welche zwischen den beiden St\u00e4dten hindurch flie\u00dft, verf\u00fcgten die beiden St\u00e4dte \u00fcber<\/p>\n<div id=\"attachment_1034\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tangermuende_Burg_19.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1034\" class=\"size-medium wp-image-1034\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tangermuende_Burg_19-200x300.jpg\" alt=\"Ein St\u00fcck Tangerm\u00fcnder Stadtmauer das an einen Turm st\u00f6\u00dft\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tangermuende_Burg_19-200x300.jpg 200w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tangermuende_Burg_19.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1034\" class=\"wp-caption-text\">Ein St\u00fcck Tangerm\u00fcnder Stadtmauer das an einen Turm st\u00f6\u00dft<\/p><\/div>\n<p>keinerlei Befestigung. Lediglich an den Enden der Stadtmauer, wo diese an die Spree reicht, war die Stadtmauer zumindest in Berlin jeweils ein gutes St\u00fcck an der Spree entlang in die St\u00e4dte hineingezogen. Die Stadtmauer war aus Feldsteinen und Backsteinen gebaut, wobei der Backsteinanteil klar \u00fcberwog.<br \/>\n<span style=\"color: #eb0000;\"><strong>G<\/strong><\/span>r\u00f6\u00dftenteils verlief die Mauer in einer geraden Linie um die St\u00e4dte herum. Nur an einigen Stellen verf\u00fcgte die Stadtmauer \u00fcber Stadt ausw\u00e4rts weisende runde Ausbuchtungen. Von der Stadt aus gesehen, befanden sich links vom Berliner Stralower Tor drei dieser Ausbuchtungen. Zwischen dem Oderberger Tor und dem Jekhol gab es ebenfalls zehn davon. Um die Stadtmauern verteidigen zu k\u00f6nnen, verf\u00fcgte die Stadtmauer \u00fcber einen Wehrgang. Diese verlief im oberen Bereich der Stadtmauer auf der Innenseite die gesamte Mauer entlang. Teils war der Wehrgang angeblich&nbsp; gemauert, der gr\u00f6\u00dfte Teil d\u00fcrfte jedoch aus einer Holzkonstruktion bestanden haben. Zur Aufh\u00e4ngung des Wehrgangs&nbsp; befanden sich in der Stadtmauer Aussparungen in welche die tragenden Balken des Wehrgangs eingesteckt wurden. Meist verf\u00fcgten die Wehrg\u00e4nge auch \u00fcber eine \u00dcberdachung. Diese sollte die W\u00e4chter nicht nur vor Regen und Sonne sch\u00fctzen, sondern auch vor ballistisch geschossenen Pfeilen. Im Durchschnitt war die Stadtmauer in etwa 6 Fu\u00df dick und 30 Fu\u00df hoch.<br \/>\nZur Verst\u00e4rkung der Stadtmauern waren sie in mehr oder weniger regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden mit runden T\u00fcrmen und Rechteckigen Weichh\u00e4usern versehen. Die T\u00fcrme waren von unterschiedlicher H\u00f6he, die gr\u00f6\u00dften wohl um die achtzig Fu\u00df hoch. Die meisten der T\u00fcrme verf\u00fcgten \u00fcber ein kegelf\u00f6rmig zugespitztes Dach.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_981\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE-BERLIN_COELLN_BEFESTIGUNG-KLEIN.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-981\" class=\"size-medium wp-image-981\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE-BERLIN_COELLN_BEFESTIGUNG-KLEIN-300x211.jpg\" alt=\"Karte mit den Verteidigungsanlagen der St\u00e4dte Berlin C\u00f6lln\" width=\"300\" height=\"211\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE-BERLIN_COELLN_BEFESTIGUNG-KLEIN-300x211.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE-BERLIN_COELLN_BEFESTIGUNG-KLEIN-600x422.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/KARTE-BERLIN_COELLN_BEFESTIGUNG-KLEIN.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-981\" class=\"wp-caption-text\">Karte mit den Verteidigungsanlagen der St\u00e4dte Berlin C\u00f6lln<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>V<\/strong><\/span>or der Stadtmauer waren zwei breite Wassergr\u00e4ben hintereinander angelegt zwischen denen ein Erdwall aufgeschichtet worden war. Die Gr\u00e4ben waren jeweils in etwa vier Ruten breit, der Erdwall etwa zwei Ruten breit. \u00dcber die Gr\u00e4ben f\u00fchrten wahrscheinlich Holzbr\u00fccken zu den Stadttoren. Nur f\u00fcr die Br\u00fccke zum Spandower Tor ist eine gew\u00f6lbte Steinbr\u00fccke bezeugt. Das letzte der Stadt zugewandte St\u00fcck der Br\u00fccke bestand, zumindest bei vereinzelten Toren, z.B. den C\u00f6lner Stadttoren, aus Zugbr\u00fccken.&nbsp; In Berlin war der Doppelgraben \u00fcber die gesamte L\u00e4nge der Stadtmauer angelegt. In C\u00f6ln nur streckenweise, da eine gro\u00dfer Teil der C\u00f6lner Stadtmauer durch den vor C\u00f6lln liegenden Sumpf gesch\u00fctzt wurde.<br \/>\n<span style=\"color: #eb0000;\"><strong>I<\/strong><\/span>n die St\u00e4dte f\u00fchrten insgesamt f\u00fcnf Stadttore, drei nach Berlin, (das Stralower Tor, das Oderberger Tor und das Spandower Tor) und zwei nach C\u00f6ln (das Teltower Tor und das K\u00f6peniker Tor). Alle f\u00fcnf Stadttore befanden sich in viereckigen Torh\u00e4usern. Die Torh\u00e4user hatten die Gestalt von T\u00fcrmen von denen aus sich die Stadttore effektiv verteidigen lie\u00dfen. Dem Oderberger und dem Teltower Tor waren jenseits der Wassergr\u00e4ben jeweils ein gro\u00dfer Turm vorgelagert. In diesen T\u00fcrmen befand sich ein Durchlass, \u00e4hnlich denen in den Torh\u00e4usern durch welchen man auf die Br\u00fccke gelangte.<\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>U<\/strong><\/span>m einen Angriff von der Spree aus zu verhindern, wurden auf beiden Seiten der Spree Eisen beschlagene Eichenpf\u00e4hle in den Grund der Spree gerammt. Wodurch nur eine schmale Fahrrinne f\u00fcr Schiffe ge\u00f6ffnet blieb. Diese konnte mittels eines Baumstamms verschlossen werden. Was zum Beispiel auf der H\u00f6he des Spandower Tors der W\u00e4chter des Spandower Torturmes zu erledigen hatte. Wurde die \u00d6ffnung verschlossen, war ein Durchkommen mit schiffen nicht mehr m\u00f6glich.<\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie Stadtbefestigung widerstand zumindest drei Belagerungen. Im Herbst 1349 dem K\u00f6nig Waldemar III. von D\u00e4nemark. Im Juni 1351 dem den eigenen Markgrafen und im Herbst 1435 dem Komtur des Johanniter Ordens.<\/p>\n<p><strong>Die Verteidigung der St\u00e4dte<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1033\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tangermuende_Burg_09.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1033\" class=\"size-medium wp-image-1033\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tangermuende_Burg_09-300x199.jpg\" alt=\"In der Stadtmauer sieht man sehr gut die Aussparungen in welche der Wehrgang eingeh\u00e4ngt wurde. Tangerm\u00fcnde\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tangermuende_Burg_09-300x199.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tangermuende_Burg_09-600x400.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tangermuende_Burg_09.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1033\" class=\"wp-caption-text\">In der Stadtmauer sieht man sehr gut die Aussparungen in welche der Wehrgang eingeh\u00e4ngt wurde. Tangerm\u00fcnde<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie Stadtmauer, ihre T\u00fcrme und die Thore war st\u00e4ndig bemannt. Jedes der Stadttore hatten einen eigenen Torw\u00e4chter der bei der Stadt angestellt und vom Rat vereidigt war. Der Torw\u00e4chter am Spandauer Tor bewachte zugleich den Verschluss zwischen den Pf\u00e4hlen welche in die Spree eingerammt waren, und mit deren Hilfe man die Spree f\u00fcr Schiffe sperren konnte. Die Mauer und die T\u00fcrme wurden von Stadtdienern und B\u00fcrgern bewacht. So waren z.B. der Heideritter, der f\u00fcr die Bewachung der stadteigenen Wiesen und Heiden zust\u00e4ndig war, und teilweise die auch Hirten dazu verpflichtet einen Teil des Wachdienstes zu \u00fcbernehmen. Der Heideritter und der Wachsetzer mussten auch in den Marktzeiten des Nachts die Marktbuden bewachen. Jeder wehrf\u00e4hige B\u00fcrger war verpflichtet sich an der Bewachung und Verteidigung der Stadtmauer, und nat\u00fcrlich auch an der Aufstellung des Aufgebotes zu beteiligen. Jedoch hatten die B\u00fcrger auch die M\u00f6glichkeit ihren Wachdienst gegen Entgelt von jemanden anderem \u00fcbernehmen zu lassen, bzw. haben den Wachdienst von einer Stadtwache verrichten lassen. Nur im Verteidigungsfall waren die B\u00fcrger verpflichtet den Wachdienst pers\u00f6nlich zu verrichten.<br \/>\n<span style=\"color: #eb0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>er Wachsetzer hatte die Aufsicht \u00fcber die Stadtwache und \u00fcberwachte auch die Morgendliche und Abendliche Abl\u00f6sung der Wachmannschaften. Ebenso das \u00d6ffnen und verschlie\u00dfen der Stadttore. Den Schl\u00fcssel f\u00fcr die Stadttore hatte der&nbsp; Altermann in seiner Obhut. Er \u00fcbergab diesen zum \u00d6ffnen der Tore an den Wachsetzer und empfing ihn danach wieder von ihm. Ebenso geschah es wenn des Abends die Tore verschlossen wurden.<\/p>\n<p><strong>Die Mobilisierung des Aufgebots<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie St\u00e4dte Berlin C\u00f6ln waren in Viertel unterteilt denen jeweils ein Viertelmeister vor stand. Wurde im Fall von Gefahr die Glocke gel\u00e4utet, oder die Trommel geschlagen, sammelten sich alle Wehrf\u00e4higen des Viertels um ihren jeweiligen Viertelmeister und zogen dann zusammen zum Sammelplatz. Der Sammelplatz befand sich in Berlin auf dem Neuen Markt und auf dem Platz vor dem Rathaus, in C\u00f6ln auf dem Fischmarkt und auf dem Hundemarkt, oder Petriplatz.<br \/>\nDort fanden sich auch die Hauptleute ein, teilten die Bewaffneten B\u00fcrger ein und schickte sie zu verschiedenen Mauerabschnitten, oder Toren. Oder man wartete dort die Anweisungen des Altermanns oder B\u00fcrgermeisters ab, um dann gegebenenfalls auszur\u00fccken.<\/p>\n<div id=\"attachment_1035\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tangermuende_Neustaedter_36.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1035\" class=\"size-medium wp-image-1035 \" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tangermuende_Neustaedter_36-300x199.jpg\" alt=\"Das Neust\u00e4dter Stadttor in Tangerm\u00fcnde\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tangermuende_Neustaedter_36-300x199.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tangermuende_Neustaedter_36-600x400.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tangermuende_Neustaedter_36.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1035\" class=\"wp-caption-text\">Das Neust\u00e4dter Stadttor in Tangerm\u00fcnde<\/p><\/div>\n<p><strong><span style=\"color: #eb0000;\">A<\/span><\/strong>ber nicht nur die Bewaffneten sammelten sich, sondern auch die Ratsleute sammelten sich am Rathaus. Lauschten den beim Altermann eingegangenen Nachrichten um sich zu beraten und daraufhin die geeigneten Ma\u00dfnahmen einzuleiten.<br \/>\nSollte es zu Kampfhandlungen kommen wurde die R\u00fcstkammer des Rathauses ge\u00f6ffnet und die Waffen wurden ausgegeben. Die Tore, T\u00fcrme und Mauern wurden verst\u00e4rkt besetzt und es wurden bewaffnete ausgesendet, welche die Feldarbeiter und Hirten in die Stadt zur\u00fcck geleiteten.&nbsp; An die Verb\u00fcndeten St\u00e4dte wurden Briefe geschrieben, damit diese zur Verst\u00e4rkung ausr\u00fcckten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>Z<\/strong><\/span>um gegenseitigen Schutz der M\u00e4rkischen St\u00e4dte vor Bedrohungen durch Fehden mit anderen m\u00e4chtigen St\u00e4dten, aber auch durch den Landesherrn vereinbarten einige M\u00e4rkische St\u00e4dte ein B\u00fcndnis, den M\u00e4rkischen St\u00e4dtebund. Mitglieder im M\u00e4rkischen St\u00e4dtebund waren unter anderem Berlin C\u00f6ln, Frankfurt, Brandenburg, Salzwedel und die Stadt Dahme. Die Mitglieder des St\u00e4dtebundes verpflichteten sich im Kriegsfall zu gegenseitiger Hilfe.<\/p>\n<div id=\"attachment_1060\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hausbuch_Wolfegg_51v_52r1_Heerzug-Trompeter.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1060\" class=\"size-medium wp-image-1060\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hausbuch_Wolfegg_51v_52r1_Heerzug-Trompeter-300x214.jpg\" alt=\"Trompeter in einem Aufgebot, Hausbuch Wolfegg\" width=\"300\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hausbuch_Wolfegg_51v_52r1_Heerzug-Trompeter-300x214.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hausbuch_Wolfegg_51v_52r1_Heerzug-Trompeter-600x430.jpg 600w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Hausbuch_Wolfegg_51v_52r1_Heerzug-Trompeter.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1060\" class=\"wp-caption-text\">Trompeter in einem Aufgebot, Hausbuch Wolfegg<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie Wehranlagen und die sofortige Hilfe durch andere St\u00e4dte machte es nicht leicht eine Stadt wie Berlin C\u00f6ln anzugreifen. Durch die stete Besetzung der Mauern und T\u00fcrme wurde ein sich n\u00e4herndes Heer fr\u00fchzeitig bemerkt. Woraufhin die Stadttore geschlossen wurden und wie oben gesagt alle sich vor den Mauern befindlichen B\u00fcrger in die Stadt zur\u00fcck zogen. Das machte einen \u00dcberraschungsangriff so gut wie unm\u00f6glich. Eine Belagerung mit dem Zweck die St\u00e4dter auszuhungern war jedoch ebenfalls wenig erfolgversprechend. Die St\u00e4dte verf\u00fcgten stets \u00fcber gro\u00dfe Mengen an Vorrat, mit welchem es ihnen m\u00f6glich war eine ziemlich lange Zeit die Belagerung zu \u00fcberstehen. Nicht zu vergessen die verb\u00fcndeten St\u00e4dte, welche sich anschickten sich zu sammeln und den Belagerern in den R\u00fccken zu fallen.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #eb0000;\">S<\/span><\/strong>ollte es zu einem n\u00e4chtlichen Angriff kommen, waren die B\u00fcrger verpflichtet Leuchtpfannen vor ihre H\u00e4user zu stellen. Also metallene Pfannen die mit brennendem Kiehn gef\u00fcllt waren, um die Stra\u00dfen zu erhellen und so die Mobilmachung der Wehrf\u00e4higen zu erleichtern.<\/p>\n<p><strong>Zust\u00e4nde in der Mark Brandenburger<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_1036\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tangermuende_Rosstor_05.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1036\" class=\"size-medium wp-image-1036\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tangermuende_Rosstor_05-200x300.jpg\" alt=\"Die Rossfuhrt in Tangerm\u00fcnde, bei der es sich ebenfalls um ein durch ein Torhaus f\u00fchrendes Tor handelt\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tangermuende_Rosstor_05-200x300.jpg 200w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Tangermuende_Rosstor_05.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1036\" class=\"wp-caption-text\">Die Rossfuhrt in Tangerm\u00fcnde, bei der es sich ebenfalls um ein durch ein Torhaus f\u00fchrendes Tor handelt<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #eb0000;\"><strong>D<\/strong><\/span>ie Zust\u00e4nde in der Mark Brandenburg waren im 13., 14. und am Anfang des 15. Jahrhunderts recht unsicher, was auch eine zeitgen\u00f6ssischer Ausspruch belegt. Je n\u00e4her man der Mark kommt desto gef\u00e4hrlicher reist man. Wenn man die Brandenburgischen Chroniken lie\u00dft, st\u00f6\u00dft man fast ausschlie\u00dflich auf Raub, Mord, Fehden und Totschlag. Jeder der die Kraft dazu hatte, machte und nahm sich was er wollte. Auf die Autorit\u00e4t der Landesherrschaft gab so gut wie niemand etwas. Dass ging soweit, das Abordnungen von St\u00e4dten gelegentlich nicht zu Versammlungen mit anderen St\u00e4dten kommen konnten, weil sie sich nicht vor die Tore trauten. Denn dort schlug wieder mal jemand alles Tot was sich bewegte. Erst mit Friedrich I. bekam die Mark Brandenburg einen Landesherrn der sich um diese k\u00fcmmerte und es auch schaffte sich&nbsp; durch zu setzen. Wodurch sich die Zust\u00e4nde in der&nbsp; Mark langsam befriedeten. Dies wurde ihm jedoch alles andere als leicht gemacht. Bis dahin musste man sich seiner Haut zu wehren wissen. Denn es gab niemanden der Recht sprach und dieses auch durchsetzte. Somit war es f\u00fcr die St\u00e4dte \u00fcberlebenswichtig \u00fcber eine schlagkr\u00e4ftige Truppe zu verf\u00fcgen, um ihr Gut, den Handel und ihr Leben zu besch\u00fctzen.<br \/>\nAber die Berliner waren denn auch ein \u00e4u\u00dferst Streitwilliges V\u00f6lkchen. Das sich nicht nur in Fehden und gegen R\u00e4uber zu wehren wusste, sondern sich auch der Kirche und den Landesherrn widersetzte, wenn es nicht nach ihrem Willen ging.<\/p>\n<p><strong>Ein paar Beispiele aus einer langen Liste von Begebenheiten<\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #eb0000;\">D<\/span><\/strong>ie St\u00e4dte Berlin und C\u00f6ln 1350 wurden von Kaiser Karl IV in die Acht genommen, weil sie sich weigerten&nbsp; Markgraf Ludwig den R\u00f6mer und dessen Bruder Markgraf Otto als ihre Herrn an zu erkennen. 1361 lie\u00dfen die B\u00fcrger&nbsp; St\u00e4dte Berlin und C\u00f6ln&nbsp; Theodorici den Schreiber des Erzbischofs zu Magdeburg auf dem Markt enthaupten.<br \/>\n1373 weigerten sich die St\u00e4dte Berlin C\u00f6ln&nbsp; Kaiser Karl IV als Landesherrn an zu erkennen und stellten sich ihm zur Schlacht. Doch das Heer der Doppelstadt wurden geschlagen und so mussten sie sich Kaiser Karl IV beugen.<br \/>\n1410 sind die St\u00e4dte Berlin C\u00f6ln ausgezogen um R\u00e4uber zu fangen und sie zu richten. Wobei man sich bei R\u00e4ubern nicht eine kleine Bande von halb verhungerten R\u00e4ubern vorstellen darf. Daf\u00fcr h\u00e4tte man kein Aufgebot gebraucht. Die R\u00e4uber der damaligen Zeit waren Adlige die \u00fcber ein schlagkr\u00e4ftiges Heer und auch Burgen verf\u00fcgten. So z.B. die Quitzows. Die lange die Mark unsicher machten und drangsalierten. Und mit denen auch Friedrich I seine Schwierigkeiten hatte. Aber selbst die Quitzows beschwerten sich \u00fcber die Berliner das sie ihnen die Knechte tot schl\u00fcgen.<br \/>\n1410 zogen die Berliner denn auch gegen Dietrich von Quitzow weil er ihnen die Herden vor der Stadt geraubt hatte. Die Berliner und C\u00f6lner wurden jedoch geschlagen.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #eb0000;\">W<\/span><\/strong>er mehr davon lesen mag kann sich die Brandenburgischen Chroniken besorgen. Diese sind als google books im Netz frei verf\u00fcgbar. Dort finden sich noch viel mehr solcher Begebenheiten.<\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<p>1.) Codex diplomaticus Brandenburgensis hera<br \/>\n2.) Berliner Stadtbuch<br \/>\n3.) Edelmann, B\u00fcrger, Bauer, Bettelmann \u2013 Berlin im Mittelalter von Adriaan M\u00fcller, Ullstein Verlag<br \/>\n4.) Chronicon Berolinense, Schriften des Vereins f\u00fcr die Geschichte der Stadt Berlin, Heft IV<br \/>\n5.) Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken uns sonstigen Geschichtsquellen f\u00fcr die Mark Brandenburg und ihrer Regenten. Band I<br \/>\n6.) Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken uns sonstigen Geschichtsquellen f\u00fcr die Mark Brandenburg und ihrer Regenten. Band II<br \/>\n7.) Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken uns sonstigen Geschichtsquellen f\u00fcr die Mark Brandenburg und ihrer Regenten. Band III<br \/>\n8.) Historisch diplomatische Beitr\u00e4ge zur Geschichte Berlins, F\u00fcnfter Teil Geschichte der Stadt. Herausgegeben von E. Fidicin, Berlin 1842<br \/>\n9.) M\u00e4rkische Forschungen, Herausgegeben von dem Vereine f\u00fcr Geschichte der Mark Brandenburg VII. Band<br \/>\n10) Urkunden-buch zur Berlinischen Chronik von Verein f\u00fcr die Geschichte Berlins<br \/>\n11.) M\u00e4rkische Forschungen, Herausgegeben von dem Vereine f\u00fcr Geschichte der Mark Brandenburg VIII. Band<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Mittelalterliche St\u00e4dte mussten ihre Interessen teils auch mit Gewalt durchsetzen und sich nat\u00fcrlich auch gegen Gewalt sch\u00fctzen. Hinzu kam ihre Vasallenpflicht gegen\u00fcber dem Landesherrn. 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