{"id":4488,"date":"2017-09-22T22:28:19","date_gmt":"2017-09-22T22:28:19","guid":{"rendered":"http:\/\/schiffsmond.net\/?p=4488"},"modified":"2024-09-03T19:25:04","modified_gmt":"2024-09-03T19:25:04","slug":"die-spaetmittelalterliche-stadtbefestigung-von-schwaebisch-hall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/die-spaetmittelalterliche-stadtbefestigung-von-schwaebisch-hall\/","title":{"rendered":"Die sp\u00e4tmittelalterliche Stadtbefestigung von Schw\u00e4bisch Hall"},"content":{"rendered":"<p>Alle drei Stadtteile Schw\u00e4bisch Halls waren von einer Stadtmauer mit Wehrbauten umgeben. Die Altstadt mit 1710 Metern, die Gelbinger Vorstadt mit 1028 Metern und die Vorstadt jenseits Kochens mit 1336 <a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Buechsenhaus-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-87.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4493\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Buechsenhaus-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-87-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Buechsenhaus-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-87-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Buechsenhaus-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-87-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Buechsenhaus-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-87-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Metern Stadtmauer. Insgesamt verf\u00fcgten die Stadtmauern \u00fcber 57 Wehrbauten von denen 18 gro\u00dfe und kleine Stadttore waren.<br \/>\nDie Haupttoren waren das Langenfelder Tor, das Gelbinger Tor, das Riedener Tor und das Weiler Tor.<br \/>\nDurch die Ver\u00e4nderungen der Waffentechnik, vor allem dem Aufkommen der B\u00fcchsen, ver\u00e4nderten sich nat\u00fcrlich auch die Anforderungen die an eine Befestigung gestellt wurden. Schw\u00e4bisch Hall versuchte den sich \u00e4ndernden Anforderungen gerecht zu werden, indem sie die Stadtbefestigung \u00fcber die Jahre ausbauten und verst\u00e4rkten.<br \/>\nNach der Errichtung der urspr\u00fcnglichen Stadtbefestigung lassen sich weitere Bauphasen feststellen, in denen die Stadtbefestigung ausgebaut wurde. Wobei die Ausbauenten vor allem darin bestanden weitere T\u00fcrme zu errichten und die Stadtgr\u00e4ben zu vertiefen.<br \/>\nSo wurden 1490 der Schneewasserturm, der Pulverturm und das Riedener Tor errichtet. 1515 folgten der Herzensnest Turm, der Mantel Turm, der Herzel Turm, der Winzer Turm, der Haspel Turm, das M\u00fchlbollwerk, der Decken Turm, das \u00e4u\u00dfere Langenfelder Tor, das Kl\u00f6tzle Tor, der Pechnasen Turm, das Rotsteg Tor und das Bad T\u00f6rle. Und wo man schon dabei war wurde der Pulverturm gleich noch mal ein St\u00fcck erh\u00f6ht. Kurz darauf wurde dann noch der Wetzel Turm und die Worler Bastei errichtet. Die <a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Josenturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-61.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-4494 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Josenturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-61-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Josenturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-61-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Josenturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-61-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Josenturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-61-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Letzten Ausbauma\u00dfnahmen waren 1525 eine durch die Bauernkriege motivierte allgemeine Verst\u00e4rkung der Festungsanlage, 1534 die Errichtung des j\u00fcngeren Eichtors und 1543 die Errichtung des neuen Tors.<\/p>\n<p>Trotz alle Bem\u00fchungen die Stadtbefestigung immer wieder zu optimieren, war das Gel\u00e4nde um Hall f\u00fcr eine Befestigung nicht gerade ideal. Den die H\u00fcgel, zwischen denen Schw\u00e4bisch Hall liegt \u00fcberragen die Stadt. So das sich die Stadt gegen Beschuss von dort nicht sch\u00fctzen konnte. Um Beschuss von dort zu unterbinden h\u00e4tte das st\u00e4dtische Aufgebot ausr\u00fccken m\u00fcssen. Aber die Salzquelle, der Grundstock von Halls Reichtum lag nun mal dort wo sie lag. Also musste man mit dem zurechtkommen was man hatte.<\/p>\n<h2>Die Stadtmauern<\/h2>\n<p>Die Stadtmauern sind aus Naturstein errichtet, wiesen eine durchschnittliche H\u00f6he von 11,50 m auf und <a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Scharfrichterturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-23.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4497\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Scharfrichterturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-23-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Scharfrichterturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-23-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Scharfrichterturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-23-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Scharfrichterturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-23-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>besa\u00dfen eine st\u00e4rke von 1,60 bis 1,75 Metern. Der an ihrer Krone entlang laufende Wehrgang hatte eine H\u00f6he von 2,20 m. Der die Br\u00fcstung bildende Teil der Stadtmauer hatte eine Dicke von 0.7 m. Die Krone der Mauern und damit die Wehrg\u00e4nge, waren teilweise mit Zinnen bewehrt. Der Laufgang des Wehrgangs bestand zu einem Teil aus der Steinernen die Fl\u00e4che der Stadtmauer. Verbreitert wurde der Gang durch eine Holzplattform der von innen in die Mauer eingeh\u00e4ngt wurde. Zum Ende des Sp\u00e4tmittelalters wurde der Wehrgang \u00fcberdacht.<br \/>\nDie Zinnenl\u00fccken waren so breit das man sich durch sie hindurch lehnen und \u00fcber die Mauer gelehnt auch deren Fu\u00df einsehen konnte. Auf gr\u00f6\u00dferen Mauerabschnitten befanden sich zwischen den Zinnenl\u00fccken Sehschlitze die eine sichere Beobachtung der Angreifer erm\u00f6glichten.<br \/>\nAngreifer wurden von den Zinnen aus mit B\u00f6gen und Armbr\u00fcsten beschossen, mit Wurfgeschossen bedacht und mit Fl\u00fcssigkeiten \u00fcbergossen. Man bewarf sie mit Bienenk\u00f6rben, Steinen sowie Pechringen und \u00fcbergoss sie mit kochendem Wasser, \u00d6l. Kalk, Blei und Pech. Auch h\u00e4ngte man lange und schwere mit Dornen versehene Baumst\u00e4mme \u00fcber die Mauer, um sie auf Angreifer herabfallen zu lassen.<br \/>\nLeider ist von den Stadtmauern nur noch sehr wenig erhalten. Lediglich an ein paar verbliebenen T\u00fcrmen und am B\u00fcchsenhaus finden wir noch Reste der alten Stadtmauer.<\/p>\n<h2>Die T\u00fcrme<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Pechnasenturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-105.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4496\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Pechnasenturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-105-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Pechnasenturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-105-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Pechnasenturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-105-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Pechnasenturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-105-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Zur St\u00e4rkung der Verteidigungskraft verf\u00fcgte die Stadtmauer \u00fcber T\u00fcrme. Zur Zeit ihrer Fertigstellung verf\u00fcgte die Stadtmauer nur \u00fcber eine geringe Anzahl von T\u00fcrmen. Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts wurde ihre Anzahl jedoch deutlich erh\u00f6ht. Die T\u00fcrme waren in etwa 14 bis 24 Meter hoch und wiesen unterschiedliche Grundformen auf. Einige verf\u00fcgten \u00fcber eine rechteckige Grundform, andere \u00fcber eine runde und wider andere hatten eine halb runde Form. Bei der halb runden Form handelt es sich um Wiekt\u00fcrme. Wie z.B. der Scharfrichterturm. Diese waren zur Feldseite hin durch eine Mauer gesch\u00fctzt. Zur Stadtseite hin waren sie jedoch offen, da es zu dieser Seite hin keines Schutzes bedurfte. Und sollte ein Feind den Turm einnehmen, f\u00e4nde er in diesem zur Stadtseite hin keine Deckung.<br \/>\nDie \u00e4lteren T\u00fcrme verf\u00fcgten \u00fcber keinerlei Schie\u00dfscharten. Die Mauer\u00f6ffnungen in diesen T\u00fcrmen dienten nur der Beobachtung, zum schie\u00dfen boten sie nicht genug Platz. Die D\u00e4cher auf den T\u00fcrmen wurden erst sp\u00e4ter aufgesetzt, vorher bestanden die D\u00e4cher der T\u00fcrme aus einer Plattform. Darauf deuten noch Regenwasserabfl\u00fcsse in der B\u00f6den der ehemaligen Plattformen hin.<br \/>\nStatt durch Schie\u00dfscharten wurde der Feind von diesen Plattformen aus attackiert. Das geschah durch auf den Plattformen errichtete Wurfmaschinen, Bogen sowie Armbrustsch\u00fctzen und nat\u00fcrlich das <a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Scharfrichterturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-28.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-4755\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Scharfrichterturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-28-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Scharfrichterturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-28-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Scharfrichterturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-28-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Scharfrichterturm-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-28-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a> Bewerfen und Begie\u00dfen mit allerlei Dingen.<br \/>\nDie j\u00fcngeren T\u00fcrme dagegen, wie z.B. der Pechnasenturm, verf\u00fcgen \u00fcber Schl\u00fcssellochscharten. Durch diese konnten die Angreifer mit Hakenb\u00fcchsen beschossen werden. Um die Hakenb\u00fcchsen im unteren Bereich der Schie\u00dfscharte ablegen und hinter der Mauer einhaken zu k\u00f6nnen, wurden in dem Bereich aus Holz bestehende Ablagebalken eingemauert, die den R\u00fcckschlag abfederten.<br \/>\nZum besseren Abzug des Pulverdampfes verf\u00fcgten die Decken \u00fcber Abzugsl\u00f6cher, durch die der Pulverdampf abziehen konnte.<br \/>\nDas Untergeschoss einiger T\u00fcrme wurde als Verlies genutzt. Bei diesen T\u00fcrmen lag der Eingang in einem oberen Geschoss. So das man nur \u00fcber den Wehrgang in den Turm gelangte. Die Gefangenen wurden \u00fcber eine Boden\u00f6ffnung des \u00fcber dem Verlies liegenden Raumes ins Verlies herabgelassen. Diese \u00d6ffnungen wurden als Angstl\u00f6cher bezeichnet.<\/p>\n<h2>Die Tore<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Weiler-Tor-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-30.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4498\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Weiler-Tor-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-30-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Weiler-Tor-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-30-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Weiler-Tor-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-30-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Weiler-Tor-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-30-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Von den ehemaligen Stadttoren sind noch ein paar erhalten. Das Sulfator, das Bad T\u00f6rle, das Langenfelder Tor, das Rotsteg Tor und das Weiler Tor.<br \/>\nDas Langenfelder Tor und das Weiler Tor waren im 15. Jahrhundert gro\u00dfe imposante und Toranlagen.<br \/>\nDas Weiler Tor bestand aus einem Doppeltor, das von einem Turm flankiert wurde. Das innere Tor bildete ein hoher Torturm, das \u00e4u\u00dfere Tor bestand aus einem kleineren Torhaus. Welches nach au\u00dfen durch eine Zugbr\u00fccke gesichert wurde. Im herunter gelassenem Zustand \u00fcberbr\u00fcckte diese den Graben zwischen dem Tor und einer kurzen steinernen Br\u00fccke. An deren anderen Ende nochmals ein einfaches Tor stand.<br \/>\nDas Langenfelder Tor bestand aus zwei rechteckigen Tort\u00fcrmen, einem Zwingerbereich und einem Vorhof. Sp\u00e4ter wurde dem Langenfelder jenseits des Grabens ein weiteres Tor, das Kl\u00f6tzles Tor <a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Weiler-Tor-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-45.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-4499\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Weiler-Tor-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-45-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Weiler-Tor-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-45-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Weiler-Tor-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-45-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Weiler-Tor-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-45-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>vorangestellt.<br \/>\nDer Torturm des inneren Langenfelder Tors war kleiner als der des \u00e4u\u00dferen Langenfelder Tors. Von ihm aus gelangte man, die Stadt verlassend, durch einen Zwingergang zum \u00e4u\u00dferen Langenfelder Tor. Dieses wurde von einem M\u00e4chtigen, 37 Meter hohem Torturm gebildet. Ging man durch diesen Turm hindurch, weiter Richtung Stadtausgang, gelangte man in einen kleinen Hof. Dieser war dem \u00e4u\u00dferen Langenfelder Tor vorgelagert und befand sich somit zwischen dem Tor und dem Stadtgraben. An den Innenseiten der Hofmauern, entlief entlang ihrer Krone ringsherum ein Wehrgang. Von diesen aus konnte ein Feind dem es gelungen war in diesen Bereich <a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Langenfelder-Tor-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-91.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4495\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Langenfelder-Tor-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-91-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Langenfelder-Tor-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-91-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Langenfelder-Tor-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-91-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Langenfelder-Tor-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-91-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>einzudringen attackiert werden. Aus dem Hof heraus f\u00fchrte eine Zugbr\u00fccke \u00fcber den Schiedgraben. An der zum Schiedgraben weisenden Au\u00dfenseite waren im oberen Bereich der Mauer zwei kleinere, die Zugbr\u00fccke links und rechts flankierende T\u00fcrme aufgesetzt.<br \/>\nAn der Stadtmauer dieses Tores wurde wahrscheinlich auch der \u201eWidder\u201c, der st\u00e4dtische Rammbalken aufgeh\u00e4ngt. Den die schw\u00e4bisch Haller 1441 bei der Eroberung Marienfels und Neufels eingesetzt hatten.<br \/>\nWeniger aufw\u00e4ndig gestaltete Tore waren z.B. das Sulfer Tor. Sein Ausgang f\u00fchrte weder \u00fcber eine Zugbr\u00fccke, noch \u00fcber irgend eine andere Br\u00fccke. Er f\u00fchrte direkt in den Kocher durch eine Furt auf das Grasb\u00f6dele.<br \/>\nOder das Bad T\u00f6rle das zum Erkenbad hinab f\u00fchrte. Zwar hatte es auch ein Vortor, das bestand jedoch aus einem einfachen Mauerdurchlass der durch ein Tor verschlossen wurde<\/p>\n<h2>Die Stadtgr\u00e4ben und Zwinger<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Mantelturm-Schiedgraben-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-109.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4754\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Mantelturm-Schiedgraben-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-109-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Mantelturm-Schiedgraben-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-109-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Mantelturm-Schiedgraben-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-109-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Mantelturm-Schiedgraben-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-109-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Vor der kocherseitigen Stadtmauer bildete der Fluss ein nat\u00fcrliches Hindernis, das einen Angriff der Mauer erschwerte. An den Mauerseiten die nicht vom Fluss gesch\u00fctzt waren, sch\u00fctzte man diese durch tiefe Gr\u00e4ben und Zwinger. Die Gr\u00e4ben hatten eine ungef\u00e4hre Tiefe von f\u00fcnf Metern und waren wahrscheinlich um die 12 bis 20 Meter Breit. Ihre Seitenr\u00e4ndern waren mit Mauerwerk ausgef\u00fcttert. So das die Gr\u00e4ben an ihren Seitenkanten \u00fcber ein senkrechtes Gef\u00e4lle verf\u00fcgten. Zwischen <a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Schiedgraben-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-113.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-4756 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Schiedgraben-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-113-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Schiedgraben-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-113-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Schiedgraben-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-113-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Schiedgraben-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-113-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Stadtmauer und Stadtgraben stand eine Zwingermauer. W\u00fcrden die Angreifer es schaffen den Graben zu durchqueren, m\u00fcssten sie zun\u00e4chst die Zwingermauer \u00fcberwinden. Um sich dann vor der hoch aufragenden Stadtmauer in einem schmalen Gang wiederzufinden. In dem sie recht wenig Platz zum agieren und Leitern aufstellen h\u00e4tten.<br \/>\nLeider ist von den Gr\u00e4ben nur noch ein St\u00fcck des Schiedgraben erhalten.<br \/>\nDer vor der Vorstadt jenseits Kochens gelegene Hirschgraben erhielt seinen Namen daher das in ihm Hirsche gehalten wurden.<\/p>\n<h2>Die Stadtb\u00fcchsen<\/h2>\n<p>Wie sich die Stadtbefestigung im Laufe des Sp\u00e4tmittelalters der sich ver\u00e4ndernden Waffentechnik <a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Buechsenhaus-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-86.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4752\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Buechsenhaus-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-86-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Buechsenhaus-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-86-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Buechsenhaus-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-86-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Buechsenhaus-Stadtbefestigung_Schwaebisch_Hall_2017_-86-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>anpasste, tat es auch das Hallische Zeug. Bis zum beginn des 15. Jahrhunderts lagerten in den Zeugh\u00e4usern Armbr\u00fcste, Pfeile, etc. und auf den T\u00fcrmen standen Wurfmaschinen. Im laufe des 15. Jahrhunderts wurden Armbr\u00fcste und Wurfmaschinen langsam aber stetig von den B\u00fcchsen verdr\u00e4ngt. So das die Haller im 15. Jahrhundert auch Handb\u00fcchsen, wie Hakenb\u00fcchsen, und gr\u00f6\u00dfere Gesch\u00fctze in ihrem B\u00fcchsenhaus verwahrten.<br \/>\nIm Erdgeschoss des gro\u00dfen B\u00fcchsenhauses wurden in Friedenszeiten die nicht fest positionierten Gesch\u00fctze, die st\u00e4dtischen Handb\u00fcchsen, Blei, Pulver, Steinkugeln, Lunten und Pechkr\u00e4nze aufbewahrt. Sowie die in Streitigkeiten gewonnen Troph\u00e4en. Wie die aus dem Bauernkrieg und eine Fahne von der Belagerung zu Neuss (1474).<br \/>\nIm Bauernkrieg wurden die vier Haupttore und die Henkersbr\u00fccke mit Gesch\u00fctzen best\u00fcckt. Auf dem Marktplatz standen sieben Feldgesch\u00fctze als schnelle Eingreifreserve. Nachts wurden Laternen aufgestellt um die Umgebung zu erhellen und in den Stadtgr\u00e4ben wurden Gitterartig Bretter ausgelegt. Durch die N\u00e4gel hindurch getrieben wurden, deren Spitzen aufw\u00e4rts wiesen und als Trittfallen dienten.<\/p>\n<p>Im Mittelalter war es Brauch den Gesch\u00fctzen einen pers\u00f6nlichen Namen zu geben. Diesem Brauch folgten nat\u00fcrlich auch die Haller B\u00fcrger.<br \/>\nEine paar der Namen mit denen die Haller ihre Gesch\u00fctze bedachten, sind uns noch bekannt: Das st\u00e4dtische Hauptgesch\u00fctz, \u201eDer Drache\u201c, der 1486 vom Weiler Tor aus 500 Meter weit bis zum Galgenberg schoss, \u201eDie grosse buchsen\u201c, die sich Herzog Ulrich von W\u00fcrttemberg 1504 von den Hallern lieh und \u201eder Baur, der Narr, die Maisz, der Goll und der Finckh\u201c.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle drei Stadtteile Schw\u00e4bisch Halls waren von einer Stadtmauer mit Wehrbauten umgeben. Die Altstadt mit 1710 Metern, die Gelbinger Vorstadt mit 1028 Metern und die Vorstadt jenseits Kochens mit 1336 <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/die-spaetmittelalterliche-stadtbefestigung-von-schwaebisch-hall\/\">Weiterlesen \u2192<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4578,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[128],"tags":[],"class_list":["post-4488","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-suddeutschland"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4488","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4488"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4488\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4758,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4488\/revisions\/4758"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4578"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4488"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4488"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4488"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}