{"id":409,"date":"2011-02-27T17:54:24","date_gmt":"2011-02-27T17:54:24","guid":{"rendered":"http:\/\/schiffsmond.net\/?p=409"},"modified":"2024-09-01T18:24:33","modified_gmt":"2024-09-01T18:24:33","slug":"bleiweis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/bleiweis\/","title":{"rendered":"Bleiwei\u00df"},"content":{"rendered":"<p>will man Bleiwei\u00df haben, braucht man daf\u00fcr ein Glas- oder Tongef\u00e4\u00df, etwas Essig und ein St\u00fcck Bleiblech. Um nun Bleiwei\u00df zu erhalten muss das Beh\u00e4ltnis ein wenig mit Essig f\u00fcllen und das Blei dar\u00fcber h\u00e4ngen. Es darf mit dem Essig nicht in Ber\u00fchrung kommen. Nach ein paar Tagen bilden sich auf dem Bleiblech wei\u00dfe Ausbl\u00fchungen. Dabei handelt es sich um das Bleiwei\u00df. Dieses kann man dann abschaben und zum malen verwenden.<br \/>\n<span style=\"color: #8b0000;\">Aber seid vorsichtig beim Hantieren mit Bleiwei\u00df. Es ist sehr giftig, der Staub darf auf keinen Fall eingeatmet werden und es sollte sicher vor Kindern verwahrt werden<\/span>. Auch der Handel damit ist in Deutschland verboten.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #8b0000;\">P<\/span>leywey\u00df zu machen<\/strong><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #8b0000;\"><strong>N<\/strong><\/span>ym pleyen plech, bestreich sie mit honigsam vnd vber saltz mit geprentem saltz, henck sie vber essich, la\u00df 2 wuchen sten, dann nym die farb ab, henck dann die plech ein weil sie weren, wie von der lassur, vnd spongrien verstanden wurt.<\/em><br \/>\n<span style=\"color: #888888;\">[Berlin, Staatsbibliothek Preu\u00df. Kulturbesitz, Ms. germ. qu. 417]<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #8b0000;\">E<\/span>in annder pleywei\u00df<\/strong><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #8b0000;\"><strong>N<\/strong><\/span>ym ple\u00ff als vil du wilt vber schabs zu beden seiten, die obersten haut herab, schneid lameln 3 finger prait, vnnd einer spann lang oder lenger, vnnd mach durch yede lamel oben ein loch, zeuch ein schnurlin dardurch, vnd sich das du habest ein aichen fe\u00dflin, oder ein hafen der 3 spann lang se\u00ff, vnd ein reinn lid hab, vnnd henck die lameln zu rings vmb Inn den Hafen, vnnd thu 2 ma\u00df gutz essichs Inn den hafen, vnnd wurff ein handuol saltz darein, vnnd ruer es auff dem feur durch ein ander das siedig hai\u00df werde, deck den hafen wol zu, setze In an ein warme stet 10 tag, darnach thu die deck herab, die lameln heraus, so findest du an yeder lameln zu baiden seiten eins fingers weisse farb, die soltu nemen mit einem messer, thu sie Inn ein Rain geschirr, henck darnach die lameln wider Inn den Hafen als vor, vnd deck in, setz den hafen wider an die warme steet, vnnd merck ye vber den 10 tag nem farb ab, henck die lamel wider ein, bis du der farb gnug hast, nym dann die farb zusamen Inn ein merser, geu\u00df ein wenig wasser daran, vnnd sto\u00df der farb wol ein halbe stundt, bis es wurt ein dicks mu\u00df, vnnd thu die farb dann mit eim Loffel Inn ein hafen, oder 2, setze an die sonnen, vnnd la\u00df es hart werden, so ist sie berait, vnnd merck alle wail das pley wert, soll mans einhencken, Ists das der essich schwint so mer Inn.<\/em><br \/>\n<span style=\"color: #888888;\">[Berlin, Staatsbibliothek Preu\u00df. Kulturbesitz, Ms. germ. qu. 417]<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #8b0000;\">E<\/span>in annder pleywe\u00ff\u00df<\/strong><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #8b0000;\"><strong>N<\/strong><\/span>ym ein glaseirten hafen, thu in halb vol essich vnnd nem pleyen lameln 2 finger lang minder oder mer, darnach der haf ist, oben auff den hafen mach ein eisenstenglin, daran henck die lameln, sie sollen lochlin haben darnach klaib den hafen oben wol zu vnnd setz ann ein warme stat die feucht ist, la\u00df den also steen 3 monat, darnach thu den hafen auff, vnnd schab die weisse von den lameln, vnd trucken die farb an der sonnen oder In einer badstubin, vnd so es trucken ist geus ein wenig wasser darauff vnd la\u00df es aber trucken werden, das thu so lang bis er wei\u00df gnug wurt, vnd henck die Lameln fur vnd fur ein bis sie verzerst.<\/em><br \/>\n<span style=\"color: #888888;\">[Berlin, Staatsbibliothek Preu\u00df. Kulturbesitz, Ms. germ. qu. 417]<\/span><\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>Ich habe mir im Anglerbedarf Wickelblei besorgt. Dieses abgerollt und nochmals durch Druck mit einem Hammerkopf gegl\u00e4ttet. Dann habe ich in das eine Ende der Streifen ein Loch gepickt und einen Faden daran befestigt. In den Deckel des Glases habe ich f\u00fcr die drei F\u00e4den, drei L\u00f6cher gepickt und die Enden der F\u00e4den dort hindurch gef\u00e4delt. Anschlie\u00dfend habe ich die F\u00e4den verknotet, noch mal bis zum Anschlag zum Deckel hochgezogen und mit Tesa am Deckel fixiert. Was auch gleich die L\u00f6cher im Deckel verschlie\u00dft.<br \/>\nNun werden die Streifen in das Glas geh\u00e4ngt und mit einem Edding angezeichnet bis wohin die Streifen reichen. Um bei Einf\u00fcllen des Essigs zu wissen wie hoch wir ihn einf\u00fcllen kann ohne das er das Blech ber\u00fchrt. Nun wird der Essig eingef\u00fcllt, das Blei in das Glas geh\u00e4ngt und der Deckel verschlossen. Nun hei\u00dft es warten. Nach zehn Tagen soll man die Bleistreifen dann entnehmen und das Bleiwei\u00df mit einem Messer abschaben und sammeln. Die Prozedur wiederholt man so lange bis man genug Bleiwei\u00df hat.<br \/>\nDieses soll man dann in einen M\u00f6rser geben, etwas Wasser aufgie\u00dfen und das ganze eine halbe Stunde sto\u00dfen. Den daraus gewonnenen Brei stellt man dann zum trocknen in die Sonne. Wenn die Masse getrocknet ist haben wir Bleiwei\u00df, welches mit Eiklar vermengt eine wei\u00dfe Farne ergibt.<\/p>\n<p>Man sollte alle paar Tage mal den Deckel ein St\u00fcck \u00f6ffnen damit der Druck entweichen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>will man Bleiwei\u00df haben, braucht man daf\u00fcr ein Glas- oder Tongef\u00e4\u00df, etwas Essig und ein St\u00fcck Bleiblech. Um nun Bleiwei\u00df zu erhalten muss das Beh\u00e4ltnis ein wenig mit Essig f\u00fcllen <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/bleiweis\/\">Weiterlesen \u2192<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[469],"tags":[182],"class_list":["post-409","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-buchmalereo-skriptorium","tag-buchmalerei"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/409","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=409"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/409\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":421,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/409\/revisions\/421"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=409"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=409"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=409"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}