{"id":3924,"date":"2017-03-06T23:41:13","date_gmt":"2017-03-06T23:41:13","guid":{"rendered":"http:\/\/schiffsmond.net\/?p=3924"},"modified":"2024-09-03T19:28:34","modified_gmt":"2024-09-03T19:28:34","slug":"die-mark-brandenburg-jueterbog","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schiffsmond.net\/index.php\/die-mark-brandenburg-jueterbog\/","title":{"rendered":"Die Mark Brandenburg &#8211; J\u00fcterbog"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/J\u00fcterbog_-18.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-3928\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/J\u00fcterbog_-18-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\"><\/a>Die erste Erw\u00e4hnung J\u00fcterbogs findet sich 1007 in der Chronik des Merseburger Bischofs Thietmar. Dort wird Jutriboc, so der damalige Name, als d\u00f6rfliche, mit einem Burgwall versehene Siedlung beschrieben. 1157 wurde die slawische Siedlung vom Magdeburger Erzbischof Wichmann erobert und zu einer deutschen Burgward gemacht. 1174 wurde J\u00fcterbog das Magdeburger Stadtrecht verliehen. Damit ist J\u00fcterbog die zweit\u00e4lteste Stadt in der Mark Brandenburg.<\/p>\n<p>Am Samstag haben wir das fr\u00fchlingshafte Wetter genutzt und einen <a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/J\u00fcterbog_-30.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-3929\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/J\u00fcterbog_-30-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\"><\/a>Ausflug nach J\u00fcterbog gemacht. Um uns den dortigen Altstadtkern mit seinen mittelalterlichen Bauten anzusehen,<br \/>\nWie in allen mittelalterlichen Stadtkernen der Mark Brandenburg, ist auch in J\u00fcterbog so gut wie nichts an zivilen Bauten erhalten geblieben. Was in den meisten F\u00e4llen an den immer wieder auftretenden Stadtbr\u00e4nden liegt.<br \/>\nDaf\u00fcr finden sich aber in J\u00fcterbog noch kirchliche Bauten und Reste der Stadtbefestigung. Vor allem die Reste der Stadtbefestigung waren es, die ich mir in J\u00fcterbog gern ansehen wollte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/J\u00fcterbog_-90.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-3932\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/J\u00fcterbog_-90-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\"><\/a>Zun\u00e4chst zu den kirchlichen Bauten: N\u00e4hert man sich vom Bahnhof aus der Altstadt kommt man zuerst zu der im 12. Jahrhundert erbauten St. Marien, oder Liebfrauenkirche. Gleich neben der Kirche befindet sich das 1287 erbaute Zisterzienserinnenkloster.<br \/>\nGeht man von dort aus in die Altstadt, st\u00f6\u00dft man zun\u00e4chst auf die Reste des alten Franziskanerklosters. Die Franziskaner siedelten sich im 15. Jahrhundert in J\u00fcterbog an und erbauten dort ein Kloster, und eine dazugeh\u00f6rige Kirche. Die erste Erw\u00e4hnung des Klosters findet sich in einer Urkunde von 1483.<br \/>\nGeht man weiter durch die Stadt, gelangt man zur Kirche St. Nikolai. Bei dieser, vermutlich um das Jahr 1221 erbauten und um 1500 umgestalteten Kirche, handelt es sich um einen sehr imposanten Bau. Der, wie nicht anders zu erwarten \u00fcber zwei T\u00fcrme verf\u00fcgt.<br \/>\nLinks davon liegt der Abthof, der sein heutiges Aussehen nach einem Stadtbrand um 15. erhielt<\/p>\n<p>Ein sehr tolles Bauwerk, weder kirchlich noch Stadtbefestigung, ist das Rathaus. Das um 1499 erbaute <a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/J\u00fcterbog_-56.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-3930\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/J\u00fcterbog_-56-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\"><\/a>Geb\u00e4ude wurde urspr\u00fcnglich als Kaufhaus errichtet. Erst sp\u00e4ter wurde es erweitert und \u00fcbernahm auch die Funktion eines Rathauses. Wie auch andere Rath\u00e4user verf\u00fcgte auch das J\u00fcterboger Rathaus \u00fcber einen Tanzsaal. Das sich Rathaus und Kaufhaus in einem Geb\u00e4ude befinden, war in der Mark Brandenburg \u00fcblich.<\/p>\n<p>Nun zur Stadtbefestigung: Von der Stadtmauer sind nur noch ein paar Reste vorhanden, die von der einstigen H\u00f6he der Stadtmauer nichts mehr erahnen lassen. Vereinzelt finden sich darin die Reste von Wiekh\u00e4usern. <a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/J\u00fcterbog_-76.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-3931\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/J\u00fcterbog_-76-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\"><\/a>Die aber ebenso weit abgebrochen sind wie die Stadtmauer. So das sie sich eigentlich nur noch ein Hauch von ihnen verblieben ist. Jedoch sind von den in die Stadtmauer integrierten Wehrt\u00fcrmen noch f\u00fcnf erhalten geblieben.<\/p>\n<p>Der f\u00fcr mich interessanteste Teil der Stadtbefestigungsanlagen, bzw. der mittelalterlichen Bauten in J\u00fcterbog, sind die Reste der Toranlagen. Dabei handelt es sich um das Neumarkttor, das Dammtor und das Zinnaer Tor.<br \/>\nBei dem Zinnaer Tor handelt es sich um die Reste des Stadttores. Dem Tor durch das man in die Stadt gelangte. Es besteht aus einem Tor das sich zwischen einem Rechteck- und<a href=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/IMG_4855.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-3925\" src=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/IMG_4855-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/IMG_4855-150x150.jpg 150w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/IMG_4855-300x300.jpg 300w, https:\/\/schiffsmond.net\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/IMG_4855-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a> einem Rundturm befindet. \u00dcber dem Tor verl\u00e4uft ein \u00fcberdachter Wehrgang. Beim Dammtor und dem Neumarkttor dagegen handelt es sich um die Reste der Vortore. Die man, wollte man die Stadt betreten, zun\u00e4chst passieren musste bevor man an die eigentlichen Stadttore gelangte.<br \/>\nEben diese Vortore waren es die ich unbedingt sehen wollte. Stadttore im allgemeinen sind schon recht selten erhalten, aber ein Vortor hatte ich noch nie gesehen.<br \/>\nBeim Neumarkttor handelt es sich um den Rest einer Doppeltoranlage die schon recht ansehlich ist.<br \/>\nAber das Dammtor ist die imposanteste der beiden Vortoranlagen. In dem Vortor befindet sich zwei integrierte T\u00fcrme die nur bis zum Zinnenabschlu\u00df des Tores aufragen. Von innen betrachtet sieht man die \u00dcberreste von Wehrg\u00e4ngen und Treppenh\u00e4usern, \u00fcber die man auf die Wehrg\u00e4nge gelangte. Hinter dem Vortor schlie\u00dft sich Richtung Stadt ein Zwinger an. Wie lang-l\u00e4ufig die Vortoranlage gewesen ist, kann man erahnen wenn man vom Vortor aus zu den beiden sich etwas weiter Stadteinw\u00e4rts befindlichen Rundt\u00fcrmen blickt. Zwischen ihnen befand sich einst das Stadttor.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste Erw\u00e4hnung J\u00fcterbogs findet sich 1007 in der Chronik des Merseburger Bischofs Thietmar. 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