{"id":4226,"date":"2017-08-16T21:15:08","date_gmt":"2017-08-16T21:15:08","guid":{"rendered":"http:\/\/schiffsmond.net\/?p=4226"},"modified":"2024-09-03T19:27:17","modified_gmt":"2024-09-03T19:27:17","slug":"die-prignitz-perleberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/die-prignitz-perleberg\/","title":{"rendered":"Die Prignitz \u2013 Perleberg"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-206.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4232\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-206-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-206-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-206-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-206-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Im Zuge des Wedenzuges 1147 wurde das urspr\u00fcnglich von Slawen bewohnte Gebiet des heutigen Perleberg, von den Deutschen erobert. Woraufhin die edlen Herren Gans am s\u00fcdwestlichen Ufer der Stepnitz eine Burg erbauen lie\u00dfen.<br \/>\nAnschlie\u00dfend gr\u00fcndeten die Herrn von Gans um 1200 auf einer s\u00fcdlichen Stepnitzinsel eine deutsche Kaufmanns- und Handwerkersiedlung. Da eine neu gegr\u00fcndete Siedlung zun\u00e4chst vor allem Bev\u00f6lkerung braucht um die ben\u00f6tigten Gewerke vor Ort ans\u00e4ssig zu machen, warben die Herrn von Gans zun\u00e4chst in der Altmark um Siedler.<br \/>\nDie Perleberger Nikolaistadt (Die zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich noch nicht Nikolaistadt hie\u00df). Dessen <a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-214.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-4233 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-214-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-214-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-214-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-214-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Stadtzentrum der Nikolaikirchplatz war. Die dem Platz seinen Namen gebende Kirche St. Nikolaikirche wurde 1212 erbaut. Leider ist von der Kirche nichts mehr erhalten. Da die Siedlung wirtschaftlich florierte, wurde der Platz in Nikolaistadt schnell zu eng. Durch die Lage auf einer Talsandinsel konnte die Siedlung jedoch zun\u00e4chst nur bedingt wachsen. So das f\u00fcr weitere angeworbene Siedler aus Ost- und Westfalen eine weitere Siedlung errichtet wurde.<br \/>\nZur Anlage der Neustadt erw\u00e4hlte man das Gebiet der dort ans\u00e4ssigen Slawen und errichtet auf dem Grund ihrer Siedlung um 1217 Jakobistadt. <a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-161.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4231\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-161-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-161-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-161-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-161-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Das Stadtzentrum von Jakobistadt bildete die um 1239 errichtete Kirche St. Jakobi. Etwa um 1250 war die Stadtanlage von Jakobistadt abgeschlossen. Im nord\u00f6stlichen Teil von Jakobistadt befand sich der J\u00fcdenhof. Dort befindet sich heute eine kleine Ausstellung, die sich mit der Geschichte der Juden in der mittelalterlichen Mark Brandenburg besch\u00e4ftigt.<br \/>\nEs dauerte nicht all zulange und sowohl die Alt-, als auch die Neustadt bekamen erneut Platzprobleme. Anscheinend machte man sich an die anfangs vermiedene Arbeit und legte den Grund zwischen den beiden Siedlungsteilen trocken, bzw. befestigte ihn.<br \/>\nDenn durch weiteren Zuzug wuchsen die beiden Siedlungsteile \u00fcber die Jahre zusammen und erhielten zun\u00e4chst eine gemeinsame h\u00f6lzerne Befestigung. Die jedoch im Laufe des 13. und 14. Jahrhunderts <a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-215.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-4234\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-215-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-215-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-215-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-215-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>durch eine steinerne Stadtmauer ersetzt wurde.<\/p>\n<p>Bereits um 1239 muss Perleberg den Status einer Stadt gehabt haben. Das ergibt sich aus einer Urkunde von 1239, die der Salzwedler Stadtrat an den Perleberger Rat schicke. In dieser Urkunde wird der Rat von Perleberg darin unterrichtet wie er das von Salzwedel erhaltene Stadtrecht anzuwenden hat. Die erste Erw\u00e4hnung der auf dem Jakobimarktplatz stehenden Rolandsfigur, die ein Symbol f\u00fcr die Gerichtsgewalt der Stadt ist, findet sich 1498. Bei dem urspr\u00fcnglichen Roland handelte es sich um eine Figur aus Holz. Die heutige steinerne Rolandstatue wurde 1546 aufgestellt.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-28.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-4230\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-28-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-28-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-28-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-28-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Anhand einiger Stra\u00dfennamen Perlebergs kann man noch nachvollziehen wo sich einige der dort ans\u00e4ssigen Handwerker angesiedelt hatten. Denn wir sto\u00dfen dort auf Stra\u00dfennamen wie B\u00e4ckerstra\u00dfe, Schuhstra\u00dfe, Schuhmarkt, Wollweberstrasse, Kr\u00e4merstra\u00dfe, etc.<br \/>\nDa H\u00e4ndler auch lesen schreiben und rechnen k\u00f6nnen m\u00fcssen, bedarf es einer Schulbildung. Die Schule in Perleberg war aufgrund des Fehlens eines Klosters wahrscheinlich von Anfang an in st\u00e4dtischer Hand. Seit wann genau es in Perleberg eine Schule gab ist nicht bekannt. Die erste Erw\u00e4hnung einer Schule findet sich in einer Urkunde von 1379 in welcher der Rektor der Schule genannt wird. Das Schulgeld war gestaffelt und richtete sich nach dem Einkommen. 1517 wird im Stadtbuch erstmalig ein \u00f6ffentliches Schulgeb\u00e4ude erw\u00e4hnt. Dieses lag hinter dem Kirchturm von St. Jakobi und diente im 15. Jahrhundert als st\u00e4dtisches Schulgeb\u00e4ude.<\/p>\n<p>Perleberg ist ein sch\u00f6nes ruhiges St\u00e4dtchen mit freundlichen Einwohnern. Der Marktplatz mit dem <a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-49.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-4311\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-49-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-49-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-49-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Perleberg_-49-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Rathaus, der Nikolaikirche und den den Platz umstehenden H\u00e4usern, die zum Teil noch aus dem 15. und 16 Jahrhundert stammen, verspr\u00fchen einen angenehmen mittelalterlichen Charme. Der sich auch in den den Marktplatz umgebenden Gassen noch sp\u00fcren l\u00e4sst.<br \/>\nIn \u201eAuf den Spuren des mittelalterlichen Perleberg\u201c habe ich gelesen das Perleberg die Stadt mit dem am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern in der Mark Brandenburg sei.<br \/>\nDas kann ich nicht nachvollziehen. Gewiss, Perleberg hat Charme. Ist aber nicht vergleichbar mit Tangerm\u00fcnde. Nun mag man einwenden das Tangerm\u00fcnde nicht mehr zur Mark Brandenburg geh\u00f6rt. Stimmt, aber dann bleiben immer noch zumindest Beeskow und Wittstock.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Zuge des Wedenzuges 1147 wurde das urspr\u00fcnglich von Slawen bewohnte Gebiet des heutigen Perleberg, von den Deutschen erobert. Woraufhin die edlen Herren Gans am s\u00fcdwestlichen Ufer der Stepnitz eine <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/die-prignitz-perleberg\/\">Weiterlesen \u2192<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4229,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[150],"tags":[],"class_list":["post-4226","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-die-prignitz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4226","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4226"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4226\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4317,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4226\/revisions\/4317"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4229"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4226"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4226"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4226"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}