Das Zuschneiden eines Federkiels

Hier dreht sich alles um die in der Schreibstube verwendeten Schreibgeräte

Das Zuschneiden eines Federkiels

Beitragvon Clemens » So 19. Feb 2012, 13:18

Ein sehr schöner Video in dem erklärt wird wie man einen Federkiel zuschneidet.
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Re: Das Zuschneiden eines Federkiels

Beitragvon Joachim » Sa 28. Jul 2012, 07:10

Das ist wirklich hilfreich.

Hier gibt es auch noch eine interessante Seite dazu: http://www.kalligraphie.com/425-0-Gaensekiel.html
Das Wort, so man's nicht schreibet,
Ist wohl gar bald vergessen,
Die Schrift allein verbleibet
Im Zeitraum unermessen.


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Re: Das Zuschneiden eines Federkiels

Beitragvon Clemens » So 29. Jul 2012, 17:23

Soviel ich weiß musst du den Kiel nur dann härten wenn du Kiele verwendest die nicht von Natur aus geeignet sind, so wie die Flugfedern von der Ganz. Die Innereien musst du schon raus holen, aber das beschränkt sich auf ein an dem Teil ziehen der hervorlugt und den Rest einfach mit einem Pinselstil rein schieben.
Soweit die eine Quelle.
Frau Denk vom Skriptorium am Rheinsprung dagegen meinte das man alle Kiele, bis auf Truthahn härten müsste. Was nun stimmt, ich weiß es nicht wirklich. Aber ich habe mir auf Frau Denks Rat hin einfach mal einen Truthahnkiel besorgt und muss sagen sie schreiben sich wirklich toll.
Nach dem was ich bisher an Bildern gesehen habe scheint es auch verschiedene gleichwertig funktionierende Methoden zu geben einen Kiel zu zu schneiden.
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Re: Das Zuschneiden eines Federkiels

Beitragvon Clemens » Mi 1. Aug 2012, 14:40

Ich habe gerade auf der Seite vom Skriptorium am Rheinsprung, in der Tippecke noch etwas über den Federkiel gefunden.
Der Umgang mit dem Gänsekiel:

Gänsekiele, Truthahnkiele, Schwanenkiele und Mövenkiele eignen sich wunderbar als Schreibwerkzeuge, die je nach Anforderung mit einiger Übung selbst zugeschnitten werden können. Ein guter Kiel stammt von einem Vogel, der geflogen ist und die Feder durch den normalen Federkleidwechsel (Mauser) verliert. Diese Kiele haben hervorragende Schreibeigenschaften und bereits von Haus aus eine gute Härte.

Handelsübliche Kiele werde meist mit Kampfer behandelt, um sie vor Milbenbefall zu schützen. Ausserdem hat der Federkiel eine natürliche Fettschicht. Um diese zu entfernen empfiehlt sich, den Kiel vor dem ersten Gebrauch kurz abzulecken, da der Speichel die Fettschicht entfernt und das Horn aufnahmefähiger für die Tinte macht.

Nach Gebrauch sollte der Kiel abgetrocknet und an einen trockenen Ort aufbewahrt werden. Nach einiger Zeit des Gebrauchs spaltet sich die Spitze des Kiels und die zwei „Füsschen“ gehen auch nach dem Trocknen nicht mehr zusammen. Dann wird es Zeit, den Kiel nachzuschneiden....
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