Die Schreibstube

Forum für europäische Schreibkunst und Buchmalerei
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 Betreff des Beitrags: Das Zuschneiden eines Federkiels
BeitragVerfasst: So 19. Feb 2012, 13:18 
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Ein sehr schöner Video in dem erklärt wird wie man einen Federkiel zuschneidet.

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In omnibus requiem quaesivi, et nusquam inveni nisi in angulo cum libro [Thomas von Kempen]


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Zuschneiden eines Federkiels
BeitragVerfasst: Sa 28. Jul 2012, 07:10 
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Das ist wirklich hilfreich.

Hier gibt es auch noch eine interessante Seite dazu: http://www.kalligraphie.com/425-0-Gaensekiel.html

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Das Wort, so man's nicht schreibet,
Ist wohl gar bald vergessen,
Die Schrift allein verbleibet
Im Zeitraum unermessen.


Rabbi Santo, (2. Hälfte des 14. Jhds.)


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Zuschneiden eines Federkiels
BeitragVerfasst: Sa 28. Jul 2012, 18:03 
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Wo er den Link wohl herhat...? :roll:

Hmmm, muss man da vorher nicht noch den Kiel härten, die Innereien rauspulen...etc? :?

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„Gedanken sind nicht stets parat, man schreibt auch, wenn man keine hat.”
„Das Schreiben, das Schreiben, // Soll man nicht übertreiben, // Das kostet bloß Papier.”
Wilhelm Busch


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Zuschneiden eines Federkiels
BeitragVerfasst: So 29. Jul 2012, 17:23 
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Soviel ich weiß musst du den Kiel nur dann härten wenn du Kiele verwendest die nicht von Natur aus geeignet sind, so wie die Flugfedern von der Ganz. Die Innereien musst du schon raus holen, aber das beschränkt sich auf ein an dem Teil ziehen der hervorlugt und den Rest einfach mit einem Pinselstil rein schieben.
Soweit die eine Quelle.
Frau Denk vom Skriptorium am Rheinsprung dagegen meinte das man alle Kiele, bis auf Truthahn härten müsste. Was nun stimmt, ich weiß es nicht wirklich. Aber ich habe mir auf Frau Denks Rat hin einfach mal einen Truthahnkiel besorgt und muss sagen sie schreiben sich wirklich toll.
Nach dem was ich bisher an Bildern gesehen habe scheint es auch verschiedene gleichwertig funktionierende Methoden zu geben einen Kiel zu zu schneiden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Zuschneiden eines Federkiels
BeitragVerfasst: So 29. Jul 2012, 20:28 
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Ich bin auch beeindruckt, wie das zarte Nönnchen mit diesem Grobmesser so behutsam in den Kiel reinschneidet, ohne den eigenen Finger zu erwischen... ;)
naja, man kann sie ja nicht fragen, wie oft das schiefging... :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Zuschneiden eines Federkiels
BeitragVerfasst: Mi 1. Aug 2012, 14:40 
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Ich habe gerade auf der Seite vom Skriptorium am Rheinsprung, in der Tippecke noch etwas über den Federkiel gefunden.
Zitat:
Der Umgang mit dem Gänsekiel:

Gänsekiele, Truthahnkiele, Schwanenkiele und Mövenkiele eignen sich wunderbar als Schreibwerkzeuge, die je nach Anforderung mit einiger Übung selbst zugeschnitten werden können. Ein guter Kiel stammt von einem Vogel, der geflogen ist und die Feder durch den normalen Federkleidwechsel (Mauser) verliert. Diese Kiele haben hervorragende Schreibeigenschaften und bereits von Haus aus eine gute Härte.

Handelsübliche Kiele werde meist mit Kampfer behandelt, um sie vor Milbenbefall zu schützen. Ausserdem hat der Federkiel eine natürliche Fettschicht. Um diese zu entfernen empfiehlt sich, den Kiel vor dem ersten Gebrauch kurz abzulecken, da der Speichel die Fettschicht entfernt und das Horn aufnahmefähiger für die Tinte macht.

Nach Gebrauch sollte der Kiel abgetrocknet und an einen trockenen Ort aufbewahrt werden. Nach einiger Zeit des Gebrauchs spaltet sich die Spitze des Kiels und die zwei „Füsschen“ gehen auch nach dem Trocknen nicht mehr zusammen. Dann wird es Zeit, den Kiel nachzuschneiden....

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